HintergrundTornado in "Recce"-Version
Der Tornado ist ein zweisitziges Kampfflugzeug und seit 1981 für die Bundeswehr im Einsatz. Seine "Recce"-(Reconnaissance)-Aufklärungsversion verfügt über eine in der NATO einmalige Technik.
Der Tornado ist ein zweisitziges Kampfflugzeug und seit 1981 für die Bundeswehr im Einsatz. Seine "Recce"-(Reconnaissance)-Aufklärungsversion verfügt über eine in der NATO einmalige Technik. Dazu gehören jeweils zwei optische Kameras und ein Infrarotsensor. Dieser Sensor kann selbst geringste Temperaturunterschiede erfassen. Mit Hilfe dieser Technik sollen in Afghanistan Taliban-Stellungen aufgespürt werden. Im Tiefflug erreicht der Tornado eine Geschwindigkeit von bis zu 1500 Kilometer pro Stunde.
Die Aufklärungssensoren werden in einem Behälter, dem so genannten Recce-Pod, unter dem Rumpf des Flugzeugs angebracht. Mit ihnen können gestochen scharfe Bilder gemacht werden. Der 545 Kilogramm schwere Standard-Recce-Pod ist gut vier Meter lang, 66 Zentimeter hoch und 63,5 Zentimeter breit.
Alle 34 "Recce"-Tornados der Luftwaffe sind in Jagel bei Schleswig stationiert. Insgesamt sind bei der Luftwaffe noch 188 der ursprünglich 357 beschafften Tornados im Einsatz, 47 davon gehören zum Fliegerhorst Jagel. Wegen der ausgefeilten Technik wurden Aufklärungs-Tornados wiederholt auch eingesetzt, um Vermisste zu suchen oder um zur Verbesserung des Katastrophenschutzes Hochwassergebiete zu fotografieren.