Bonner PräsidentensitzVilla Hammerschmidt
Die Villa Hammerschmidt dient als Bonner Sitz des Bundespräsidenten.
Die Villa Hammerschmidt dient als Bonner Sitz des Bundespräsidenten. Das "Weiße Haus am Rhein" hat eine traditionsreiche Geschichte. Seit Anfang der 50er Jahre besuchten zahlreiche Staats- und Regierungschefs sowie gekrönte Hoheiten die Villa. Einen Papst hat sie aber noch nicht gesehen.
Erbaut wurde das Haus Mitte des 19. Jahrhunderts. Die ersten Eigentümer waren wohlhabende Industrielle. Bonn galt damals auch wegen des milden Klimas als "Rheinische Riviera" und die Villa als ein gesellschaftlicher Mittelpunkt. Den Zweiten Weltkrieg überstand das Gebäude ohne Schäden.
Die Bundesrepublik erwarb die Liegenschaft am Rhein im April 1950 von den Erben des Zuckerfabrikanten und Kommerzienrats Rudolf Hammerschmidt. Sie wurde als Amts- und auch Wohnsitz des Bundespräsidenten hergerichtet. Als erstes Staatsoberhaupt zog 1951 Theodor Heuss ein.
Johannes Rau diente die vornehme Villa mit einem gepflegten Park neben dem Berliner Schloss Bellevue als zweiter Dienstsitz. Sein Nachfolger Horst Köhler hält es ebenso. Er hat mit seiner Frau Eva für die Zeit des Weltjugendtags hier Quartier bezogen.