Mittwoch, 06. Januar 2010
Mehr Kontrollen bei Flügen in USA: Nur kleines Handgepäck mitführen
Um die Wartezeit bei den Kontrollen vor USA-Flügen möglichst kurz zu halten, sollten Reisende nur mit den nötigsten Gegenständen in die Flugzeugkabine steigen.
Nach einem vereitelten Terroranschlag auf ein aus Amsterdam kommendes US-Flugzeug ist für Flüge in die USA eine zweite Sicherheitskontrolle eingeführt worden.
"Das Bundesinnenministerium hat nach dem vereitelten Anschlag dazu aufgerufen, so wenig Handgepäck wie möglich mitzunehmen", erklärt Friederike Langenbruch von der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV). Derzeit sei es für Reisende mit dem Ziel USA außerdem dringend angeraten, besonders früh zum Flughafen zu kommen.
Zwei Stunden Puffer einplanen
Die Bundespolizei empfiehlt einen Puffer von zwei Stunden vor Abflug einzuplanen, da die Passagier- und Handgepäckkontrollen für USA-Flüge seit dem 29. Dezember intensiviert worden sind. Auch in den USA hat die Flugsicherheitsbehörde TSA genaueste Handgepäck- und Passkontrollen für alle Flüge angekündigt. Grundsätzlich sollten sich USA-Reisende frühzeitig bei ihrer Fluggesellschaft erkundigen, ob sich eventuell die Flugzeiten geändert haben.
Damit es am Flughafen nicht zu Missverständnissen kommt, lohnt sich vor dem Packen auch ein Blick in die offiziellen Listen der verbotenen Gegenstände im Handgepäck. Dabei handelt es sich um eine Verordnung der Europäischen Kommission und die TSA-Liste. Dort ist etwa zu erfahren, welche Sportgeräte nur im aufgegebenen Gepäck mitgenommen werden dürfen und bis zu welchen Abmessungen Werkzeuge im Handgepäck noch erlaubt sind.
Missbrauch von Duty-Free-Produkten
Wegen des in den vergangenen Tagen diskutierten Missbrauchspotenzials von Duty-Free-Produkten durch Terroristen müssen sich Flugreisende aus Sicht des ADV keine Sorgen machen. Der Verband bezeichnete die Diskussion als "unnötige Verunsicherung" der Fluggäste. Warenlieferungen in Räume hinter den Sicherheitskontrollen unterlägen strengen Vorschriften. Bisher habe es noch keinen Vorfall mit Gegenständen aus dem Duty-Free-Bereich gegeben.
Am ersten Weihnachtstag hatte ein 23 Jahre alter Nigerianer versucht, in einem voll besetzten US-Passagierflugzeug kurz vor der Landung in Detroit einen Sprengsatz zu zünden. Seitdem sind die Sicherheitsvorkehrungen für USA-Flüge verschärft worden.
dpa
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