Donnerstag, 07. Januar 2010
Sicherheit beim Wintersport: Pistenführerschein für Kinder
Ein Führerschein in den Farben blau, rot und schwarz soll junge Wintersportler fit für die Piste machen. Maximale Sicherheit verbunden mit Spaß stecken hinter dem Konzept des neuen "kids on snow"-Pistenführerscheins (Kinder im Schnee).
Ein Führerschein in den Farben blau, rot und schwarz soll Kinder fit für die Piste machen.
Das Konzept hat der Deutsche Skilehrerverband (DSLV) erarbeitet. "Zur Sicherheit auf den Skipisten gehört mehr als das Tragen eines Helms", sagt Konrad Eggensberger, Leiter der Neuen Skischule Oberstdorf. Seine Skischule ist eine von 43 sogenannten Profi-Schulen des DSLV, die den neuen Pistenführerschein anbieten. Er kann je nach Leistungsniveau in drei unterschiedlichen Kategorien abgelegt werden.
"Es ist wichtig, dass Kinder früh etwas über das Thema Sicherheit auf der Piste lernen. In Verbindung mit einem Führerschein in drei Stufen ist das natürlich eine tolle Motivation", erläutert Eggensberger. Der Führerschein beinhaltet in allen Kategorien einen Praxischeck über Verhaltensregeln auf der Piste, die Überprüfung des skitechnischen Könnens und die Verbesserung der Aufmerksamkeit auf der Piste. Die Kinder und Jugendlichen sollen erkennen, welche Risiken es gibt und lernen, damit umzugehen, erklärt der Fachmann. Dazu gehöre zum Beispiel, schnell bremsen und anderen Skifahrern oder Snowboardern ausweichen zu können.
Orientierung an Schwierigkeitsgraden der Pisten
Die drei Kategorien blau, rot und schwarz orientieren sich an der gleichfarbigen Einteilung von Schwierigkeitsgraden der Pisten. Beim Führerschein in schwarz wird das Gelernte auf einer schwarzen Piste überprüft, was ein entsprechend hohes fahrerisches Können erfordert, sagt Eggensberger. Denn die Aufgaben müssten sicher, selbstständig und sturzfrei erfüllt werden. Eine Altersbeschränkung für die verschiedenen Stufen gebe es nicht. "Wenn ein Vierjähriger fit genug ist, kann er den blauen Führerschein durchaus schon machen."
Die Umsetzung des Führerscheins ist laut Eggensberger den einzelnen Skischulen freigestellt. Er selbst werde in Oberstdorf fixe Tage für die Prüfungen in einer bestimmten Farbe anbieten. Eine vorherige Teilnahme an Skikursen werde dabei nicht vorausgesetzt. "Natürlich wollen wir diesen Führerschein in den täglichen Kursbetrieb einbauen und die Kinder schrittweise darauf vorbereiten. Zu den Prüfungen kann sich aber jeder anmelden." Nach erfolgreicher Teilnahme erhält das Kind einen Pistenführerschein in Form einer Scheckkarte sowie einen Aufkleber für den Helm.
dpa
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