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Vergnügen für Jung und AltWandern im Altmühltal

07.07.2006, 12:27 Uhr

Kahle Jurafelsen, steile Wacholderhänge und die Überreste des römischen Limes - dorthin gelangen Wanderer auf dem Panoramaweg Altmühltal.

Kahle Jurafelsen, steile Wacholderhänge und die Überreste des römischen Limes - dorthin gelangen Wanderer auf dem Panoramaweg Altmühltal. Diese schlängeln sich über Entfernungen von 6 bis 25 Kilometer durchs bayerische Herzland und laden auch Familien mit Kindern sowie ältere Urlauber zum Laufen ein.

Steil windet sich der schmale Pfad hinter dem Dörfchen Gungolding den Berg hinauf. Auf der Höhe angelangt, entschädigt das urwüchsige Landschaftsbild für die Mühen des Aufstiegs. Wo vor Urzeiten dichte Wälder wuchsen, entstand im Mittelalter durch Rodung kahles Land. Heute wird das weite Naturschutzgebiet geprägt von säulenartigen Wacholderbüschen, Wildrosen, Schlehen und Weißdorn. Auch Felsennelken und seltene Enziane sind hier zu Hause. "Die Gungoldinger Wacholderheide zählt zu den schönsten Abschnitten des neuen Panoramawegs", sagt Heike Baumgärtner von der Tourist-Information Naturpark Altmühltal in Eichstätt.

Über eine Strecke von 200 Kilometern windet sich der Wanderpfad größtenteils über die Talhänge links und rechts des Flüsschens Altmühl. Der Weg führt Wanderer vorbei an bizarren Felsformationen und zu Streuobstwiesen und durch ausgedehnte Laubwälder. Zwischen Böhming und Kipfenberg ist links und rechts des römischen Festungswalles Limes eine spannende Zeitreise in die Vergangenheit anzutreten: "Schauen Sie mal nach vorne, dann drehen Sie sich um und blicken zurück. Wir stehen mitten auf den Resten des römischen Limes, der in diesem Abschnitt ganz besonders gut erhalten ist", erläutert Juliane Schwartz, Leiterin des Kipfenberger Römer- und Bajuwarenmuseums.

In Etappen von jeweils 20 Kilometern lässt sich der Panoramaweg von Gunzenhausen bis Kelheim in zehn Tagen gut erwandern. Wem das zu viel ist, der findet im Naturpark Altmühltal noch ein anderes Angebot vor. Mit der Eröffnung des durchgehenden Panoramaweges wurden 20 "Schlaufen-Rundwege" in verschiedenen Längen ausgeschildert. Die kürzeste Tour führt bei Pappenheim gerade mal über 6 Kilometer, die längste Schlaufe zwischen Dietfurt und Breitenbrunn misst 25 Kilometer.

Ab Beilngries beispielsweise führt der 20 Kilometer lange Schlaufenweg oberhalb des Rhein-Main-Donau-Kanals ins benachbarte Berching mit dem hübschen Marktplatz und von dort durch Felder und Laubwälder zur Benediktinerabtei Plankstetten. Wandern im Naturpark Altmühltal, zu dem sieben Landkreise sowie 30 Städte und Gemeinden zählen, ist nur eine von vielen Freizeitmöglichkeiten. Zur Abwechslung, etwa an Tagen mit schlechtem Wetter, können Interessierte auch eine von 17 Brauereien in der Region besuchen.

Fahrradtouren entlang des Rhein-Main-Donau-Kanals lassen sich in der Sommersaison von Mitte April bis Mitte Oktober gut mit einer Schiffsfahrt kombinieren. Fahrräder werden auf den Kanalschiffen kostenlos befördert. Mit dem Kajak, Kanadier oder Paddelboot kann die Altmühl selbst erfahren werden. Viele Bootsverleiher organisieren auch den Gepäcktransport und den Rücktransfer. Selbst für Neulinge unter Flusswanderern ist die Altmühl geeignet - sie gilt als Bayerns langsamster Fluss.

Informationen: Tourist-Information Naturpark Altmühltal, Notre Dame 1, 85072 Eichstätt (Tel.: 08421/987 60, Fax: 08421/98 76 54).