Freitag, 05. Mai 2006
Basketball-Eklat: Bamberg protestiert
Der deutsche Basketball-Meister GHP Bamberg hat Protest gegen die Wertung des von einem Eklat überschatteten 2. Playoff-Viertelfinalspiels bei den Telekom Baskets Bonn (64:75) eingelegt. "Zudem prüfen wir die Einschaltung eines im Sportrecht versierten Anwalts", sagte GHP-Pressesprecher Thomas Meyer dem Sport-Informations-Dienst.
Die Partie am Donnerstagabend war nach einer wilden Rangelei zwischen Spielern beider Teams mit fünf Akteuren auf Seiten der Gastgeber und nur vier Bambergern zu Ende gebracht worden.
Die Basketball-Bundesliga (BBL) will nun schnellstmöglich entscheiden, wie mit den bisher einmaligen Vorfällen umgegangen wird. "Sowas hat es in der BBL-Geschichte noch nie gegeben. Wir streben eine Entscheidung noch am Freitag an", sagte BBL-Pressesprecher Dirk Kaiser.
"Dirk Horstmann als Spielleiter wird jetzt den Bericht des technischen Kommissars und des Hauptschiedsrichters analysieren sowie Stellungnahmen der disqualifizierten Spieler einholen", erklärte Kaiser. Das waren auf Seiten der Bonner Andrew Wisniewski, Michael Meeks und Milos Paravinja (allerdings erst im Schlussviertel), bei Bamberg Uvis Helmanis und Steffen Hamann. Ob sie im dritten Viertelfinale am Sonntag (17 Uhr) wieder auflaufen könnten, sei nicht klar.
Dagegen könnten die drei mit einer Matchstrafe belegten Bonner und die sechs Bamberger wohl mit ihrem Einsatz in der nächsten Partie rechnen.
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