Rostock siegt in OffenbachHeimsieg für Bochum
Mit einem 3:0-Erfolg gegen den 1. FC Saarbrücken hat Aufstiegskandidat VfL Bochum mit Tabellenführer Alemannia Aachen gleichgezogen. Hansa Rostock gelang in Offenbach ein Auswärtssieg.
Alemannia Aachen und der VfL Bochum haben gleich zum Rückrundenauftakt in der 2. Fußball-Bundesliga ihre Aufstiegsambitionen unterstrichen. 1860 München und der SC Freiburg mussten dagegen herbe Rückschläge im Kampf um die Rückkehr ins Oberhaus hinnehmen.
Nachdem Aachen am Freitag mit einem 3:1 gegen Erzgebirge Aue vorgelegt hatte, zog Bundesliga-Absteiger VfL Bochum mit dem dritten Heimsieg in Serie nach. Die Mannschaft von Trainer Marcel Koller gewann gegen den abstiegsgefährdeten 1. FC Saarbrücken durch Treffer von Daniel Imhof (21.) sowie zwei verwandelte Foulelfmeter von Torjäger Edu (47.) und Marcel Maltritz (79.) verdient 3:0 (1:0) und steht punktgleich mit Spitzenreiter Aachen weiter auf dem zweiten Rang.
Hansa im Aufwind
Derweil setzte Hansa Rostock den Aufwärtstrend auch nach der Winterpause fortsetzen. Das Team von Frank Pagelsdorf siegte bei Kickers Offenbach 3:1 (1:1) und revanchierte sich für das Pokal-Aus im Dezember. Zudem trennten sich am Sonntag Neuling SC Paderborn und die SpVgg Unterhaching 1:1 (0:0). Dabei kamen die Gäste durch ein Eigentor von Markus Bollmann in der 87. Minute noch zum Ausgleich.
Gleich drei Begegnungen des 18. Spieltags mussten abgesagt werden. Die für Sonntag angesetzten Spiele zwischen den Sportfreunden Siegen und dem Karlsruher SC sowie zwischen Dynamo Dresden und der SpVgg Greuther Fürth wurden auf Dienstag (18.00 Uhr) verschoben. Das am Montagabend geplante Spiel Eintracht Braunschweig gegen Energie Cottbus wird am 1. Februar (19.00 Uhr) nachgeholt.
Löwen mit Heimkomplex
Eine Absage hätte auch 1860 München viel Frust zum Rückrundenauftakt erspart. So aber war der Ärger bei den "Löwen" nach der Nullnummer gegen Schlusslicht LR Ahlen und der Fortsetzung des Heimkomplexes in der Arena groß. Der Druck auf Trainer Reiner Maurer nimmt vor dem anstehenden DFB-Pokal-Viertelfinale am Mittwoch gegen Eintracht Frankfurt immer mehr zu.
Präsident Karl Auer sagte nach der erneuten Enttäuschung vieldeutig, dass "wir sämtliche Personen auf den Prüfstand stellen müssen. Wir sind in einer sportlichen Talsohle". Schon in der Winterpause hatte Auer eine vorzeitige Vertragsverlängerung mit Maurer abgelehnt. Der 1860-Coach meinte auf die Frage, ob er Angst um seinen Job habe: "Bei 1860 ist man immer gefährdet."
Manager Roland Kneißl sieht den Aufstieg schon in weite Ferne rücken, "wenn wir uns zu Hause nicht deutlich verbessern". Von zehn Spielen im neuen WM-Stadion gewannen die "Löwen" nur drei. Dazu kamen vier Niederlagen und drei Unentschieden. Die Fans kehren dem Liga-Krösus, der fast schon zum Aufstieg verdammt ist, bereits den Rücken. In der Vorrunde kamen im Schnitt 45.000 Zuschauer in die Allianz-Arena, am Freitag waren es nur noch 20.800.
Aachen feiert Tabellenführung
Noch schlechter fiel der Rückrundenauftakt für den SC Freiburg aus. Der Bundesliga-Absteiger verlor bei Wacker Burghausen 1:2. "Ich bin sehr verärgert und habe noch nicht verdaut, dass die Mannschaft sich am Schluss so dämlich angestellt hat", schimpfte Trainer Volker Finke nach dem späten Siegtreffer von Wacker durch Marek Krejci (88.).
Feierlaune gab es dagegen in Aachen. "Das ist das erste Mal in meiner Aachener Zeit, dass wir nach der Winterpause gut aus den Startlöchern gekommen sind", meinte Kapitän Erik Meijer. Entsprechend machte Trainer Dieter Hecking seinen Spielern ein "Riesenkompliment, weil sie immer an ihre Chance geglaubt haben". Meijer sieht gute Aussichten für die Alemannia: "Wir waren noch nicht bei 100 Prozent."
von Thomas Niklaus, sid