Sonntag, 21. August 2005
180 Festnahmen in der Nacht: Nachmittags Ruhe beim Ostduell
Bei einer Razzia in einer Berliner Diskothek hat die Polizei in der Nacht mehr als 180 Fußball-Anhänger festgenommen. Ziel war es, vor dem Berliner Ortsderby zwischen den Oberligisten 1. FC Union und BFC Dynamo Rädelsführer der gewaltbereiten Fußballfanszene zu identifizieren.
Der Großeinsatz mit etwa 100 Beamten hatte gegen 1.30 Uhr in der Diskothek "Jeton" an der Frankfurter Allee im Bezirk Friedrichshain begonnen, wo zahlreiche Fans des BFC Dynamo versammelt waren. Die Diskothek sei als "Treffpunkt gewaltbereiter Fußballfans" und Hooligans bekannt, hieß es bei der Polizei.
Nach Angaben der Polizei leisteten Dynamo-Anhänger "massiven Widerstand" gegen die Festnahmen. Dabei seien fünf Fans leicht verletzt worden. Polizeibeamte wurden nicht verletzt. Am Nachmittag befanden sich noch 145 Festgenommene in Gewahrsam. Der Polizeieinsatz erfolgte nach einem Beschluss des Amtsgerichts Tiergarten.
Vor und während der Partie, die Union 8:0 (2:0) gewann, blieb es dank der Präsenz von mehr als 1.500 Sicherheitskräften ruhig. Das Spiel im Stadion an der Alten Försterei fand vor 14.020 Zuschauern statt. Dies ist ein Rekord für die Nord-Staffel der Oberliga Nordost.
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