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Montag, 08. September 2003

Basketball-EM in Schweden: Nowitzki und Co. scheiden aus

Deutschlands Basketballer sind bei der Europameisterschaft frühzeitig gescheitert. Im entscheidenden Viertelfinal-Qualifikationsspiel verlor das Team um NBA-Star Dirk Nowitzki am Montagabend im schwedischen Norrköping mit 84:86 (51:44) gegen Italien.

Das Team des Deutschen Basketball-Bundes muss nun bereits nach der Vorrunde die Koffer packen. Damit haben die deutschen Basketballer auch die Qualifikation für die Olympischen Spiele im kommenden Jahr in Athen verpasst.

Nach Platz vier bei der EM 2001 sowie vielversprechendem WM-Bronze steht nach dem Rückfall ins internationale Mittelmaß ein großes Fragezeichen hinter der Zukunft der Mannschaft, die bei den 33. Titelkämpfen als Mitfavorit gehandelt worden war. Beobachter rechnen mit dem Rücktritt von Bundestrainer Henrik Dettmann. Auch die weitere Nationalmannschaftskarriere von Nowitzki, der am Montag mit 22 Punkten hinter Aufbauspieler Mithat Demirel (23) noch bester Werfer seines Teams war, steht nach dem "schwarzen Montag" in den Sternen. Am Sonntag hatte die DBB-Auswahl die direkte Qualifikation im letzten Gruppenspiel gegen Litauen (71:93) verspielt.

Die DBB-Auswahl begann engagiert gegen die "Azzurri". Erneut war es Demirel, der im ersten Viertel mit gelungenen Aktionen, drei "Dreiern" und insgesamt 11 Punkten bei einer hundertprozentigen Wurfquote für den nötigen Rückenwind sorgte.

Vor 3.240 Zuschauern erspielte sich das DBB-Team eine 25:13-Führung. Doch wie schon in den vorherigen Begegnungen konnte es das Niveau und den Gegner nicht auf Distanz halten. Die Führung schrumpfte, 37:37 hieß es nach 16 Minuten, weil die Italiener aus der Distanz erfolgreich punkteten.

Erst als Nowitzki nach kurzer Verschnaufpause wieder aufs Feld zurückkehrte, wurden die Offensiv-Aktionen gegen den Europameister von 1999 wieder zwingender. Vor allem Demirel, Deutschlands "Spieler des Jahres", verdiente sich das Prädikat "Extraklasse". Der 25-Jährige erhöhte seine Ausbeute bis zur Halbzeit auf 18 Punkte und leistete sich nur einen Fehlwurf von der Freiwurflinie.

Nach dem Wechsel erhöhten die deutschen Korbjäger den Abstand auf zehn Punkte (55:45), verstanden es jedoch abermals trotz Fehlversuchen und Ballverlusten der Italiener nicht, sich entscheidend abzusetzen. Im Gegenteil: Eine abermals kurze Schwächephase, in der das DBB-Team dem Gegner zu viele leichte Körbe gestattet, schmolz der Vorsprung dahin. In der 29. Minute wurde beim 64:66 sogar die erste Führung für Italien registriert.

In einer dramatischen Schlussphase verpassten zunächst Nowitzki und dann Okulaja 10 Sekunden vor Schluss den möglichen Ausgleich. Demirel konnte danach zwar nochmal auf 82:84 verkürzen, aber Massimo Bulleri machte mit zwei verwandelten Freiwürfen alles klar.

Die weiteren Viertelfinal-Ergebnisse:

Russland - Kroatien 81:77
Türkei - Serbien-Montenegro 76:80
Slowenien - Israel 76:78

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