Samstag, 06. Dezember 2003
Vertragspoker mit Williams-BMW: Schumi II unzufrieden
Die Vertragsverhandlungen zwischen Ralf Schumacher und seinem Team Williams-BMW ziehen sich offenbar noch länger hin. Dabei soll der finanzielle Aspekt nach Angaben des Formel-1-Piloten nicht ausschlaggebend für die Verzögerungen sein.
"Geld ist weniger das Thema", sagte Ralf Schumacher im Rahmen der Jahresabschluss-Veranstaltung seines Teams im österreichischen Seefeld. Es handle sich um Interna, über die er nicht reden könne. "Grundsätzlich ist es so, dass ich nicht ganz zufrieden bin. Deshalb zieht sich das weiter hinaus", erläuterte der Kerpener.
Ralf Schumachers aktueller Vertrag mit Williams-BMW beinhaltet noch das Jahr 2004. Schon im Sommer hatte es so ausgesehen, als stehe eine Einigung auf eine Verlängerung unmittelbar bevor. Medienberichten zufolge soll Teamchef Frank Williams dem deutschen Fahrer neun Millionen Dollar pro Jahr geboten haben, was deutlich weniger als das bisher geschätzte Salär von angeblich rund 15 Millionen Dollar wäre.
Man müsse nicht alles glauben, was in der Zeitung stehe, sagte Schumacher. "Es geht um Interna. Ich weiß nicht, warum die nach außen gelangt sind. Das ist sicher nicht im Sinne des Erfinders." Es gehe um Dinge, die nicht geklärt seien, "aber gar nicht der Rede wert sind".
Schumachers Manager Willi Weber hatte in Interviews von "Funkstille" ("Bild") in den Verhandlungen gesprochen und auch eventuelle andere Optionen angedeutet: "Wir sind nicht auf Gedeih und Verderb auf Williams angewiesen" ("Abendzeitung"). Schumacher selbst erklärte: "Formel 1 fahren werde ich in jedem Fall."
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