DFL vergibt Bundesliga-RechteZuschlag für Sportschau
Die Fußballfans können auch in den kommenden drei Jahren die Zusammenfassung der Bundesliga am Samstag in der "Sportschau" sehen.
Die Fußballfans können auch in den kommenden drei Jahren die Zusammenfassung der Bundesliga in der "Sportschau" sehen. Der Ligaverband vergab die wichtigsten Free-TV-Rechte erneut an die ARD. Die Pay-TV-Rechte erhält ein Konsortium von Kabelnetzbetreibern mit dem Namen Arena, der bisherige Partner Premiere geht hingegen leer aus. Neu im Spielplan ist die Wiedereinführung eines Spiels der 1. Liga am Freitag. Das gab der DFL-Vorsitzende Werner Hackmann bekannt.
Insgesamt kassieren die 1. und 2. Bundesliga in drei Jahren 1,26 Milliarden Euro. Laut Hackmann sind dies rund 420 Millionen Euro pro Jahr. Die bisherigen Einnahmen aus der Vermarktung der so genannten audiovisuellen Verwertungsrechte lagen bei 300 Millionen pro Saison. Außer der "Sportschau" in der ARD werden die Bundesligaspiele auch weiterhin im ZDF-"Sportstudio" und im Deutschen Sportfernsehen gezeigt.
Verlierer im Rechtepoker ist der Pay-TV-Sender und langjährige Bundesliga-Partner Premiere. Nach Bekanntwerden der DFL-Entscheidung stürzte der Aktienkurs am Nachmittag um 38 Prozent auf das Rekordtief von 14,50 Euro. Die Bundesliga-Übertragungen waren einer der wichtigsten Pfeiler des Geschäfts von Premiere. Premiere hatte zwar mehr Geld geboten, verlangte aber mehr Exklusivität und eine Zusammenfassung im frei empfangbaren Fernsehen nicht vor 22.00 Uhr.
Pay-TV-Kunde sollen künftig nicht mehr Geld bezahlen müssen. "Arena hat deutlich gemacht, dass der Paketpreis für den Fan 20 Euro nicht überschreiten wird. Das ist auch Teil des Angebots", erklärte Christian Seifert, der Vorsitzende der DFL-Geschäftsführung. Für Premiere-Sport zahlt der Kunde momentan 19,90 pro Monat.