Neuer RekordGrößte Primzahl entdeckt
Es ist es wieder soweit: Eine neue höchste Primzahl wurde gefunden - dank der Rechenleistung verschiedener Computer.
Seitdem es Computer auf der Welt gibt, ist die Wahrscheinlichkeit höher, besonders außergewöhnliche Zahlenwerte zu errechnen. Nun ist es wieder soweit: Eine neue Primzahl wurde gefunden. Sie lautet: 2 (exp. 13466917)- 1.
Diese Primzahl - eine so genannte Mersenne-Primzahl, die mit einem Test besser aufzufinden ist - ergäbe eine Zahl mit 4.053.946 Stellen, wie das Computermagazin telepolis berichtet. Bei 120 Anschlägen pro Minute würde man mehr als zwanzig schlaf- und pausenlose Tage brauchen, um diese Zahl auch nur niederzuschreiben. Um sie zu bestimmen, wurden 13.000 Jahre Rechenzeit verbraucht, was auf mehrere Rechner gleichzeitig verteilt wurde.
Dahinter steckt ein Projekt, das die Leerlaufzeiten von Computerbesitzern nutzt, die ein entsprechendes Programm installieren. Damit funktioniert GIMPS ganz genauso wie viele andere, hat aber vielleicht mehr Erfolge aufzuweisen als irgendein anderes ähnliches Projekt: Seither konnte regelmäßig jeweils die neue größte Mersenne-Primzahl von diesem Projekt entdeckt werden.
Die Teilnehmer mögen dabei einerseits von den immateriellen Ruhm gelockt werden, andererseits aber auch von dem Finderlohn. Und der war beträchtlich: Die Electronic Frontier Foundation hatte 100.000 Dollar für die erste Primzahl mit 10 Millionen Stellen ausgelobt. Der GIMPS-Teilnehmer, der zufälligerweise auf seinem Rechner diese Zahl bestimmt, bekommt von dieser Summe einen sehr anständigen Finderlohn. Diesmal war der glückliche Finder ein 20-jähriger Student aus Kanada.
Der Nutzen an diesen immer größer werdenden Primzahlen liegt in ihrer Bedeutung für die Zahlentheorie. Gleichzeitig bergen die mit ihr angewandten Multiplikationsalghorithmen eine neue Möglichkeit der Verschlüsselung.