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Hält künstliche Intelligenz für weit weniger gefährlich als Gewalt oder Krankheiten: Mark Zuckerberg (Archivbild).
Hält künstliche Intelligenz für weit weniger gefährlich als Gewalt oder Krankheiten: Mark Zuckerberg (Archivbild).(Foto: dpa)

Leben in denkenden Häusern?: Facebook-Chef plant schlaue Türen

Künstliche Intelligenz im Eigenheim: Facebook-Gründer Zuckerberg träumt von einer durchtechnisierten Zukunft. Für sein eigenes Zuhause will er ein System programmieren, das zum Beispiel Freunde erkennt und automatisch hereinlässt.

Dieser Vorsatz zum neuen Jahr könnte über kurz oder lang das Leben von Millionen Menschen verändern: Facebook-Gründer Mark Zuckerberg will seine eigene Wohnung mit einem Steuerungssystem auf Basis künstlicher Intelligenz aufrüsten.

Er habe sich für dieses Jahr vorgenommen, einen digitalen Assistenten zu programmieren, schrieb der 31-Jährige in einem Facebook-Eintrag. Er denke an etwas ähnliches wie das Computersystem "Jarvis", der in den Filmen der "Iron Man"-Reihe der Figur Tony Stark immer zu Diensten war. Er wolle dem System zunächst beibringen, Sprache zu verstehen, um so Musik, Beleuchtung oder Temperatur steuern zu können, erklärte Zuckerberg.

"Ich werde ihm beibringen, Freunde nach einem Blick auf ihre Gesichter hereinzulassen, wenn sie an der Tür klingeln", erklärte der Multimilliardär. Der Computer solle ihm auch Bescheid geben, wenn er im Zimmer seiner neugeborenen Tochter Max vorbeischauen sollte, schrieb der Facebook-Gründer. Ob er sich dabei ausschließlich auf das System verlassen wolle, blieb allerdings unklar. Offen ließ Zuckerberg auch, ob das geplante System später in die Massenvermarktung gehen soll.

Für die tägliche Arbeit solle der Assistent Daten dreidimensional in virtueller Realität aufbereiten. Mögliche Zusatzfunktionen ergeben sich aus der Hollywood-Vorlage: Jarvis etwa konnte in den "Iron Man"-Filmen zum Beispiel technische Bauanleitungen als Hologramm in den Raum projizieren.

Gute Vorsätze für 2016

Zuckerberg setzt sich für jedes Jahr ein persönliches Ziel. In den vergangenen Jahren ging es ihm bei diesen Vorsätzen beispielsweise darum, Chinesisch zu lernen, zwei Bücher pro Monat zu lesen, jeden Tag einen neuen Menschen kennenzulernen oder etwa nur Fleisch von Tieren zu essen, die er selbst getötet hat - und damit praktisch zum Vegetarier zu werden.

Für seinen jüngsten Vorsatz kann Zuckerberg auf die enormen Ressourcen seiner Firma zurückgreifen. Facebook arbeitet bereits mit Hochdruck an selbstlernenden Computern, die zum Beispiel den Nachrichtenstrom der Mitglieder organisieren oder im Kurzmitteilungsdienst Messenger für sie kleine Aufträge wie Restaurant-Reservierungen erledigen sollen. Zuckerberg machte aber deutlich, dass es bei dem Computer-Butler um sein privates Programmier-Projekt gehe. Sollte sich das System jedoch als alltagstauglich erweisen, dürften schnell weitere Überlegungen daran anknüpfen.

Die Warnungen, schlaue Maschinen könnten für Menschen gefährlich werden, wies Zuckerberg als "weit hergeholt" ab. "Ich denke, wir können künstliche Intelligenz entwickeln, damit sie für uns arbeitet und uns hilft", schrieb er. Krankheiten oder Gewalt seien eine viel größere Gefahr. Unter anderem Microsoft-Gründer Bill Gates und der Physiker Stephen Hawking hatten zu Vorsicht bei der Entwicklung des Maschinen-Intellekts aufgerufen.

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Quelle: n-tv.de

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