Mittwoch, 02. Dezember 2009
Variable Vergütung statt Bonus: HSH Nordbank steuert um
Die schwer angeschlagene HSH Nordbank will neue Vorstände mit Hilfe erfolgsabhängiger Vergütungen locken. Aufsichtsratschef Hilmar Kopper stellte ein neues Gehaltssystem vor, das eine Vergütung von bis zu 500.000 Euro im Jahr vorsieht.20 Prozent davon können zusätzlich als Altersvorsorge gezahlt werden. Die hinzukommenden erfolgsabhängigen Gehaltsansprüche sollen in Form eines Punktesystems angespart werden.
Ihre Auszahlung hängt davon ab, ob die Bank ihre Ziele erreicht, und erstreckt sich über drei Jahre. Erreicht die Landesbank ihre für 2012 geplante Dividendenfähigkeit nicht, können Ansprüche auch gestrichen werden.
Neue Topmanager gesucht
"Da passiert nichts automatisch, das muss erarbeitet werden", sagte Kopper. Für 2010 geht die HSH noch von einem Verlust aus, ab 2011 will sie wieder profitabel sein. "Wer nur auf materielle Dinge guckt, der wird uns nicht sehr attraktiv finden", sagte Kopper mit Blick auf mögliche Bewerber. Die HSH sucht nach mehreren Abgängen neue Topmanager.
"Das Wort 'Bonus' ist in diesem Haus getilgt", fügte Kopper hinzu. Vorstandschef Dirk Jens Nonnenmacher war öffentlich in die Kritik geraten, weil ihm ein Millionen-Bonus gezahlt wurde, obwohl das Institut rund 1000 Arbeitsplätze abbaut.
Die HSH Nordbank hatte sich in den vergangenen Jahren mit riskanten Kredit- und Wertpapiergeschäften verspekuliert und musste von ihren Eignern Hamburg und Schleswig-Holstein vor dem Aus gerettet werden. Die mit dem neuen Gehaltsmodell verbundene Aufweichung der Gehaltsobergrenze von 500.000 Euro im Jahr hat bei der Opposition heftige Kritik ausgelöst.
wne/dpa
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