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Startups
Organisationshilfe: Vereinsmeierei im Netz

Freitag, 16. November 2007

Organisationshilfe: Vereinsmeierei im Netz

Die Deutschen sind bekanntlich Vereinsmeier. Rund 600.000 eingetragene Vereine belegen dies Eindrucksvoll. Bei dieser stattlichen Anzahl an Vereinen und den vermutlich mehrere Millionen Vereinsmitgliedern im Lande ist es kein Wunder, dass gleich mehrere Start-ups sich voll und ganz diesem Thema widmen. Dabei geht es vor allem darum, die Vereine und Mitglieder bei der Organisation ihres Vereinslebens zu unterstützen. Erst kürzlich ging MeinVerein.de ins Netz. Ausgedacht haben sich diese Organisationsplattform für Vereine der leidenschaftliche Boxer Max Fischer und der Golfer Axel Kmonitzek.

Mit MeinVerein.de wollen die beiden Hamburger aber keinesfalls nur Sportvereine erreichen. Fischer denkt vor allem an die vielen Kaninchenzüchter, Karnevalsanhänger und Pfadfinder im Lande. Allen will er eine "neue, virtuelle Möglichkeiten bieten, ihr Vereinsleben zu optimieren". Dreh und Angelpunkt des Cyber-Vereinsheims ist ein klassisches soziales Netzwerk mit all den bekannten Kommunikationsmitteln. "Mit dem Unterschied, dass hier nicht der Einzelne, sondern der Verein und das Vereinsleben im Mittelpunkt stehen", sagt Fischer. Wenige Wochen nach dem offiziellen Start tummeln sich rund 300 Vereine in der Datenbank der Hanseaten. Darunter der Kölner Ratsbläser Trompeterchorps, die Showtanzgruppe Pirna und der Imkerverein An der Trave. Neben der Möglichkeit sein Vereinsleben im Netz darzustellen denken Fischer und Kmonitzek auch an Vereine, die es lieber diskreter mögen. Auf Wunsch können die Vereinsmeier deswegen unter sich bleiben.

Viele neue Anlaufstellen für Vereine

Neben MeinVerein.de machen sich auch einige andere Zeitgenossen Gedanken, wie sie Deutschlands Vereinen, Organisationen und Interessengruppen das Leben erleichtern können. Bei six groups beispielsweise kann sich jede noch so kleine Gruppe in wenigen Schritten ihr eigenes Social Network stricken. Jens Doka wiederum will mit Groops Menschen mit gleichen Interessen zusammenbringen. Die Agentur Boogie Medien hat Klubanhängern mit Klubba ein Cyber-Vereinsheim gezimmert. Die Bilanz nach mehreren Monaten Betrieb fällt mit 27 Vereinen und 122 Mitgliedern allerdings mager aus.

Alexander Hüsing, deutsche-startups.de, porträtiert für n-tv.de jeden Freitag Gründer und ihre innovativen, kuriosen, vielversprechenden oder vollkommen abwegigen Geschäftsideen.

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