Freitag, 20. November 2009
Per Saldo: Beim nächsten Mal wird alles schlimmer
von Jan Gänger
(Foto: ASSOCIATED PRESS)
Josef Ackermann sieht Licht am Ende des Tunnels. Der Chef der Deutschen Bank ist der Meinung, das Schlimmste der Finanzkrise sei überstanden. Ackermann blickt bereits nach vorn und fragt: "Wie gehen wir am besten mit der nächsten Krise um?" Gute Frage. Wie?
Banken sind bekanntermaßen ein nicht unerheblicher Teil des Problems. Und die Branche verhält sich leider so uneinsichtig, dass eine Lösung ziemlich schwierig wird. Und wer kann ausschließen, dass es irgendwann nicht wieder zu einer globalen Wirtschafts- und Finanzkrise kommt? Die Beratungsresistenz der Branche hat eine verheerende Konsequenz: Sie erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass eine neue Krise viel heftiger wird als die jetzige, denn die Öffentlichkeit wird neue Rettungsschirme wohl nicht mehr akzeptieren, selbst wenn sie unbedingt nötig wären, um eine systemische Krise zu bewältigen.
"Warum sollen wir Milliarden gierigen Bankern hinterherwerfen, die uns die Krise eingebrockt haben?", diese Frage dominiert die Diskussion. Auf diesem Niveau läuft die Debatte über Lösungsstrategien und Konsequenzen, und daran sind auch die Banken schuld. Wer seinen Job verloren hat, dem ist ziemlich egal, dass das Geld nicht für "die Banker" ist, sondern die Rettung der Banken lebenswichtig für unser Land ist. Er empört sich stattdessen verständlicherweise über Bonuszahlungen.
Ohne Staatshilfe geht es nicht
Ackermann hat natürlich Recht: Eine systemische Krise ist dadurch gekennzeichnet, dass sie nicht allein von dem betroffenen Sektor gelöst werden kann. "Viele Kritiker gehen von der unrealistischen Annahme aus, eine systemische Krise lasse sich ohne staatlichen Mitteleinsatz lösen", so Ackermann und fordert einen Notfallfonds, in den Banken und Staaten einzahlen sollten. Der Vorschlag stößt in der Politik allerdings auf wenig Gegenliebe. Die Banken wollten sich auf Kosten der Steuerzahler aus der Verantwortung stehlen, lautete die Kritik.
Das ist der Stand der Dinge. Das ist schon schlimm genug, doch das Verhalten der Branche hat nicht nur die Bankenrettung unpopulär gemacht, wie widersinnig diese Einstellung angesichts der überragenden Bedeutung der Banken für die Wirtschaft auch ist.
Schlimmer noch: Das Vertrauen in staatliche Konjunkturpakete ist erschüttert. In der Öffentlichkeit werden diese nämlich auf das "Millionen für Banker"-Argument reduziert. Um die Auswirkungen der nächsten Krise abzufedern, ist es aber bitter nötig, dass der Staat viel Geld ausgibt. Und sei es nur, um Jobs zu retten.
Sollten wir wieder einer gigantischen Krise gegenüberstehen, muss der Staat schnell und energisch handeln. Das wird ihm aber leider noch schwerer fallen als dieses Mal. Die Konsequenzen wären fürchterlich – für uns alle.
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Sicherlich sind Banken unersetzlich um das System stabil zu erhalten. Aber einfach noch mehr Geld ausgeben kann auf Dauer keine Lösung sein, denn das Geld kommt auch wieder nur von anderen Banken und die erschaffen es ja gewissermaßen aus dem Nichts. Wenn also noch mehr Geld ausgegeben wird, arbeitet das System schon auf die nächste (noch größere) Geldblase hin.
Ich denke also die Lösung sollte im Bankensystem selbst gefunden werden. Das dürfte jedoch schwierig werden, denn es geht schlicht und einfach um Profite für eine Menge Leute, die diese natürlich nicht bereit sind darauf zu verzichten.
Wenn wieder zu einer solchen Krise kommt (wieder von den Banken ausgelöst), sollte man die komplette Bande verstaatlichen. Sie hätten es nicht anders verdient.
Hai ;-), umso länger der Knall verzögert wird, umso größer wird er werden. Es werden überall Schuldenberge aufgebaut, die keiner mehr abtragen kann. Für das Wirtschaftssystem danach müsste ein "Überdruckventil" geschaffen werden. Im Moment sehe ich den Druck eigentlich nur durch eine Inflation relativ "friedlich" entweichen. Die Inflation gleicht den Wert des Geldes an den Wert der umlaufenden Waren an.
Am 23. Oktober 2008 bekundete Alan Greenspan bei einer Anhörung des US-Rechnungsprüfungsausschusses, er habe einen "Fehler im Wirtschaftssystem" gefunden. Auf die Rückfrage, ob man also sagen könne, er habe bemerkt, daß seine Weltsicht falsch gewesen sei, antwortete er mit den Worten: "Absolutely, precisely".
Dem ist nichts hinzuzufügen, außer, daß Greenspans Einsicht zwar verspätet, aber wohl doch richtig ist (immerhin ist er einer der besten Kenner der Materie weltweit) - und daß sie, seitdem sie so offen ausgesprochen wurde, wenige bis gar keine Konsequenzen nach sich gezogen hat. Ein disaster waiting to happen indeed.
"Die Banken" sind nicht DER Verursacher. Mich wundert es immer mehr, wie wenig dass gesehen wird. Die Notenbanken, vornehmlich die FED ist es. Die FED druckt das Geld, nicht die Banken. Die nehmen dies kostenlose (Null Zinsen) Geld natürlich und versuchen durch Gewinne ihre Bilanzen und Bonis zu verbessern. Treiben somit Unfug an den Finanzmärkten. Aber wer will es Ihnen verübeln? Stellen Sie einem Alkoholiker mal ein paar kostenlose Flaschen mit dem Hinweis vor die Nase: Nur gucken und aufpassen ... ja nicht trinken!
Warum genötigen die Banken Geld? Richtig, weil sie selbst keines mehr haben. Warum haben sie keines mehr? Die Antwort: Weil es das Geld das sie hatte nie gegeben hat. Virtuelles Geld das durch überbewertete Kredite und Wertpapiergeschäften entstanden ist um den Zinsforderungen der Kapitalgeber nachzukommen. Jetzt da die Blase eingestürzt ist muss jemand das Loch wieder mit Geld auffüllen. Wer ist das? Der Staat. Der Das Geld in Form der Vergabe von Schatzbriefen und Staatsanleihen einkassiert und somit wieder virtuelles Geld erzeugt.
Die Banken sollten gesetzlich dazu verpflichtet werden, sich nur noch auf ihr Kerngeschäft zu beschränken. Wer darüber hinaus noch weiter zocken möchte, kann das gerne tun - aber streng getrennt vom Kerngeschäft, unter neuem Namen als eigene, selbstständige Gesellschaft. Wenn dann z.B. die DEUTSCHE HARAKIRI BANK oder die COMMERZBANK ZOCKER GROUP durch Fehlspekulationen in Schieflage gerät, gibt es keine Staatshilfen mehr. Und wer Anteile dieser spekulationsoientierten Banken gekauft hat, darf sich über eventuelle Verluste nicht beklagen...er wußte ja, worauf er sich eingelassen hat!
Andreas: eine hübsche These, nur hat sie ein Problemchen: Die Notenbanken "drucken" das Geld aufgrund der Nachfrage der Banken nach Geld.
Und wenn die Analogie mit dem Alkoholiker stimmt, wird diese Nachfrage also von nicht gerade zurechnungsfähigen Institutionen geschaffen.
Wie lief das eigentlich vor der Etablierung von Notenbanken? Einfach mal nach "The long depression" googlen, das könnte helfen... edelmetallgestützt waren die Währungen übrigens damals auch noch. Notenbankbashing geht am Kern des Problems exakt vorbei.
Ich weiß nicht *was* der Kern des Problems ist - ich bin kein Wirtschaftswissenschaftler, obwohl das eventuell sogar hilfreich ist ;-) - aber der Umstand, daß Verbindlichkeiten Dritter bei der Kreditvergabe zu unkritisch als Aktiva und Sicherheit gewertet werden können, scheint mir nicht insignifikant.
Aber ich wüßte nicht, wie da eine praktisch funktionierende Abhilfe zu schaffen wäre. Dennoch scheint es mir so, as ob Kredite, nicht Kreditzinsen, am Kern des Problems sind.
Beispiel Lehman Brothers: die Konkursmasse liegt 20% oder mehr unter der Summe, die Lehman anderen schuldet. Ob mit 10% Zinsen oder 0%: Lehman hat sich mehr Geld zusammengeborgt als sie de facto insgesamt wert sind.
... alles was "systemisch" ist muss selbstverständlich verstaatlicht sein, es muss hier in Deutschland "vom Volk" kontrolliert werden - und so natürlich auch diese s.g. "systemischen Banken" - unkontolliert Macht mit staatlicher Garantie gegen Verluste führt doch sicher zu einem schlechten Ende - Gier ist einfach immer grenzenlos.
Heute müssen wir an die Sinnhaftigkeit des Handelns im Banken- und Versicherungssektor glauben, an deren grundgesetzkonformes Tun; bei einem verstaatlichten System richtet sich dieser Glaube dann an die, die dazu ausersehen sind, den Job zu machen.... (geht doch nicht mehr, wer soll den Karren denn aus dem Dreck holen, wie denn?
I c h kenne keine "ehrenwerte" Personen!).
Ach, was soll`s - es ist doch sowieso schon weit zu spät. Das System ist nicht mehr mit Vernunft zu retten. Es frisst sich selbst von innen auf - immer schneller und auf immer mehr Ebenen!
Ich freue mich schon auf die Zeit danach!
Dann kann endlich ohne die "alten Köppe"
und ohne die alten, verkommenen Systeme
neu aufgebaut werden!
Der Kern des Problems ist offen bekannt.
Es ist die Geldmenge als solches.
Über 500 000 Mrd Dollar gibt es auf der Welt und nur 56 000 Mrd Dollar davon sind von der Notenbank FED selbst ausgegeben worden. Der Rest des Geldes wurde von den Banken selbst kreiert.
Das Problem ist die Geldblase als solches den diese ist mit Zinsen belastet die wiederum eine immer grössere Geldmenge jedes Jahr benötigt um sich selbst zu Finanzieren.
Damit steigt jedes Jahr das Gesamtvolumen am vorhanden Geld und damit die Zinslastet der Gesamtmenge.
Es ist ein Schneeballsystem, aufgebaut auf dem ersten Dollar der jemals ausgegeben wurde. Das Finanzsystem benötigt also jedes Jahr mehr neues Geld als vorher und die Kurve steigt exponential an.
Neues Geld kann nur aus neuen Schulden kreiert werden, was also bedeutet das wir (die Welt) uns jedes Jahr mehr und mehr verschulden müssen um das Dollarsystem am laufen halten zu können. ( der Euro ist Teil des Dollarsystems )
Das ist das Problem um das es geht. Man bekämpft die Krise mit neuen Schulden die letztlich das Problem nur schlimmer machen und die Konsequenzen nach hinten verschieben.
Die Lösung des Problems ist offensichtlich:
Das zu viele Geld muß weg damit das Finanzsystem wieder stabilisiert werden kann. Genau das wird auch geschehen und erst dann wird die breite Masse anfangen zu begreifen worum es hier überhaupt geht.
Schauen wir ob alles schon überstanden ist.Das ist nach meine Ansicht wunschdenken der Politiker und der Banker.Die Arbeitslosigkeit steigt und wird weiter ansteigen deflation macht kommt immer mehr ans Tageslicht , dass alleszusmen genommen wird den Konsum noch mehr einbrechen lassen , was wiederum sich negativ auf den Wachstum und Beschäftigung auswirken wird.Wer hofft dass alles gut sein wird der wird in nahe Zukunft grosse Augen machen.
Alan Greenspan hat vermutlich ohne es zu wissen und ohne Absicht mit seiner Politik der niedrigen Zinsen die Büchse der Pandora geöffnet. Zwischen 2002 und 2004 hat er die Grundlage für die Immobilienblase in den USA geschaffen. Ich denke er weiss inzwischen, dass er durchaus der Vater der aktuellen Krise sein könnte. Vielleicht hat er aber nur die Unvernunft und Gier der Banken unterschätzt. Rudelverhalten ist leider ein Gesetz der Biologiewissenschaften und ein Wirtschaftswissenschaftler beschäftigt sich in der Regel nicht damit. Auf der anderen Seite bleibt die Frage, hätte ein Politikwissenschaftler jemals daran geglaubt, dass einmal Regierungen in diesem Ausmass Steuergelder für Privatbanken locker machen ?
Wer werden die Leute wohl sein die sowas verursachen ? Stellt man solche Menschen vors Gericht oder könnte die Lage auch noch schlimmer werden als sie IST ? Was wollen diese Leute wohl bewirken oder machen sie das nicht absichtlich ?
Nach der Hypothekenkrise der 80er Jahre in den USA hat man sich gefragt, ob eine solche Krise auch bei uns entstehen könnte. Man hat dies verneint mit dem Argument, bei uns wäre, im Gegensatz zu den USA, für Hypothekenkredite eine Eigenkapitalquote von ca. 20 % erforderlich. Meines Wissens hat sich an diesem Unterschied nichts geändert.
Aufgrund der Gemeinsamkeiten der Krisen, sollte man die Ursachen sorgfältiger analysieren und Konsequenzen daraus ziehen, um nicht eine weitere Steigerung zu erleben.
Es ist ganz einfach die "Finanzkrise" zu erklären.
1. der Mensch muss "gezwungen werden" um höchste Leistungen zu erarbeiten
2.die beste Mittel dazu ist Geld (jede ist bereit für Geld Höchstleistung zu bringen)
3.Wenn die Menschen das Geld nicht ausgeben wollen muss der Staat eben drucken, wenn die Menschen merken das Geld entwertet wird, werden Geld
ausgeben. Natürlich muss mann dies gut "justiert" machen.
Also mit richtige Geldpolitik kann man Arbeit, Verhalten, Entwiklung, Umweltschutz fast alles steuern.
4.das Verhalten der Masse ändert sich Zeit zu Zeit. Mal ist "mode" sparen, mal Geld ausgeben.Mit richtige Geldpolitik kann man das auch auf richtige Bahnen leiten.
5.Wann mann genauer hinguckt die Krise ist "kein Krise" alles spilt in Köpfen ab.
Selbstverständlich sind auch Menschen die schwer durch diese Ereignisse betroffen sind. Soll diese Menschen der Staat helfen,schlieslich kann er Geld drucken.
Ich finde diesesmal soll es auch die Richtigen treffen.Wenn es mich sowieso wieder trifft,dann auch die Täter.
Ja,Ja, die Banker haben nichts gelehrnt und jetzt geht es genau so weiter wie vorher. Sie sollten alle Finanziell zur Rechenschaft gezogen werden und wegen Untreue und Betrug verurteilt werden.
Die Frage ist doch viel eher, warum diese Diskussion ? Ackermann würde das unbeliebte Thema ja wohl nicht anschneiden, wenn er nicht mit einer erneuten baldigen Krise rechnen würde, oder ?
Um es genauer zu formuieren: Die aktuelle Krise ist gar nicht behoben worden. Viele Leser und Hobby-Propheten meinen ja, wir wären raus aus dem Gröbsten !
Gerne wird da auf das robuste Wachstum am Aktienmarkt verwiesen. Das ist aber absolut nicht aussagekräftig, da wegen der Billionen an zinsloser Liquidität so ziemlich ALLES steigt.
Im gleichen Zug bilden die Banken riesige Rückstellungen um mögliche Ausfälle verkraften zu können. Wer schon mal eine Bilanz gesehen hat, weiss aber auch, das die Aktien und anderen Papiere die ein Unternehmen hält, die Habenseite besser dastehen lassen wenn die Kurse hoch sind.
Da die viele Liquidität durch die Zenralbanken aber wieder eingezogen werden muss um eine grosse Inflation zu vermeiden, werden auch die Aktien und anderen Anlagen wieder niedriger bewertet werden müssen, da steigende Zinsen der Zentralbanken dazu führen, dass Unternehmen die Liquidität zurückführen und ihre aktuellen Gewinne am Markt realisieren.
Worauf es also im besten Fall hinausläuft, ist, dass wir ca. 5 Jahre lang stagnierende Verhältnisse haben werden. ALso 0% NETTO-Wachstum.
Wenn aber innerhalb dieses Zeitraums eine der vielen in der Welt existierenden Blasen platzt, gehts steil nach unten. Das ist der wahrscheinlichere Fall.
Genau deshalb will Ackermann sich absichern, er muss es sogar, weil ein neuer Rutsch auch die DtB in Bedrängnis brächte.
Sollte eigentlich auch niemanden wundern, es ist ja bereits seit 30 Jahren bekannt, dass stetes Wachstum langfristig zur Zerstörung der Umwelt und dem Verbrauch der Ressourcen führt.
Was wirklich diskutiert werden müsste, wäre die Abkehr vom Kapitalismus, dies aber in einem Modus, der auf die klassische Dämonisierung alternativer Systeme verzichtet.
Mit etwas Glück erleben wir in den nächsten 10 bis 20 Jahren den grössten Fortschritt seit es die Holzkeule gibt, ein gleichgewichtiges ökologisch neutrales und sozial gerechtes Wirtschaftssystem.
Ich bin dabei !
Das grundlegende Problem, das die Finanzkrise und die Weltwirschaftskrise verursacht hat, hat vielerlei Ursprünge. So ist natürlich vor allem die Gier, das Leben auf Pump, speziell die Finanzierung von Immobillien in den USA, kurz gesagt, einfach der ungeschürte Kapitalismus an der Krise schuld.
Man wusste schon lange darüber bescheid, welche Geldmassen ins Nichts fließen. Und auch wusste man darüber bescheid, das es bald zu einem Crash kommen würde. Man hätte schon 2007 entsprechende Maßnahmen gegen eine Weltwirschaftskrise treffen können.
Ich denke, das man zunächst einmal die staatliche Kontrolle über den Bankensektor radikal erhöhen sollte, und man auch in den Banken selbst personelle Änderungen vollziehen muss. Man muss sich zunächst einmal den Ackermann vorknüpfen, seiner Bank ging es so schlecht, das sie den Rettungsschirm des Bundes in Anspruch nahm, aber trotzdem hat er eines der höchstes Managergehälter Deutschlands, und auch anderswo werden weiterhin Boni an Aktionäre und Banker ausgeschüttet.
Alleine das der Steuerzahler kurz die Öffentlichkeit, dieses Spektakel mitbeobachten muss, ist eine Katastrophe. Warum soll der kleine Mann für die Fehler der Großen zahlen?
Warum kommt es zu einer Mehrbelastung für niedrigere Einkommler obwohl sie gar nicht schuld an der Krise sind ?
Das ist eine Ungerechtigkeit sondergleichen, die es eigentlihc nicht geben sollte.
Meine Lösung:
Durch die Beschränkung der Banken auf ihr Kerngeschäft, wie bei andereren comments bereits erwähnt sowie auch durch eine stärke Kapitalerhöung und stärkere Kontrolle von Derivaten, internationaler Kapitalflüsse, könnte man Krisen besser vorbeugen. Ein anderer Faktor ist, das mittlerweile der Gewinn der Konzerne nicht mehr an der Arbeiter weitergegeben wird. In den Nachrichten hört man Minus und Plus, im Endeffekt auf einen Zehnjahresraum, haben aber fast alle zukunftsträchtigen Konzerne nur zugelegt.
Man sollte die Arbeitnehmer stärker in die Konzerne einbinden, den Gewerkschaften mehr Einfluss verschaffen und so eine nächste Krise unterbinden.
Natürlich kann man immer auf die Banken hauen, aber man darf nicht vergessen das die nur Produkte angeboten haben. Das System ist auch untergegangen, weil Leute diese Produkte gekauft haben. Die Verzinsung war auf dem Papier sehr gut, also fing auch bei den Kunden eine gewisse Gier an. Das hat den Stein nun auch zusätzlich ins Rollen gebracht.
Es gibt eine ganz einfache Lösung, um eine solche Krise für immer zu verhindern, sie ist jedem der Mitspieler bekannt, nur will sie keiner von denen: Man muß eine (angemessene) Eigenkapitalquote vorschreiben. Wenn jede Bank nur noch so viel Geld verleihen dürfte, wie sie selbst besitzt, könnte eine solche Krise gar nicht entstehen; oder man legt eben einen Faktor fest, also etwa nur doppelt so viele Kredite wie Kapitaldeckung da ist. Der Faktor müßte nur eben deutlich unter den aktuellen 20 oder 40 mancher Banken liegen. Nur könnten die Banken dann natürlich viel weniger Kredite vergeben, was die Konjunktur bremst - das will die Regierung nicht. Und da damit auch die Gewinne der Banken stark begrenzt wären (und damit die Boni), sind die Banken auch dagegen. Daher muß man abwägen: Mehr Sicherheit oder mehr Wachstum / Profit? Aktuell geht der Trend wohl doch leider wieder in Richtung Wachstum / Profit...
Neue Wolken ? Der Virus der sich im System eingenistet hat ist noch nicht beseitigt. Das geht nur durch einen echten "CUT". Die Lösung könnte die neue staatenneutrale Weltwährung sein. Devisenspekulationen, Währungsrisiken beseitigt. Bürger bekämen eine neue Perspektive, die Wirtschaft und Politik eine neue stabile Kalkulationsgrundlage. Ein Zwangsumtausch wie bei einer Währungsreform wäre nicht notwendig. Die alten Währungen würden schnell an Wert verlieren, was wiederum den Staatsschuldendienst erleichtern würde. Die Leitzinsen der neuen Weltwährung sollten höher sein und auf keinen Fall 3 % unterschreiten. Niedrige Zinsen erhöhen, hohe Zinsen vermindern die kreditfinanzierte Spekulation, da diese bei hohen Zinsen einfach zu teuer ist. Spekulationsblasen könnten dadurch von vornherein vermieden werden. Dann noch ein paar Feinarbeiten. Fertig. Der Autodidakt ist jetzt gefragt und die Zukunft kann (ohne Wolken) kommen.
Alle Postings hier sind richtig. Es gibt aber noch ein großes Problem. Die breite Masse hat immer noch nicht begriffen worum es geht und welche Tragweiten daraus entstehen können. Mal ein Beispiel. Ich war im September zu einem Weiterbildungskurs wobei es in erster Linie um Rhetorik ging. Also sprechen vor der Gruppe etc. Natürlich kann man das am Besten, wenn man dies mit einem Thema aus dem persönlichen Bereich
beginnt, am Besten mit seinem Hobby.
Also sprach ich über Wirtschafts-u.Finanzthemen, aktuelle Lage etc. Sofort war der Tenor der Gruppe
abweisend. Mistthema, uninteressant, die machen eh was die wollen, keine Politik und so weiter und so fort. Genau diese Leute merken erst was los ist, wenn es zu spät ist. Denn wie hier schon mehrmals erwähnt, wird es über kurz oder lang zu einer Geldentwertung kommen. Dann merkt es jeder im Geldbeutel.
Viele gehen immer noch von einem normalen wirtschaftlichen Leistungsrückgang aus.
Schade das die guten Themen hier und anderswo noch so wenig Leute erreichen.
Ich fasse nochmal zusammen:
Die Landesbanken haben unter Aufsicht ihrer Inhaber (Landesregierungen) das Geld der deutschen Sparer aufgrund der Eigenkapitalregelung von Basel2 nicht mehr deutschen Unternehmen als Kredite zur Verfügung gestellt, sondern ca. 1 Billion ? amerikanischen Häuslebauern bei Übernahme des Ausfallrisikos für diese Kredite geliehen. Nun, da diese nicht zahlen, ist fraglich wieviel Geld die Sparer wiedersehen. Der Staat springt als Garant per Fond ein, damit nicht das ganze System gefährdet wird. Die Manager sollen dabei die Zocker gewesen sein. Bei den Banken die durch diese "Geschäfte" ruiniert wurden, möchte man in Zukunft billigere Manager einsetzen, um nicht mit ansehen zu müssen, wie Mißerfolg sich die Taschen vollstopft.
Das kommt mir vor, wie der Versuch den geplatzen teueren Gartenschlauch nun durch eine billige Variante zu ersetzen. Ich denke an fähigen und teueren Managern führt kein Weg vorbei. Die Kreisklasse der Manager wird die Länder nicht aus der Haftung führen können. Billig kommt teuer für uns alle.
Die Basel 2 Richtlinien machen das Kreditgeschäft kaputt, weil die Banken im Verhältnis zu ihrem Eigenkapital zuwenig Geld ausleihen können, um wirtschaftlich zu arbeiten. Die Wirtschaft ist unterfinanziert und das hemmt Wachstum und Schaffung neuer Arbeitsplätze. Deutschland hat chronisch zu wenig Nachfrage nach Arbeitskräften, was die Löhne drückt. Da kommen wir nicht durch mehr Regeln und billige Manager raus, denn es könnte durchaus noch weiter bergab gehen, im Verhältnis zu anderen Ervolkswirtschaften...
Warum hilft der Staat einer HRE ? Lieber doch pleite gehen lassen und den Markt regulieren lassen.
Wenn die Bank Systemrelevant ist kann der Staat doch lieber eine eigene Bank aufmachen und Kredite an " NOT_LEIDENE " vergeben als eine Private zu verstaatlichen und Flowers sein Investorenrisiko zu ersetzen.
Konrad A. Ihrem Kommentar kann ich uneingeschränkt zustimmen. Bisher war es (leider) immer so, dass Dr. Ackermanns Lösungsvorschläge umgesetzt wurden.
Wie groß war im Frühjahr 2008 der Aufschrei, als er verkündete, die Banken könnten das Problem allein nicht lösen. Im Herbst 2008,betrat dann der Staat die Bühne. Ich denke, wenn sich die erste Aufregung gelegt hat, wird auch diesmal die Einsicht einkehren. Eine zweite Krise, und die kommt so sicher wie das Amen in der Kirche, können weder der Staat noch die Banken allein lösen. Wenn ein solcher Fonds mit klaren, eindeutigen Regeln ausgestattet wäre, dann könnte man Banken retten oder auch abwickeln, ohne das gesamte System aufs
Spiel zu setzen. Dr. Ackermann wird selbst wissen, dass die Deutsche Bank zu den größten Nettozahlern gehören würde. Gerade deshalb bin ich der Meinung, eine Bank die in der Krise ihre Unabhängigkeit bewahren konnte ist legitimiert einen solchen Vorschlag zu unterbreiten. Die DB hat zwar von den Staatsgarantien für andere Banken profitiert, aber selbst nie welche bekommen.
Etwas erstaunlich finde ich, dass hier öfter nach Verstaatlichung der "Bande" und ähnlichem gerufen wird. Gerade in Deutschland waren es doch die staatlichen Banken, die uns am tiefsten in die Krise geritten haben. WestLB, HSHNordbank etc etc. Von allen deutschen Banken haben die staatlichen am meisten in die Schrotimmobilienblase investiert. Zeitweise bestand die Immobilienblase in den USA zu 20% aus Geldern deutscher staatlicher (!) Banken.
wäre nicht alles einfacher wenn sich die Banken wieder auf das konzentrieren würden, wofür sie einst gegründet worden sind? überschüssiges Geld entgegennehmen und es denen verleihen die es benötigen? und zwar mit einer Eigenkapitalhinterlegung von 90% !!!!!!!!!!!!!
Diese künstliche Gelddruckerei ist ja nicht zum aushalten!
Die Banken haben sich als unzuverlässig erwiesen und somit ist zu überlegen, wie sie wegrationalisert werden können. Hierzu gibt es bereits die Lösung, daß Menschen anderen Menschen übers Internet Geld leihen. Der Kreditgeber bekommt in diesem Falle mehr Zinsen und der Kreditnehmer zahlt weniger Zinsen, weil als Zwischenhändler die Banken wegfallen. Als zusätzliche Kosten fallen nur die Infrastruktur und ein kleiner Geldbetrag an, um das Ausfallrisiko abzufedern. Letzteres entspräche dem Einlagensicherungsfonds der Banken. Dieses System sollte in großem Stil ausgeweitet werden. D.h., auch große Firmen sollten dabei mitmachen.
Nun ist zu überlegen, wie durch die Notenbanken von außen Geld in den Geldkreislauf kommen kann. Bisher haben die Notenbanken Geld an die Banken geliehen, die dieses dann weitergeliehen haben. Nach meiner Überlegung sollte die Notenbank das Geld direkt an den Staat geben, der auf diese Weise effektiver den Ausgleich zwischen arm und reich bewirken und seine Schulden abtragen kann. Es wird sicher noch eine Weile lang Banken geben. Doch eine Bankenpleite wäre in diesem Falle nicht weiter schlimm.
Das von mir beschriebene Szenario ist jedoch nur ein Übergang. An sich müßte die persönliche Bindung zum Geld gelöst werden. Hierzu sollten in einer stark individualisierten Gesellschaft für Waren und Dienstleistung keine festen Preise mehr verlangt werden. D.h., Jeder zahlt das, was er zahlen möchte. In Folge dessen werden die sozialen Sicherungssysteme und die Altersvorsorge überflüssig und es wird nur noch hergestellt, was gebraucht wird. Irgendwann kann dann das Geld abgeschafft werden und auch Gold würde als nutzlos erkannt werden.
Dadurch daß jede Menge Geld in den Markt gepumpt wurde und wird baut sich bereits wieder die nächste Blase auf und es ist nur eine Zeitfrage bis diese wieder platzt. Es wiederholt sich in immer kürzeren Zeitabständen.
warum kann es neben einer privatbank keine staatsbank geben?das die banken im staatsbesitz keine rühmliche rolle gespielt haben,ist nicht zu leugnen.aber eine staatsbank kann man kontrolieren und regeln auferlegen,das die privatbanken die ihnen auferlegten regeln mit der zeit wieder abbauen werden und so eine neue bankenkrise heraufbeschören wird ist ziemlich sicher.aber eine staatsbank ,die auch tagesgeschäfte abwickelt,könnte man auferlegen das sie keine risikogeschäfte tätigen dürfen.so wäre bei einer erneuten bankenkrise die bevölkerung nicht unmittelbar betroffen,da ja der geldfluss und die kreditvergabe weiter fliesen würde.so wären die mittelständische unternehmen nicht gezwungen die leute zu entlassen oder den betrieb sogar zu schliessen
Es ist eine Wohltat einmal in einem Forum wie
diesem, die Kommentare zu lesen.
(T-online Forum eine einzige Katasstrophe)
Herr Ackermann ist wohl einer der wenigen Profis
der sein Handwerk versteht, auch wenn das sogenannte "Volk" das absolut nicht nachvollziehen
kann. Ausserdem hat dieses Volk heute ein ganz
anderes Problem! Was geschieht denn zwischen
15 und 17 Uhr wenn der FCB gegen Leverkusen zu
Hause verliert. Dann ist das T-online-Forum
geradezu harmlos dagegen. Wir wünschen Ihnen also ein 0:0!
Leider können "sie alle" lesen wo sie wollen, auch
hier auf n-tv, Westerwelle und Vertriebene, Kanzlerin und EU, Obama und sein persönlicher Kampf, Klimakonf. ohne Ergebnis usw..........
Diese Gesellschaft befindet sich seit Jahren auf
dem steilen Absturz ohne es zu merken.
Alles, was Wirtschaft und Politik anstößt, um derartige Krisen für die Zukunft auszuschließen, muss ganz einfach scheitern. Seit Anfang der 70-iger Jahre des letzten Jahrhunderts mit "Bretton Woods" die Golddeckung des Dollar aufgegeben wurde, war es möglich geworden, dass jeder Dollar kanickelgleich Kinder bekommen kann. Und wo es viele Dollar zu verteilen gibt, da wächst die Gier danach. Doch mach ich mir darum keine Sorgen. Solange das Streben nach Dollar und Macht auf Punkt 1 der Tagesordnung von Managern und Politikern steht, anstatt sich über alternative Wirtschaftssysteme im Gleichklang mit den Resourcen dieses Planeten Gedanken zu machen, wird die "Natur" unweigerlich zurückschlagen und die Fehlentwicklung der Evolution namens "Mensch" auslöschen. Die Natur kann ohne uns, wir aber nicht ohne die Natur. Also, ihr Ackermänner: Weiterhin viel Spaß beim Geldverdienen !
Ich muss auch sagen, "masters" spricht mir aus der Seele und trifft den Nagel auf den Kopf! Ich habe selten ein inhaltlich so gutes Forum gelesen, wie dieses hier! Dabei fällt insbesondere positiv auf, wie viele Mitmenschen sich auf ähnlich hohem Niveau Gedanken machen und gleichzeitig die Problemlage durchblicken und beschreiben. Die individuellen Schlussfolgerungen bestätigen zwar die katastrophale Bewertung, die auch ich zum Zustand unserer Gesellschaft abgebe, aber am Anfang allen Neuen steht nun mal immer die Einsicht. Auch ich hoffe, dass die vielen guten Gedanken und Einsichten die Wende ohne eine finale Katastrophe ermöglichen, bin aber genauso wenig optimistisch, wie viele andere hier. Zumal selbst eine Disziplinierung am Finanzmarkt nicht die Rettung der Welt sichert. Sie schiebt den Untergang des Systems evtl. ein wenig hinaus. Die Folgekosten der Klimazerstörung, aber auch die Kosten, welche durch soziale Ungleichheiten im globalen Maßstab seit Jahrzehnten erzeugt und - viel schlimmer noch manifestiert! - werden sind bereits heute derart hoch, dass nach dem Kassensturz und geleisteten Reparationen in den genannten Bereichen nicht mehr viele schwarze Zahlen übrig bleiben werden (falls alles noch kontrolliert repariert werden kann...). Jedenfalls wird der "Kuchen" von dem die Bevölkerung noch zehren kann, deutlich reduziert sein. Mit allen sozialen Langfristfolgen. Es ist leider absolut unglaublich, das ein an so vielen Stellen hochentwickeltes System, an dem so viele Individuen für sich genommen ihren wertvollen Beitrag leisten, dermaßen durch große systemische Strömungen bestimmt wird, wie das heute der Fall ist. 99% der Personen, die in unserer (Welt-)Gesellschaft leben und arbeiten tun dies um ihren Lebensunterhalt zu verdienen und ihre Ansprüche mit Recht befriedigen zu können. Dennoch sind durch zentrale Entscheidungen im ökologischen, sozialen und ökonomischen Bereich die Kräfteverhältnisse derart aus dem Gleichgewicht geraten, dass "das System sich langsam selbst auffrisst". Ein Wohlstandswachstum und ein Schaffen von zusätzlichen Werten für die globale Gesellschaft existiert leider bereits lange Jahre nicht mehr. Investitionen und monetärer scheinbarer Mehrwert werden im globalen Produktionssystem seit Jahren durch den Verbrauch von Naturgütern und sozialen "Gütern" überkompensiert.
Dennoch wünsche ich mir weiterhin gute Diskussionen und wachsende Einsichten, die irgendwann die Entscheidungsträger in unserer Welt ebenfalls überzeugen. Prinzip Hoffnung.
leider meinen negativen eigenen Eindruck, die
@Wasserträger
Dein Kommentar scheint mir eine sehr gute Analyse und ausgesprochen plausible Zukunftsprognose zu sein ...
""Die Lösung des Problems ist offensichtlich:
Das zu viele Geld muß weg damit das Finanzsystem wieder stabilisiert werden kann. Genau das wird auch geschehen und erst dann wird die breite Masse anfangen zu begreifen worum es hier überhaupt geht.""
Könntest du diesen Passus vielleicht noch etwas genauer ausführen ... wie wird das vor sich gehen, in welchem Zeitrahmen kann man das erwarten. Würde mich interessieren....
@Claudio
Du hast leider vergessen, das es nicht nur Wirtschaft, sondern auch Geschichte gibt ...
Bevor irgendeine deiner wirtschaftlichen Vorstellungen oder Utopien auch nur ansatzweise Wirklichkeit wird, wird es längst äußere Kriege und innere Auflösungserscheinungen (incl.bürgerkriegsähnlicher Verhältnisse) geben. Der neue "Groß-Kosovo" Europa wird von letzterem ganz besonders betroffen sein.
@Albert
Wirtschaft ist Evolution! Der Mensch ist keine Fehlentwicklung der Evolution, sondern mit seiner "kulturellen Evolution" einfach ein Evolutionsbeschleuniger - so wie das Internet keine Fehlentwicklung der Wirtschaft ist, sondern ein Wirtschaftsbeschleuniger. Nicht der Mensch ist schlecht - der Mensch ist Produkt und Teil der Evolution. Die Regeln der Evolution sind "schlecht" - sie sind einfach zu 100% erfolgsorientiert. Otto Rehhagel würde sagen: "modern spielt, wer gewinnt".
Bei genauerer Betrachtung der Natur verliert sich ganz schnell jede Romantik und Verklärung. Gegenüber dieser vollkommenen Teilnahmslosigkeit am menschlichen oder tierischen Einzelschicksal erscheinen selbst die größten menschlichen Verbrecher noch als sentimentale Onkels. Die Natur macht einfach keinen Unterschied zwischen belebter und unbelebter Materie.
Unsere Bänker sind einfach nur Menschen wie du und ich, die zufällig an einem etwas größeren Rad drehen. Die Gier nach Geld ist ja auch nur eine mögliche Gier. Nicht wenige Kapitalismuskritiker sind ja Ideologen und daher im Verdacht, sich durch eine besondere Gier nach Geltung und Macht auszuzeichnen. Alles normal übrigens - aus Sicht der Evolution. Nur verschiedene Strategien, um bei unterschiedlichen Startvoraussetzungen dasselbe Ziel zu erreichen....
Das Problem ist einfach dadurch behoben Banken nicht mehr systemrelevant werden zu lassen. So kann man Banken endlich getrost den Bach runter gehen lassen, wenn die nächste Krise kommt. Dann werden auch endlich die Verluste privatisiert und nicht nur die Gewinne.
Und gerade das wird ja glücklicherweise in Amerika und Europa diskutiert :-)
ich verstehe das alles nicht, wenn die banken nicht pleite gehen können und dürfen warum sind sie dann langfristig wenn sie wieder gewinne machen in der lage der staat alle schulden zurück zu zahlen! Und hier ein gegenvoirschlag zu Herrn ackermann warum ncht eine fond schaffen in dem die Banken einzahlen für eventuelle konjunkturpackete und vieleicht dann damit dem staat unter die arme greifen.
Die Wirtschaft ist wie ein Ecosystem ? jede Nische wird besetzt. Die einzige Möglichkeit, wildes Wachstum zu begrenzen, ist eben eine Grenze zu ziehen.
Ein Bankier, der gegen den Strom läuft und die sich bietenden Möglichkeiten nicht nutzt, wird eine kürze Lebenserwartung haben ? genauso eine Bank.
Es ist mehr als naiv zu glauben, dass die Banken die Krise verschuldet haben ? auch wenn sie diese verursachten. Vielmehr liegt die Verantwortung bei der Politik, die immer nur ihre Klientel befriedigen soll und eben keinen Rahmen den Ackermanns setzt. Weiter gedacht, liegt die Verantwortung eigentlich bei dem Volk, welches während einer kleinen Pause im Schnäppchenjagd sich seine Vertreter gewählt hat.
Mit anderen Worten ? Sie haben bekommen, was Sie wollten. Man muss wirklich kein Prophet sein, um die Arbeitsergebnisse der jetzigen Legislatoren und Exekutoren vorauszusehen.
...die echten Banker alla Hermann Josef Abs zu Zeiten Konrad Adenauers gibt es nicht mehr. Er flog mit einem Koffer Geld im Auftrag von Konrad Adenauer nach London um bei Christis auf der besagten Versteigerung das Kunstwerk Heinrich des Löwen für unser Land zu ersteigern, alles per Hand-schlag zwischen Adenauer von Abs. Der kleine Mann, gerade mal 1.55 m groß die Lichtgestalt der Banken-szene prägte die Deutsche Bank. Heute haben wir nur noch Zocker, die nur eins im Schild haben, ihre eigenen Taschen zu füllen, mit Geschäften, die ihnen völlig wurscht sind. Hauptsache die Tasche ist voll. Es sind die Banditen der Neuzeit im Nadelstreifen, ohne eine Spur von Verantwortung. Und es wird so weiter gehen, ohne das sich was ändert. Sie kommen nicht vor Gericht und werden von keiner Institution zur Verantwortung gezogen. Sie sind gewissenlos.
Es ist das Gleiche, das wir mit der Umwelt machen. Wir sind eben eine Jetzt-und-hier-Gesellschaft und pumpen solange CO2, Methan und immer noch mehr davon in die Luft.
Wissenschaftler sagen uns, dass uns die Folgen erst 10 bis 20 Jahre später treffen.
Und die alten Herren Anzugträger machen fein weiter, weil sie dann ja schon halb zu Staub zerfallen sind.
Dass ein Wirtschaftsystem, welches auf stetiges Wachstum ausgerichtet ist, nicht ewig funktionieren kann, ist doch eigentlich klar. Bisher hatten wir doch nur "Glück", dass wir immer wieder nach Kriegen die Möglichkeit hatten, alles schön neu zu machen.
Und da kommen wir auch wieder hin - früher oder später, wenn das System weiter so kapitalfixiert bleibt.
Würde man den Wert einer Unternehmung nicht in Geld sondern in "Nutzen für die Bevölkerung" ausdrücken, so wäre Twitter sicher nicht mit 1 Milliarde Dollar bewertet, sondern sehr viel realistischer mit 0 Euro.
Aber wir leben in einer Welt, in der sich Geld als Bewertung für alles durchgesetzt hat. Einer Pflegerin zahlt das System einen Hungerlohn dafür, dass sie sich um die "nutzlos" gewordenen Individuen kümmert. Damit ist ihr Wert bestimmt. Indio-Stämme handhaben das anders. Dort werden die Kranken nach Kräften von allen mitversorgt - auf Kosten der Produktivität. Da es dort aber auch nicht um das Erwirtschaften von Überschüssen geht, kann sich die Gemeinschaft das so leisten.
Fazit:
Wir sind alle schuld, weil wir nicht auf unsere liebgewonnenen Luxusgüter verzichten wollen - und auch nicht auf das virtuelle Geld, mit dem wir täglich um uns werfen.
Grauenhaft, was hier teilweise für Ideen wabern.
Im Prinzip haben doch die Probleme mit der idiotischen Angebotstheorie von Friedman und Hajek vor 40 Jahren begonnen. Der Ideologie, daß man nur mehr Kapital ansammeln müsste und Investieren, die Nachfrage würde dann automatisch entstehen. Das Ergebnis können wir jetzt bewundern.
Zwei Folgen dieser Theorie ruinieren die gesamte reale Wirtschaft. Zum einen wurde durch die einseitige Überhöhung der Kaptalseite die Nachfrageseite durch relativ sinkende Löhne immer mehr geschwächt, zum anderen wurde in der "Finanzwelt" immer mehr Kapital akkumuliert, das nicht mehr renditeträchtig im Markt der Waren und Dienstleistungen angelegt werden konnte. Mit Krediten an die Arbeitnehmer, auch Immobilienkrediten wollte man auf Umwegen die Nachfrage wieder stimulieren, zugleich lastete man aber den Arbeitnehmern immer mehr Kreditzinsen auf, die sich ebenfalls aufakkumulierten. So entstand dann ein Markt von "wertlosen" Krediten und "wertlosen" Forderungen. Diese "wertlosen" Forderungen wurden von den Banken immer wieder neu hübsch verpackt, mit schönen Namen versehen und als "werthaltig" weiterverschachert.
Einem riesigen Berg von Kapital steht nun eine ausgetrocknete Nachfrage gegenüber, die kaum noch Rendite generieren kann, so wird nun das Kapital auf dem "Finanzmarkt" per "Wetten" hin und her geschoben und beschäftigt nur noch sich selber.
Die Lösung kann nur darin liegen, daß der Staat selbst Kapital in die Hand nimmt und Arbeitnehmer wieder mit Kapital ausstattet, so daß wieder eine "gedeckte" Nachfrage entsteht. Roosevelt hat dieses ab 1933 gemacht, in dem er die Banken mit dem "Glass-Steagall Act" zerschlagen hat und mit riesigen Infrastrukturmaßnahmen jede Menge Arbeitslose in einigermaßen anständig entlohnte Arbeit brachte und einen Mindestlohn einführte. Finanziert wurde das ganze mit Spitzensteuersätzen von bis zu 94 Prozent. Einem Stuersatz, den heutige Politiker in Ohnmacht fallen ließen. Keiner ist damals auf die Idee gekommen die USA als "sozialistisch" zu verunglimpfen, sondern das ganze nannte sich "New Deal" und hat der amerikanischen Wirtschaft wieder den Anschub gegeben der in den "goldenen Jahren" mündete, die bis in die siebziger Jahre reichten, wo sie dann mit den neoliberalen "Reaganomics" ala Friedman endgültig abgewürgt wurden.
Menschen ,auch Banker, bewegen sich in den gesetzten Spielräumen.Ändere den Rahmen und die Menschen verändern sich sobald sie einen Vorteil sehen. Gilt für Kinder,und jede Funktion oder Rolle.
Un wie stellen wir uns mit den individuellen Invertsments darauf ein?
Zu aller erst, eine kleine Einführung. Die Finanzkrise baute sich über die Jahre hinweg, ausgelöst durch die Niedrigzinspolitik der Fed und andere Spekulationsblasen auf. Es wurden Kredite ohne Sicherheiten vergeben, wie es sie in Deutschland nie gegeben hätte. Arbeitslose und Geringverdiener konnten sich ihren Traum vom Haus erfüllen, überaus blind haben sie sich freiwillig von Banken in diese Kreditverträge zwängen lassen. Die Banken, denen das Risiko bewusst gewesen sein muss, verpackten diese Papiere zu Paketen und verkauften diese in die gesamte Welt. Die Käufer erwarteten sich hohe Renditen durch steigende Kreditzinsen (was in Deutschland auf dem Immobilienmarkt auch nicht mgl. Ist!). Dies hat solang funktioniert wie die Werte der Immobilien schneller gestiegen sind als die Zinsen, im Grund ein Leverage Effekt. Doch i.wann ist die Blase geplatzt, die Preise sanken und die Kreditausfälle stiegen. Die verkauften Pakete hatten natürlich an Wert verloren, Anschreibungen waren ebenso wie enorme Verluste die Folge. Aufgrund dessen haben kam es zum Vertrauensverlust unter de Banken und dem allerletzten Auslöser der Krise. Aber warum kam es soweit? Natürlich haben letztendlich die Banken sie produziert, doch ihnen allein die Schuld zu geben wäre wie ich denke zu kurzsichtig. Was ist mit den Ratingagenturen, die durch gute Bewertungen den Wahnsinn befeuerten? Was ist mit den Staatsschulden, was mit der Abhängigkeit vom Öl? Riesige Staatsfonds entstanden v.a. aus Petrodollars, die wiederum über eine Überliquidität verfügten und anlegen mussten, und war es noch so sinnlos. Was ist mit uns westlichen Verbrauchern los, unser Schuldenstand liegt so hoch wie nie? Und sind die Amerikaner wirklich die Teufel? Was ist mit Spanien, GB, Irland, Osteuropa etc. Ich möchte nur darstellen, dass es ein Zusammenspiel vieler Faktoren war unter denen es nicht einen einzigen Schuldigen gibt, wenn natürlich auch in meinem Augen die Banken die Hauptschuld tragen. Mir persönlich sind aber zwei Punkte in Bezug auf unseren Staat auch noch sehr wichtig. Auf der einen Seite Frage ich mich, wie es passieren konnte, dass die Regierungen dieser Länder inkl. Deutschland diese Krise nicht voraussehen konnte. Allein Deutschland besitzt tausende von Beamten, deren Aufgabe es ist Banken, Geldströme, Börsen und Spekulationsgeschäfte zu überwachen. In den allermeisten Fällen sind das intelligente Menschen, wie konnte das also passieren? Auf der anderen Seite möchte ich am dieser Stelle den deutschen Staat und seine Regierung loben. Das schnelle und radikale Eingreifen, auch mit Steuergeldern hat das Schlimmste verhindert. Wer an dieser Stelle Spricht, hätten wir die Banken doch in ihren Schulden ersticken lassen der kennt die Zusammenhänge nicht. Ein Zusammenbruch hätte Deutschland bzw. die gesamte Welt erschüttert, der Kapitalismus wäre in sich zusammengebrochen, (dass diese Gefahr bestand beweisen für mich private Gespräche mit Hohen Bankmanagern, gerade um die Jahreswende erwarteten dies viele). Ich spreche von Gefahr weil ich mir nicht wie andere vorstellen kann in einem anderen System zu Leben. Die soziale Marktwirtschaft Deutschlands ist für mich eines der gelungensten Wirtschaftssysteme der Welt. Natürlich hat sie unzählige Schwächen aber ermöglicht sie uns doch ein Leben auf hohem Niveau. Wäre der Kapitalismus zusammengebrochen hätte das zu allererst totales Chaos zur Folge gehabt. Keine Banken heisst gleichzeitig keine Unternehmen (Kapitalstruktur der Unternehmen EK / FK), keine Arbeitsplätze, gar nichts mehr, wer bis jetzt noch nicht verstanden hat, warum Banken systemisch sind dem wird es langsam hoffentlich ersichtlich. Für die Zukunft kann ich mich nur dem allgemeinen Politikerspruch ?Wir müssen Rahmenbedingungen schaffen? anschließen und ich hoffe sehr dass das auch geschieht. Übrigens besteht wie ich denke eher die Gefahr der Deflation als einer Inflation oder sieht i.jemand steigende Preise? Das Argument der enormen Staatsschulden reicht nicht aus. Japan lebt auch noch und um so hoch verschuldet zu werden könnten wir nochmals 2500 Millarden aufnehmen, was natürlich nicht zu wünschen ist!
Ich möchte mit diesem Beitrag v.a. anregen nochmals kontrovers nachzudenken, denn mir persönlich sind viele der oben genannten Beiträge dem Thema nicht angemessen, es ist eine Krise wie es sie noch nie gegeben hat und ich denke jeder kann persönliche Konsequenzen ziehen.
Das ist ja der Hammer hier. Leute, die Banken halten Schrottpapiere im billionen Bereich. WestLB über 85 Mrd., HRE hunderte Mrd. usw. usw. Es wurde Mrd. in Island (ca. 325.000 Einwohner so gross wie Mannheim) angelegt. Sorry, aber das haben die zuständigen Bänker zu verantworten und sonst niemand. Bei einem Immobiliendarlehen in D egal ob 0 oder 99 % Eigenkapital wird nicht die Sicherheit, sondern der Einkommens-Ist-Stand beurteilt. Letzte 3 Monate, Einkommensteuerbescheid letztes Jahr, Stichproben aus dem Jahr davor (also die Vergangenheit wird bewertet und das bei einer Kreditlaufzeit von 5 - 15 Jahre). Kein Bänker ist in der Lage zu erkennen, dass das Eigenkapital die Sicherheit ist. Wer 80 % Kapital einsetzt hat etwas zu verlieren. Wer NULL einsetzt hat nichts zu verlieren. Was sagt der Kreditsachbearbeiter dazu ? Wir sind eine Bank und kein Pfandhaus. Soviel zu den immer wieder erwähnten Sicherheiten und den nicht existierenden Beleihungen.
Es errinert mich an das Märchen vom den unsichtbaren Kleider für den Kaiser. Solange alle die Illusion hochhalten geht das gut. Das Kind das ruft: "der Kaiser ist ja nackt"! - ist dann der erste Nation, der den Dollar entwertet.
Es sind ja nicht nur die Banken, auch die Politik, weltweit, national und regional. Alles steht wegen Überschuldung am Abgrund. Die Schulden sind meines Erachtens nicht rückzahlbar und so wie ich es einschätze will es auch niemand wirklich versuchen.
Es gibt eine Lösung, die die hoch Verschuldeten Rettung verspricht: DER GROSSE KNALL (Inflation). Am Ende steht eine schwarze Null mit einer neuen Währung.
Die Anzahl der Meinungen, die eine Inflation kommen sehen steigt täglich an. Aus diesem Grunde bin ich fest davon überzeugt, dass eine gewollt ausgelöste Inflationswelle die Regierenden und das verschuldtete Kapital sanieren kann. Wer die Zeche zahlt ist auch schon klar. Nach dem Tal der Tränen über mehrere Jahre geht das alte Spiel wieder los.
Sieht irgendjemand eine Lösung wie die angehäuften Schulden jemals einfacher verschwinden könnten als durch eine Inflation?