Montag, 05. September 2011
Raimund Brichta: Der Würfel ist gefallen
von Raimund Brichta
Die Kursverluste im August lassen keinen Raum für Zweifel: Der deutsche Aktienmarkt tritt in eine neue Phase ein. Jetzt gilt es, sich an die neue Situation anzupassen, schreibt Telebörse-Moderator Raimund Brichta."Alea iacta est", soll Julius Cäsar gesagt haben, als die Entscheidung gefallen war, mit seinen Truppen den Grenzfluss Rubikon zu überschreiten. Ihm war klar, dass dies für ihn unwiderrufliche Folgen haben würde, die zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht absehbar waren.
Genauso ist der Würfel beim Dax inzwischen gefallen. Denn der Markt hat durch sein Verhalten in den vergangenen Wochen eindeutig gezeigt, dass der Crash von Anfang August kein Irrtum war, kein Ausrutscher, der schnell wieder ausgebügelt werden könnte.
Damit steht fest, dass mein Dax-Ziel "8000 plus" für diesen Zyklus ad acta zu legen ist. Aber eben erst jetzt, nachdem das Marktverhalten der vergangenen Wochen darüber Aufschluss gegeben hat, und nicht schon unmittelbar nach dem ersten Einbruch. Ursprünglich hatte ich die Wende zwar erst nach Erreichen der 8000er Marke erwartet, aber nun ist sie eben schon vorher gekommen.
Im Nachhinein ist auch klar, warum es der Dax nicht bis dorthin geschafft hat, sondern in der Spitze nur bis 7500. Die Finanzwerte waren schuld (vor allem Banken, aber auch Versicherungen) und die atomgeschädigten Stromversorger. Wären diese Aktien den anderen auch nur einigermaßen hinterher getrottet, wären die 8000 erreichbar gewesen.
Aber alles Wenn und Hätte nutzt natürlich nichts. Es ist so, wie es ist, und jetzt kommt es darauf an, sich an die neue Situation anzupassen: Das Marktverhalten legt nun nahe, dass eine Phase mit einem fallenden Trend begonnen hat. Kursziele nach unten zu bestimmen, ist nach meiner Erfahrung allerdings ungleich schwerer, als solche nach oben zu setzen. Denn nach unten sind die Unwägbarkeiten größer, und auch der zeitliche Ablauf ist schwerer greifbar. Deshalb werde ich von jetzt an mehr auf Sicht fahren und konkrete Ziele erst dann wieder nennen, wenn sie absehbar sind.
In einem Muster aber gleichen sich die Trends nach unten und nach oben: Sie laufen in Wellen ab, so dass es im Abwärtstrend, der vermutlich vor uns liegt, immer wieder zu starken Erholungsbewegungen kommen dürfte, in deren Verlauf viele Leute meinen, das Schlimmste sei schon überstanden. Es liegt eben in der Natur der Mehrheit, eher auf steigende als auf fallende Kurse zu hoffen. Aber leider wird diese Hoffnung in solchen Marktphasen immer wieder enttäuscht, so dass der Leidensweg länger werden könnte als es Ihnen lieb ist,
meint Ihr
Raimund Brichta

Ich bin pessimistisch: Die Ängste sind nicht übertrieben. Der deutsche Aktienmarkt konnte nicht ewig die Lage in USA und China ignorieren. Ein Ikarus-Szenario, nur sehr nahe an der Sonne! Meine Prognose: Bis zum Jahresende werden wir im Dax noch einmal die 4000er sehen.
Meines Erachtens ist das Ganze stark übertrieben und es wird bewußt Panik bei den Anlegern geschürt - womöglich, weil hier wieder der eine oder andere eine Kursverfallswette platziert hat und sich mit der hausgemachten Krise noch ein goldenes Näschen verdienen möchte. Eine Rezession ist nicht absehbar und das himmelschreiende Defizit der USA besteht auch nicht erst seit gestern sondern hat vielmehr schon eine langjährige Tradition. Daß Griechenland und Italien nicht anständig wirtschaften ist auch nicht wirklich eine neue Erkenntnis und hätten vielmehr vor dem Beitritt zur Währungsunion zu Recht mit Panik an den Märkten bedacht werden dürfen. Die Vorzeichen insgesamt sind gut, den deutschen Unternehmen geht es bestens und die Auftragsbücher sind noch für einige Zeit prall gefüllt. Was wir hier sehen, ist die übertriebene Reaktion auf übertriebene Berichterstattung und solche Artikel wie der Herr Brichtas gießen leider nur noch weiter Öl ins Feuer. Ich würde ja mal zu gerne wissen, welche Optionsscheine sich der gute Mann vorab noch selbst ins Depot gelegt hat...
Die Banken sind an allem schuld. Und mit der Unterstutzung von der Politik, landet der DAX bei 2500.
Vor kurzem hat Brichta noch 8000 als Kursziel herausposaunt. Die Voraussagen jagen der Realität hinterher. Einer von vielen Getriebenen.
Mit Interesse las ich gerade Ihre aktuelle Kolumne. Anfang August äußerte sich der Analyst Heino Ruland in einem Interview mit der ARD. Herr Brichta, was halten Sie von seiner Einschätzung, den Aufschwung bzw. die wirtschaftliche Lage betreffend?
@Paladin : typisches Verschwörer Blabla. Glauben Sie wirklich Herr Brichtas Kommentar kann den Kursverlauf des Dax beeinflussen? Ihm auch noch Skimming vorzuwerfen ist mehr als lächerlich. Sie sitzen also auf verlustreichen Dax Positionen und wollen durch ihren Kommentar deren Kursentwicklung beeinflussen?
Wer begründet seine Meinung ändert, muss das auch offen sagen dürfen. Das haben wir der Kanzlerin nach Fukushima ja schließlich auch zugestanden. Abgesehen davon: Ich warte nur auf den richtigen Einstiegszeitpunkt. Das kann nicht mehr lange dauern. Sobald sich in den USA der Rauch verzogen hat, wird man sehen dass es dort gar nicht so schlecht steht. Die Amerikaner hören ja auch nicht auf einzukaufen. Wenn wir unter 5100 sind, rufe ich sofort meine Bank an!
Lieber Paladin, gleich vorweg: Ich habe weder Optionsscheine, noch wette ich mit anderen Instrumenten auf fallende Kurse. Ich gebe ganz einfach frank und frei meine Markteinschätzung zum besten …. ohne verdeckte Interessen im Hintergrund. Im Übrigen haben Sie mit Ihrer Aufzählung der fundamentalen Faktoren und der Bemerkung vollkommen recht, dass sie im Prinzip olle Kamellen sind. Genau deshalb habe ich sie auch nicht erwähnt. Es kommt an der Börse nämlich überhaupt nicht auf diese Faktoren an sich an, sondern nur darauf, was die große Zahl der Anleger und Spekulanten daraus macht. Und genau das erkennen Sie am besten, wenn Sie vor allem das Marktverhalten beobachten, so wie ich das tue.
@Raimund Brichta: Ich sehe die Lage nicht ganz so negativ, trotz der schlechten Nachrichten von der Schuldenfront usw.. In Ihrem Artikel 8000 Punkte war sicher sehr viel Optimismus zum zeitlichen Ablauf. Der Zyklus ist aber wahrscheinlich noch nicht um, es sei denn die Rezession wird durch die Sparanstrengungen provoziert Deflation = Japanszenario. Bis Jahresende wird die Abwärtstendenz zwar anhalten, danach könnte aber die Erholung nach dem Muster von 1987 oder 1997/98 einsetzen. Wenn es nicht die 8000 sind, sollten wir dann eben kleinere Brötchen backen und dividendenstarke Einzelwerte prüfen / kaufen.
Es ist wie es ist, genauer: Wer nicht hören will, muss fühlen. Seit August befinden wir uns am Anfang der globalen Liquiditätsfalle nach J. M. Keynes, die von keiner wie auch immer gearteten Finanz- oder Wirtschaftspolitik mehr verzögert oder gar aufgehalten werden kann. Ehemalige Zinsgewinner müssen sich nun entscheiden, ob sie alles verlieren wollen, oder ob sie sicher und mit gutem Gewissen alles behalten dürfen, wenn sie nur auf die Möglichkeit verzichten, weiterhin unverdiente Knappheitsgewinne arbeitsfreie Kapitaleinkommen auf Kosten der Mehrarbeit anderer zu erpressen. Als Gegenleistung gibt es eine Welt, in der man leben kann: die Natürliche Wirtschaftsordnung.
Lieber antarian, es liegt mir fern, irgendjemanden des Skimming zu beschuldigen. Ich habe mich in der Tat einfach nur laut gefragt, ob Herr Brichta nach seinem sehr positiven Ausblick in jüngster Vergangenheit wohl vorab auch in diese Abwärtsrichtung gewettet bzw. sich als Profi mit gewissem Informationsvorsprung zumindest gut abgesichert hat. Und, ob Sie es glauben oder nicht, ich bin weder vor der aktuellen Flaute all in gegangen ich habe beim jetzigen Niedrigniveau allerdings ein paar, wie ich denke, schöne Schnäppchen bei den echten Substanzwerten gemacht, noch habe ich vergessen, mein eigenes Depot, wie immer anzuraten ist, schon vor einer ganzen Weile durch Gold etc. abzusichern - auf zwei Beinen steht es sich bekanntlich wesentlich besser. Insofern habe ich keine Motive, den Markt in irgendeiner Richtung zu beeinflussen als ob ich das durch einen Kommentar hier auch wirklich könnte! und hier unbegründet gut Wetter zu machen. Die ganze Weltuntergangssstimmung ist meines Erachtens eben nur völlig übertrieben, denn es gibt keine neuen fundamentalen Erkenntnisse, die das sinnvoll begründen. Insofern sollten alle Personen, die sich hier öffentlich und vor allem öffentlichkeitswirksam äußern, auch nie vergessen, daß sie große Verantwortung tragen und hier durch eine unvorsichtige Bemerkung den einen oder anderen unbedachten Kleinanleger nicht nur in den finanziellen Ruin Stichwort panischer Verkaufsreflex sondern zudem auch noch direkt in die Herzklinik bringen könnten. Lieber Herr Brichta, vielen Dank für die persönliche Rückmeldung auf meinen Kommentar. Wie schon in meinem obenstehenden Kommentar an antarian gesagt, liegt es mir fern Ihnen hier böse Absichten oder gar Marktmanipulation zu eigenen Gunsten zu unterstellen. Ich habe mich nur laut gefragt, ob Sie, nachdem Sie noch vor kurzem immerhin die 8000er-Marke angepeilt hatten, hier selbst böse überrascht wurden oder aber einfach gelassen in die momentane Börsensituation gegangen sind, da Sie die drohenden Zeichen vorab rechtzeitig erkannt und ausreichend durch Optionsscheine etc. gegen Abwärtsbewegungen vorgebaut hatten. Um so erstaunlicher, daß Sie diese überhaupt nicht zur Depotabsicherung nutzen - vom Zulegen eines dicken Fells und reinen Aussitzen abgesehen, bleibt neben Gold und anderen krisensicheren Rohstoffen ja nicht mehr allzu viel übrig, um sich in diesen Tagen gegen schlaflose Nächte zu wappnen. Um aber zurück auf Ihren Bericht zu kommen - und um diesen geht es ja schließlich hier: Was die allgemeine Einschätzung des Marktes angeht, scheinen wir ja durchaus einer Meinung zu sein. Was mir persönlich in den Berichten das gilt für die Ihrigen, aber auch die Ihrer Kollegen und der interviewten Börsenprofis, sei es nun in diesem Portal oder auch im Fernsehen, gelegentlich eben doch deutlich zu kurz kommt, das ist die Aufklärung des kleinen Anlegers, daß diese vermeintliche Krise in Wirklichkeit eben doch nur ein hausgemachtes Problem ist und der Markt hier schlicht und ergreifend stark überreagiert. Der Anleger sollte zwar über die vor allem kurzfristigen Risiken umfassend aufgeklärt werden insbes. was die Kurszockerei angeht, wie man sie bspw. bei der Commerzbank oder der Societé Générale beobachten konnte, aber eben auch zugleich dahingehend ein wenig beruhigt werden, daß es letztlich nur eine Frage der Zeit ist, bis sich der Aktienmarkt auch wieder erholt - und ein Tief, wie wir es im Moment gerade erleben, zudem auch immer ein guter Zeitpunkt für einen Einkauf ist, sei es nun für eher kurzfristig oder auch insbesondere auf lange Sicht. Diese Beruhigung, nennen Sie es einen kleinen Lichtblick am Ende des Tunnels, fehlt mir persönlich in diesen Zeiten etwas und ich habe ein wenig das Gefühl, daß die meisten Börsenprofis in der Krise ganz besonders schwarzmalen und gemeinschaftlich in diese Kerbe schlagen, nur um hinterher sagen zu können, man selbst habe ja ausdrücklich vor der Katastrophe gewarnt...
Die Börse ist vor allem ein Wettbüro, in dem sich das Geschehen irrational vollzieht. Die Charttechnik wie die Analysten treffen nur durch Zufall oder wenn deren Algorithmen dieselben sind wie die, mit denen die tonangebenden Handelscomputer programmiert sind. Der Einsatz notorischer Spieler übertrifft zudem bei weitem das echte Kapital seriöser Investoren. - Das Kuriose: Selbst dieses aberwitzige Gewusel kommt auf Dauer nicht völlig an der Realität vorbei. Schon deshalb, weil die nicht imaginär ist. Und deshalb war die Zielmarke 8000 so ähnlich wie das Wetten auf Sieg eines dreibeinigen Ponys beim Pferderennen. Wohl dem der darauf nicht mit echtem eigenen Geld setzte. - Zugegeben auf einem Parcours mit Fallgruben, Selbstschussanlagen, gedopten Gäulen, bestochenen Jockeys und rempelnden Phantompferden kann auch ein dreibeiniges Pony gewinnen. Insofern waren die 8000 zwar völlig unrealistisch, aber nicht unmöglich - die Bedingungen für dessen Siegerplatz waren leider erfüllt.
Ich habe mit dem was jetzt an den Börsen passiert, auch erst im nächsten Jahr gerechnet. Aber man sagt ja die Börsen sind ca. 6 Monate voraus! Ich glaube und bin mir ziemlich sicher, dass es noch schlimmer kommen wird.
Sei ängstlich, wenn andere gierig sind und gierig, wenn andere ängstlich sind. Auch diese Börsenweisheit hat sein wahres Gesicht. Dem Menschen fällt es hingegen schwer, sich daran zu halten. Sicherlich sind die 8.000 plus für dieses Jahr vorbei, keine Frage. Aber nach Regen kommt auch wieder Sonnenschein, auch keine Frage. Und wenn man dich die Mengen an Gelder der Geldmarktfonds mal mit der Zeit nach der Lehman-Pleite vergleicht und sich der Zeit nach Lehman mal annimmt, kann man vielleicht erahnen, was nach dem Abwärts-Trend kommen könnte. Auch der Crach im Jahre 1987 kann durchaus als Vergleich gezogen werden. Damals sackte der Dax um 21,5 Prozent ab, in den kommenden Monaten, bis zum Januar 1988, um noch mal weitere 20 Prozent. In den folgenden Jahren verdreifachte sich der Dax fast! Die ersten 20 Prozent haben wir sogesehen schon mal hinter uns. Und überhaupt: Medien, Poltik, Ratingagenturen und der ein oder andere Ökonom erzählen uns was von Staaten, die fast insolvent sind, Unternehmen zeigen uns anhand von Quartalsberichten, wie relativ gesund sie sind und die Mehrzahl an Investoren verkauft einen Teil gesunder Unternehmen und leihen denen Geld, von denen die negative Stimmung ausgeht. Ich bleibe dabei, langfristig werden Aktien von der momentanen Situation profitieren, da bin ich ganz sicher ganz optimistisch! In der momentanen Situation braucehn wir nicht auf Bewertungen blicken, KGV, KUV etc.. Im Moment frisst Angst Aktien, im Moment. Aber nach Regen kommt, wie gesagt, auch wieder Sonnenschein. Kommendes Jahr wählt die USA wieder einen neuen Präsidenten. Auch wenn es keinen direkten Einfluss hat, ich kann mir dennoch sehr gut vorstellen, dass wir Ende kommendes Jahres die 8000 PLUS sehen werden. Begründung in Kurzform: Weiterhin niedrige Zinsen, Anlagenotstand, Alternativlosigkeit, normales bis niedriges Wachstum als Garant, dass das Geld nicht in der Realwirtschaft verbraten, nicht wird und die Asset-Wette, wenn der sichere Hafen Anleihe durch die Aktie ersetzt wird und das im Kopf des Investors ankommt.
Also ich muss Herrn Brichta Recht geben,er nur seine Meinung kund getan.Und Einfluss auf Kurse hat er mit Sicherheit, nicht geschweige denn puts auf den Dax...Es ist gibt nun mal übertreibungen nach oben und unten,und jetzt gehts mal runter bis der Markt bereinigt ist und das könnte auch etwas länger dauern ,aber dann werden sich die fundamentalen Fakten durchsetzen und die sind gut.Kursziel 5750 bis Jahresende.
Ich muss Ihnen leider widersprechen, Lieber Maestro. Als ich das Kursziel 8000 hinausposaunt habe, wie Sie schreiben, war es November 2010. Meinten Sie das mit vor kurzem? Vermutlich nicht. Vermutlich meinten Sie meinen Kommentar von Anfang August 2011. Da habe ich dieses Ziel allerdings nicht hinausposaunt, sondern ich habe geschrieben, dass der DAX-Rückgang bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht ausreichte, um das 10 Monate zuvor ausgegebene Ziel bereits in den Wind zu schreiben. Das ist etwas völlig anderes. Und tatsächlich lag der DAX da noch exakt auf der Zone auf, die ich schon im November 2010 als maximale Toleranzzone definiert hatte. Verstehen Sie den Unterschied? Inzwischen hat er diese Zone aber nachhaltig unterschritten, und genau deshalb passe ich meine Erwartungen an diese geänderten Bedingungen an. Und zwar in aller Ruhe, ohne mich treiben zu lassen. Nur so kann man das Börsengeschehen einigermaßen vernünftig erfassen.
ich sage nur eins: im September -gehts wieder auf die 6.700 Punkte hoch- dann wird der DAX nocheinmal zwischen 4.500 und 5.200 Punkte runterfallen und dann gibt es wieder eine schöne Jahresendrally letzz go ;- DAX-Stand ende des Jahres 2011 bei mind.: 7.900 Punkten ... Das ist alles Panik, derzeit handelt keiner mit Köpfchen, Gold wirft gar keine Zinsen/Dividenden ab und Bundesanleihen und Amerikanische/sonstige Bonds auch nicht gerade viel. Also handelt klug.
Lieber Elez, von dieser Konjunktureinschätzung halte ich … ehrlich gesagt … nichts. Er behauptet z.B., auch 2005 sei es zu keiner Rezession gekommen…. Hallo? 2005 war gerade ein Aufschwung, aber dafür gab es 2009 den schärfsten Konjunktureinbruch seit dem 2. Weltkrieg. Ich würde mich jedenfalls nicht darauf verlassen, dass es jetzt wieder neun Jahre dauert… ich verlasse mich da lieber auf den DAX… der wird’s mir zeigen.
Lieber Fundus, dann können Sie ja vermutlich bald bei Ihrer Bank anrufen ;-
Ich habe mich in den vergangenen Tagen an den verehrten Herrn Kostolany erinnert und mit ruhiger Hand gekauft. Mit Blick auf Kennzahlen und Dividenden. Ob schon zum richtigen Zeitpunkt? Egal! Ich freue mich auf die Ausschüttungen und werde wie empfohlen ruhig schlafen, denn so manches im Leben kann man zum richtigen Zeitpunkt auf einen ganz einfachen Nenner herunterbrechen ;-
Lieber Schlapp, ich sehe einige Unterschiede zu 1987 und 1998. Zum Beispiel fanden beide Crashs im Langfristaufschwung 1982-2000 statt. Die Kurse purzelten damals jeweils vom absoluten Rekordstand von 1.500 bzw. 6.200 DAX-Punkten in die Tiefe. Nun sind wir aber in einer langfristigen Seitwärtsphase, die schon ein Jahrzehnt andauert. Und der DAX hat es nicht einmal bis zum alten Hochpunkt bei 8.000 geschafft. Ich vermute, dass sich der DAX dieses Mal mindestens halbiert wie 2008/2009 oder sogar viertelt wie 2000/2003.
Lieber Paladin, selbstverständlich wird es wieder nach oben gehen, vermutlich sogar schon im Rahmen des vor uns liegenden Abwärtstrends… Stichwort Bärenmarktrallys. Diese habe ich ja sogar ausdrücklich erwähnt. Und wenn der Abwärtstrend irgendwann einmal beendet sein wird, wird es auch wieder längerfristig bergauf gehen. Das war aber nicht Inhalt meines Kommentars. Mir ging es nur darum deutlich zu machen, dass wir nun vermutlich in einer markanten Abwärtsphase sind, die nicht so schnell vorbei sein wird. Und wenn Sie sich den Chart anschauen, wir Ihnen möglicherweise sogar bewusst, dass sich nun eine Abwärtsbewegung herausgebildet hat, die schon seit Januar 2008 dauert. Verbinden Sie einfach den Hochpunkt bei 8.000 mit dem Hochpunkt bei 7.500. Dann kommt nämlich heraus, dass der Aufschwung 2009-2011 nichts anderes als eine Bärenmarktrally war. Noch mal: Mir geht es nicht darum Angst und Panik zu verbreiten, sondern darum, Ihnen und all den anderen die Augen zu öffnen für die Realität, so wie sie ist.
Lieber Rational, rational betrachtet waren die 8.000 alles andere als ein Phantom. Denn es ist durchaus üblich an der Börse, dass alte Hochpunkte wieder angesteuert werden, sofern sich der Markt bereits in der Nähe aufhält. Und das tat er ja schließlich. Andersherum: Es ist nun ein deutliches Zeichen, dass er es nicht geschafft hat. Und dieses Zeichen sollte niemand übersehen.
Lieber JayJay, Sie scheinen die Zeichen zu erkennen, die der Markt aussendet.
Lieber Malnichtsopessimistisch, ja ja ja, der DAX wird irgendwann wieder steigen, vermutlich sogar schon im Laufe einer der nächsten Bärenmarktrallys. Bedenken Sie bitte, dass wir jetzt per Definition in einem Bärenmarkt sind, der schon seit Januar 2008 anhält. Die 8.000 werden deshalb mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht Ende nächsten Jahres erreicht. Wir werden Glück haben, wenn der Markt im kommenden März seinen Tiefpunkt erreichen sollte der März ist bekanntlich dafür prädestiniert. Dieser Punkt dürfte aber dann so tief sein, dass ein Anstieg auf 8.000 bis zum Jahresende 2012 nahezu ausgeschlossen ist.
Hallo Herr Brichta, es war die Politik, die zusammenführte was so nicht zusammen passte. Es war die Politik, die ihre Augen vor der Realität verschloss. Und es ist die Politik, die nicht die Kraft findet, das Elend vernünftig zu beenden. Sie sind die Gejagten der Märkte. Unfähig zu agieren. Sie reagieren erst, wenn es schon zu spät ist. Deswegen ist auch kein Vertrauen vorhanden und deswegen werden die märkte auch wegbrechen. Lehmann läßt grüßen. Nur alles noch viel schlimmer.Dax 2700 Punkte.
Wenn die Pferde aus dem Stall sind kann jeder die Tür zu machen. Allgemein möchte ich noch hinzufügen:Vieles was hier von n-tv online gestellt wird spiegelt einfach nur schlechten Journalismus wieder.
Liebe Leser, leider sind auch meine Aktien gefallen, und hinterher gesehen wußte ich auch alles besser. Aber Angst habe ich nicht, da ich Aktien besitze, die fast immer eine Dividende ausgeschüttet haben. Und nur so muß man langfristig eine Geldanlage sehen. Die jetzigen Kurse bieten einen guten Einstieg in Dividendenpapiere. Gold gibt keine Zinsen und macht auch nicht satt. Wer spielen will, soll ins Kasino gehen.
An der Börse wird die Zukunft gehandelt Vorlauf ca 6 Monate und die sieht nicht sehr gut aus. Die Realwirtschaft wird es noch zu spüren bekommen.Die Auftragsbücher sind bei vielen Unternehmen noch prall gefüllt, aber wenn der Kunde kein Geld mehr bekommt Kredit von der Bank wird er offene Aufträge stornieren. Keine Aufträge Stellenabbau usw. Wenn die Politik nicht handelt um aus den Schuldensumpf raus zukommen sieht es sehr düster aus. 2008 konnte man die Banken noch retten durch den Staat. Wer rettet aber den Staat? Wenn nicht rechtzeitig gehandelt wird, könnte es so schlimm wie 1929 werden. Was ich natürlich nicht hoffe. Mein Dax Ziel ca 3000 Punkte Jahresende 2011 oder schon eher??, danach werden die Karten neu gemischt
Es wird wieder Gegenreaktionen gegen den Abwärtstrend geben, das ist doch normal, aber leider werden die Bewegungen von fallenden Kursen größer sein als die von steigenden Kursen. Man braucht doch nur 1 1 zusammenzählen. Schuldenkrise, gibt es eine Lösung? Nein, höchstens man verschuldet sich mehr. Einsparungen an öffentlichen Arbeiten bzw. Infrastrukturen usw., heißt entweder Kürzung von Arbeitsplätzen und zugleich wird die Ankurbelung der Wirtschaft vermindert. Also im Endeffekt, Abwärtstrend an den Börsen in Takt!!!
An der Börse wird die Zukunft gehandelt? Das muss dann aber eine sehr kurzsichtige und beschränkte Sichtweise sein. Mal ehrlich: Nach sechs MOnaten ist die Zukunft doch noch nicht beendet. Und auf lange Sicht sieht das alles ganz anders aus. ich halte es mit mr. Brichta und halte Dividendentitel. IN zehn, fünzehn, 20 Jahren sprechen wir uns dann wieder und lachen herzlich über das Daxziel 8000. Der steht dann bestimmt schon über der 10!
@Raimund Brichta: Der von angeführte Unterschied zu 1987 und 1997/98 spricht dafür, sich an vergleichbaren Phasen langer Seitwärtsentwicklung zu orientieren, z.B. der nach dem Scheitern von Bretton Woods. Auch damals wurden Aktien gehalten, eigentlich vor allem Vorzugsaktien. Das Ziel war nicht die Kurssteigerung sondern die satte Dividende. Es war aber eine Zeit des staatsmonopolistischen Kapitalismus, der Nationalisierungen im Erdölsektor usw.. Das wäre mal ein interessantes Thema zur Verbesserung der privaten Vorsorge durch Halten von Aktien abseits vom bloßen Zocken auf die nächsten Kursausschläge. Unternehmen haben einen Wert und schaffen Werte. Früher hieß es, dass Gold und Boden nicht verkauft sondern vererbt werden. Vielleicht sollte das auch für solide Aktien gelten. Die offenen Immofonds hatten in den letzten Jahren das Problem mit den großen Investoren, v.a. Hedgefonds, die sie in Schieflage brachten, die Kurse haben wie es aussieht das gleiche Problem, wenn bis zu 70 Prozent des Aktienhandels von diesen beherrscht werden. Wie gesagt, es wäre eine Frage der Altersvorsorge. Wieso arbeiten die deutschen Arbeitnehmer eigentlich für doppelte Altersvorsorge, Beiträge des Arbeitnehmers und Arbeitgebers in die GRV, Gewinne an angloamerikanische Pensionsfonds und Hedgefonds.
Herr Brichta, ja, ja, ja, so wie sich mit dem Stand 8000 plus für dieses Jahr geirrt haben, ist es nicht ausgeschlossen, dass sie sich nun wieder irren werden. Das momentane Kurs-Buchwertverhältniss liegt so tief wie 2003 bzw. auch 2009. Niemals zuvor in der Geschichte der Börse lag dieser Wert tiefer. Unter einem Stand von 4.900 IP liegt der DAX unter Buchwert. Das Renten-KGV liegt über 50!!, sowas gab es, mal abegsehen vom Neuen Markt, noch nie. In solch einer außergewöhnlichen kapitalen Fehlallokation sollte das Restrisiko deutlich begrenzt sein. Auch die Traumzinsen der letzten Jahre werden Bonds immer unattraktiver machen, wirkliche Alternativen zu Aktien hat das Kapital nicht. Wenn wir Pech haben, erleben wir das Tief im DAX im Januar 2012. 8000 IP per Ende 2012 ist dann schon sehr hochgegriffen, zugegeben. Aber was Märkte erreichen können, die durch monetäre Einflüsse getrieben werden, wissen Sie sicher selber, siehe dazu die 120 Prozent ab 2009.
Übrigens hat der größte Fonds dieser Erde, Blackrock, grade erst seine Positionen in Daimler und Siemens auf 5 bzw. 6 Prozent ausgebaut. An der Deutschen Bank hält der Fond sogar 9 Prozent! Ein Herr Ackermann hat aus privaten Mitteln sein Institut bei 38 Euro gekauft. Die Insider-Käufe legten so sehr zu wie seit März 2009 nicht mehr, u.a. auch bei Klöckner u.Co.. Meinen Sie Herr Brichta, die liegen alle so sehr daneben?
@Raimund Brichta: Wenn man die Tiefststände von 2003 und 2009 miteinander verbindet, dann hätte der Dax noch ein Abwärtspotential bis ca. 4200 Punkte, wenn er genau auf die Verbindungslinie fallen sollte. Spätestens zu diesem Zeitpunkt sollte man sich überlegen, mit der ersten Tranche wieder in den Markt einzusteigen. Es wird zwar viel geredet von Bodenbildung abwarten, nicht in fallendes Messer greifen etc. Dies ist aber meistens praktisch schlecht umzusetzen, da man diese Bodenbildung meist erst im Nachhinein erkennt. 2003 und 2009 ist der Dax quasi vom Tiefstpunkt ohne größere Rücksetzer nach oben geschossen. Meine Erfahrung zeigt, dass man auf Sicht von 2-3 Jahren nicht viel verkehrt machen kann, denn dann befinden wir uns höchstwahrscheinlich wieder in einer Rallyphase ob Bärenmarkt oder nicht.
So ist das mein lieber Herr Brichta, wenn das Vertrauen verspielt ist.... Bis dato merkten diese Vorgänge in aller Regel nur die Profis Banken, Versicherer, Investmentgesellschaften etc. Nun hat es jeder mitbekommen, daß an unseren Kapitalmärkten nicht nur etwas nicht stimmt, sondern daß es spitz auf Knopf steht. Da unser Währungssystem ausschließlich auf Vertrauen beruht sehe auch ich eine verdammt gefährliche Situation. Ein spannende Zeit erleben wir derzeit. Alles ist möglich. Normalerweise würde ich jetzt Aktien kaufen! Aber normal ist derzeit an den Finanzmärkten nichts mehr. Somit bleibe ich weiterhin in Edelmetallen. VG Bigazzi
Lieber maleder, gut dass es noch Leute gibt wie Sie, die genau wissen wos lang geht, grins...
was halten Sie vom eurostoxx 2012?
Liebe Zockernase, soweit Ihre Aussagen zur Politik den Euro betreffen, stimme ich mit Ihnen vollkommen überein. Beim DAX muss man mal sehen … als vorübergehendes Paniktief sind 2.700 durchaus drin … oder auch tiefer … zu welchem Zeitpunkt auch immer. Aber Banken und Versicherungen mal rausgerechnet, sind ansonsten ja Sachwerte enthalten, die nicht untergehen werden.
Lieber Lars Pfaff, da bin ich aber gespannt, was sie damit meinen. Werden Sie konkret! Übrigens: Widerspiegeln schreibt man ohne e … gute Journalisten wissen das, grins…
Lieber Al Blindo, die Langfristanlage ist ja schön und gut, aber Sie sollten auch akzeptieren, dass zum Börsengeschehen ebenso Spekulanten und Spieler gehören… und das schon, seit es Börsen gibt.
Lieber Ralf, alles ist möglich. Nach meiner Einschätzung hat die Politik aber noch einen Rettungsschuss frei, den sie auch nutzen wird. Die Staaten können nicht mehr viel retten, da haben Sie völlig recht. Aber die Notenbanken können es noch, und supranationale Einrichtungen wie ein Europäischer Währungsfonds, der mit Banklizenz ausgestattet werden wird, und der IWF. Die nächste Rettungsrunde wird also vermutlich auf die Rechnung dieser Institute gehen. Danach ist aber Schluss, d.h. die übernächste Rettung kann kein Irdischer mehr übernehmen. Dann muss die Rettung schon aus dem All kommen.
Lieber Holger, ich rechne auch damit, dass der DAX spätestens zum Ende des Jahrzehnts die 8.000 Punkte nachhaltig geknackt haben wird. Bis dahin ist vermutlich aber noch etwas Geduld erforderlich…
Vollkommen richtig, lieber Schlapp. Auf Kursgewinne sollte sich ein langfristig orientierter Anleger in einer solchen Phase nicht verlassen. Es sei denn, er ist ganz langfristig orientiert. Denn spätestens im kommenden Jahrzehnt sollte die nächste langfristige Aufschwungphase begonnen haben siehe oben.
Lieber Malnichtsopessimistisch, der monetäre Einfluss wirkt bestimmt, aber oft nur mit riesiger Verzögerung. So hatten die Notenbanken schon im Spätsommer 2007 damit begonnen, die Geldschleusen zu öffnen. Positiv niedergeschlagen hat sich das an den Börsen aber erst ab April 2009, also anderthalb Jahre später. In der Zwischenzeit wurde die Entwicklung von anderen Einflüssen überlagert. Und noch hat sich Helikopter Ben ja noch gar nicht wieder hinter den Steuerknüppel gesetzt, grins… Was das Kurs-Buchwert-Verhältnis anbelangt: Klar ist das niedrig, aber das heißt ja nicht, dass es nicht noch niedriger werden könnte. Im Moment jedenfalls haben die hierzulande kursbestimmenden Ausländer den Daumen gesenkt… sie setzen darauf, dass die D-Mark zurückkommt und unsere Firmen dann unter der starken Währung ächzen werden… sie können sich natürlich wieder drehen, aber noch ist es nicht so weit.
Lieber Malnichtsopessimistisch zu Blackrock: Die Ausländer sind kusrbestimmend, das sagte ich gerade. Aber zurzeit regiert das schnellere Geld, das auf einen weiteren Kursverfall wettet. Dabei kommt ihnen auch das marode Finanzsystem zugute, das früher oder später vor dem Zusammenbruch steht. Danach … da haben Sie vollkommen recht …. werden Sachwerte wie Daimler oder Siemens mit Sicherheit immer noch einen Wert haben. Bei Nominalwerten kann man dagegen nicht so sicher sein.
Lieber Broker-Nummer1, die Aufwärtstrendlinie, die Sie ansprechen, habe natürlich auch ich im Blick. Sie verläuft im logarithmischen Chart … nur dieser ist bei Langfristcharts eigentlich maßgebend … momentan sogar höher, und zwar bei ca. 4.600. Sie KÖNNTE … muss aber nicht … eine Haltelinie sein. Das bleibt abzuwarten. Mutige steigen dort ein, realisieren dann aber auch alsbald ihre Verluste, sofern sie nicht halten sollte.
Ja, ja mein lieber BIGAZZI, was die Funktionsweise unserer Geldordnung betrifft, brauchen Sie mir nix erzählen. Da kenne ich mich besser aus als viele der von Ihnen genannten sog. Profis. Die haben oft nämlich ein sehr eingeschränktes Gesichtsfeld. Aber in einem haben Sie recht: Der Goldpreis ist nur dann nicht in einer Blase, wenn man davon ausgeht, dass das Geldsystem auf seinen Zusammenbruch zusteuert. Und genau dies tun diejenigen, die tatsächlich den Durchblick haben…
P.S. Malnichtsopessimistisch, ja, die Insiderkäufer bei der Deutschen Bank liegen meiner Ansicht nach definitiv daneben! Ich sage: Hände weg von allen Nominalwerten. In den Bankbilanzen stehen nur Zahlen, die sich in Luft auflösen können. Auch Banken und Versicherungen tragen übrigens zu dem von Ihnen genannten günstigen Kurs-Buchwert-Verhältnis bei! Die sollten Sie also schleunigst mal herausrechnen. Beim Rest werden wir uns dann bestimmt einig.