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Exportaktien gefragtAsiens Börsen uneinheitlich

07.12.2009, 12:58 Uhr
imageGerhard Heinrich, EMFIS

Die asiatischen Börsen entwickelten sich nach den deutlichen Aufschlägen der vergangenen Woche uneinheitlich. Die guten Wirtschaftsdaten aus den USA und der erstarkte Dollar brachten vor allem die Titel der exportorientierten Unternehmen nach oben. Dagegen mussten die Papiere aus dem Rohstoffsektor teils deutliche Abschläge hinnehmen.

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Das war ja ganz ordentlich. (Foto: REUTERS)

In Japan setzte sich die robuste Entwicklung aus der vergangenen Woche weiter fort. Der Nikkei 225 zog um 1,5 Prozent auf 10.168 Punkte an, und landete damit auf einem neuen 6-Wochen-Hoch. Der breitere Topix gewann 1,1 Prozent auf 899 Zähler hinzu. Dazu beigetragen hat insbesondere ein weiterhin schwacher Yen.

Daneben haben offenbar insbesondere die Auslandsinvestoren den japanischen Aktienmarkt nach seiner überzeugenden Performance in der vergangenen Woche wiederentdeckt. Vor allem im Exportsektor wurde teils massiv zugekauft, nachdem der Dollar zuvor abrupt auf über 90 Yen geklettert war. Sony zogen angesichts dessen um 2,8 Prozent an; Canon stiegen um 3,3 Prozent und Advantest um 3,6 Prozent. Hitachi allerdings gaben 2,9 Prozent ab, nachdem der Industrieriese die Pläne für seine geplante Kapitalerhöhung konkretisiert hatte. Etwas moderater waren die Kursgewinne im Autosektor, wo sich Toyota um 0,5 Prozent und Honda um 0,7 Prozent verbessern konnten. Die Aktie von Japan Airlines schnellte um 7,0 Prozent nach oben. Zuvor hatte die Regierung umfangreiche Garantien für die angeschlagene Fluggesellschaft abgegeben. Die Papiere des Konkurrenten All Nippon Airways stiegen um 4,5 Prozent. Schwächer tendierten allerdings die Telekom-Werte, die teilweise als defensiv angesehen werden. Hier gingen KDDI um 2,0 Prozent nach unten, NTT DoCoMo verbilligten sich um 1,2 Prozent.

An der koreanischen Börse war die Stimmung angesichts des positiven internationalen Umfelds weiterhin gut. Der Kospi schob sich um 0,49 Prozent nach oben auf 1633 Zähler. Gesucht waren - wie auch in Japan – vor allem die Titel der Exportunternehmen, die vom zuvor gestiegenen Dollar profitierten. So legten etwa im Autosektor Hyundai Motor 1,0 Prozent und Kia Motors 1,7 Prozent zu. Die Aktie des Reifenherstellers Hankook Tire sprang um 4,8 Prozent nach oben, nachdem dieser für das kommende Jahr Preiserhöhungen angekündigt hatte. Nexen Tire zogen um 9,0 Prozent an. Im Technologiesektor verbesserten sich Hynix Semicondcutor um 1,8 Prozent und Samsung Electronics um 1,2 Prozent; die Aktie von LG Electronics ging um 0,9 Prozent nach oben. Dagegen zeigten sich die Papiere aus dem Rohstoff- und Stahlsektor größtenteils schwächer. Korea Zinc knickten um 5,1 Prozent ein, nachdem zuvor die Zinkpreise sichtlich zurückgegangen waren. Hyundai Steel verbilligten sich um 0,9 Prozent; Posco schlossen unverändert bei 570.000 Won.

In Hongkong gab der Hang Seng Index 0,8 Prozent auf 22.325 Punkte ab. Damit setzte sich nach dem ansehnlichen Anstieg in der vergangenen Woche der Trend zu Gewinnmitnahmen fort. Bereits am Freitag war Hongkongs Leitindex wieder nach unten gegangen, hatte sich aber auf Wochensicht dennoch um mehr als 6 Prozent verbessert. Stark unter Druck standen die Rohstofftitel. Hier brachen Zijin Mining um 5,1 Prozent und Zhaojin Mining um 4,0 Prozent ein, nachdem zuvor die Goldnotierungen deutlich nach unten gegangen waren. Daneben verloren Jiangxi Copper 2,6 Prozent und Aluminum Corp of China 2,1 Prozent. Unter den Energiewerten gaben PetroChina 0,9 Prozent und CNOOC 0,8 Prozent ab; die Aktie des Kohl-Minenbetreibers China Shenhua Energie fiel um 1,0 Prozent. China Gas zogen allerdings gegen den Trend um 6,4 Prozent an. Der Gasnetzbetreiber hatte erklärt, Anteile an seiner Flüssiggas-Tochtergesellschaft an PetroChina verkaufen zu wollen. Gesucht war die Aktie des Elektronik-Produzenten Foxconn, die um 17 Prozent nach oben sprang, nachdem Morgan Stanley ihr Kursziel angehoben hatten. Daneben legten Geely Automobile weitere 6,1 Prozent zu. Der Autobauer hatte erklärt, am Erwerb von Volvo interessiert zu sein, falls die staatseigene Muttergesellschaft mit dem Kauf des schwedischen Autokonzerns erfolgreich sein werde.

In China legte der Shanghai Composite Index 0,5 Prozent auf 3332 Punkte zu, und erreichte damit ein neues 2-Wochen-Hoch. In Taiwan stieg der TAIEX um 1,63 Prozent auf 7775 Zähler, was dem höchsten Schlusstand seit 3 Wochen entsprach. Der indische Sensex fiel um 0,9 Prozent auf 16.950 Stellen. Thailands SET fiel bislang um 0,7 Prozent auf 702 Punkte.