Altana steht aufDax setzt sich
Nach den starken Kursgewinnen in der Vorwoche haben sich die Anleger am deutschen Aktienmarkt am Montag zurückgehalten. "Der Markt muss sich nun erst einmal setzen", kommentierte ein Händler das Geschehen. Die Gewinnerliste führten Altana an. Gewinnmitnahmen drückten dagegen E.on tief ins Minus.
Nach den starken Kursgewinnen in der Vorwoche haben sich die Anleger am deutschen Aktienmarkt am Montag zurückgehalten.
Der Dax gab 0,4 Prozent ab auf 5.681 Punkte. "Der Markt muss sich nun erst einmal setzen", sagte ein Händler. Die Aufwärtsbewegung in der vergangenen Woche, als der Dax knapp vier Prozent zugelegt hatte, sei relativ schnell gegangen. Vor den im Wochenverlauf erwarteten Quartalsergebnissen und den US-Konjunkturdaten seien die Anleger vorsichtig und nähmen einige Gewinne mit.
Die Gewinnerliste führten Altana an. Spekulationen auf einen Verkauf der Pharmasparte an das dänische Pharmaunternehmen Nycomed hievten die Aktien um bis zu vier Prozent auf in die Höhe. Am Ende blieb ein Plus von zwei Prozent bei 44,91 Euro. "Wenn Altana endlich einen Käufer für seine Pharmasparte gefunden hat, ist das gut für die Aktie", sagte ein Händler. Analysten halten eine Übernahme durch Nycomed für wahrscheinlich.
Bayer verloren dagegen 1,4 Prozent, nachdem der übernommene Schering-Konzern ein Röntgenkontrastmittel vom Markt nahm. Der Chemie- und Pharmakonzern sieht durch den Rückruf eines Kontrastmittels von Schering den Unternehmenswert des Berliner Konzerns zwar verringert, hält aber an seinem Barabfindungsangebot für die Schering-Aktionäre von 89 Euro je Aktie fest.
Schering zieht sein Röntgenkontrastmittel Ultravist 370 wegen möglicher Gesundheitsrisiken vom Markt zurück. Zudem teilte Schering mit, in einer klinischen Studie mit dem Mittel Sargramostim gegen Morbus Crohn unzureichende Ergebnisse erzielt zu haben. Schering notierten 0,4 Prozent im Minus.
Gewinnmitnahmen drückten E.on 1,8 Prozent ins Minus. Im Zusammenhang mit der kartellrechtlichen Genehmigung der Übernahme des spanischen Rivalen Endesa waren die Aktien des Dax-Schwergewichts am Donnerstag und Freitag insgesamt um rund sieben Prozent gestiegen.
RWE zogen nach anfänglichen Verlusten 0,2 Prozent ins Plus. Händler verwiesen darauf, dass der Energiekonzern seine Netzentgelte weniger stark als von Analysten erwartet senken muss. "Der schlimmste Fall ist nicht eingetreten, das hilft der Aktie", erklärte ein Händler. "RWE ist noch glimpflich davon gekommen." Die Bundesnetzagentur hatte zuvor mitgeteilt, RWE müsse seine Gebühren für die Stromdurchleitung für andere Versorger um neun Prozent senken. Einige Anleger hätten eine Senkung von zehn Prozent und mehr für möglich gehalten, erklärten Händler.
Nach einer Kaufempfehlung stiegen Continental um 1,8 Prozent und zählten damit im Dax zu den größten Gewinnern.
Die Aktien des Chipherstellers Infineon im Dax und zahlreiche TecDax-Werte folgten den guten Vorgaben der US-Technologiebörse Nasdaq. Infineon gewannen 1,3 Prozent, der TecDax 1,1 Prozent.
Im MDax konnten die Aktien des Staatsfinanzierers Depfa Bank nicht vom Zwischenbericht profitieren. "Das Neugeschäft lag unter den Erwartungen. Das drückt den Kurs", begründete ein Händler den Kursabschlag von 3,2 Prozent.
Eine Kaufempfehlung von Dresdner Kleinwort ließ hingegen die Papiere des Geldautomatenherstellers Wincor Nixdorf um 3,4 Prozent steigen.