Wirtschaft

Zäher Handel in New York: Dow schafft noch das Plus

Konjunkturpessimismus belastet die New Yorker Aktienmärkte am Montag. Zudem macht die chinesische Geldpolitik weiter Sorgen. Der Dow Jones schafft dennoch mit einem Endspurt noch den Sprung in den grünen Bereich.

(Foto: ASSOCIATED PRESS)

Eine späte Kursrally hat dem Dow Jones am Montag noch leicht ins Plus verholfen. Er gewann 0,16 Prozent auf 10642,15 Punkte. Zuvor hatten Sorgen über eine mögliche Straffung der chinesischen Geldpolitik und die damit verbundene Bremswirkung auf eine weltweite Konjunkturerholung den US-Leitindex belastet.

Auch der breit gefasste S&P-500-Index konnte seine Verluste abschütteln und schloss 0,05 Prozent höher bei 1150,51 Punkten. Dagegen schafften es die Technologiewerte nicht mehr in den grünen Bereich. An der Nasdaq sank der Composite-Index um 0,23 Prozent auf 2362,21 Zähler. Der Auswahlindex Nasdaq-100-Index büßte ebenfalls 0,23 Prozent auf 1920,09 Zähler ein.

Aktien von Phillips Van Heusen sprangen nach einer Übernahme um 9,76 Prozent auf 52,40 US-Dollar hoch. Der US-Modekonzern, zu dem Calvin Klein gehört, lässt sich den Kauf von Tommy Hilfiger 2,2 Milliarden Euro kosten. Verkäufer ist der britische Finanzinvestor Apax Partners.

Die Papiere von Amylin Pharmaceuticals konnten um noch deutlichere 15,99 Prozent auf 23,50 Dollar zulegen. Laut Aussage des Pharmaunternehmens haben die US-Gesundheitsbehörden zwar die sofortige Zulassung einer Anwendung für das Diabetesmittel "Byetta" verweigert, aber keine neuen, langwierigen klinischen Studien verlangt.

Die Anhebung der Jahresdividende und der geplante Aktienrückkauf ließen PepsiCo-Titel um 1,61 Prozent auf 66,15 Dollar steigen. Papiere des weltgrößten Einzelhändlers Wal-Mart gewannen nach einer Hochstufung an der Dow-Spitze 2,82 Prozent auf 55,42 Dollar.

Für die Aktien von Google ging es indes um 2,80 Prozent auf 563,18 Dollar bergab. Der Internet-Konzern hat sich im Zensur-Streit mit Peking laut einem Zeitungsbericht zum Rückzug aus China entschieden. Apple-Titel verloren 1,22 Prozent auf 223,84 Dollar. Eine erfolgreiche Krankheitsvertretung für Apple-Chef Steve Jobs wird königlich entlohnt. Der für das operative Geschäft zuständige Manager Tim Cook, der im ersten Halbjahr 2009 für den Konzerngründer einsprang, bekommt einen Bonus von 5 Millionen Dollar und Optionen auf 75.000 Apple-Aktien im heutigen Wert von gut 17 Millionen Dollar.

Aktien von Boston Scientific stürzten um 12,60 Prozent auf 6,80 Dollar ab. Der Medizintechnikkonzern stoppte den Verkauf von Defibrillatoren, nachdem er es in einer Pflichtmitteilung an die US- Gesundheitsbehörde FDA versäumt hatte, über einige Änderungen bei der Herstellung der Geräte zu informieren. Laut Analysten macht das Geschäft mit den Defibrillatoren 15 Prozent des Umsatzes von Boston Scientific aus, weshalb der Lieferstopp ein schwerer Schlag für das Unternehmen sei.

Quelle: n-tv.de

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