Mittwoch, 25. August 2010
Tag der Schnäppchenjäger: Dow gibt Lebenszeichen
Die Furcht vor einem Rückfall in die Rezession hält die US-Börsen zwar auch am Mittwoch im Bann. Dennoch spielen negative Konjunkturdaten nicht so eine entscheidende Rolle. Die niedrigeren Kurse locken nämlich die Schnäppchenjäger an.Schnäppchenjäger haben niedrige Kurse an den US-Börsen genutzt und der Wall Street am Mittwoch zu einem Schluss im Plus verholfen. Die Furcht vor einem Rückfall in die Rezession hatte den Markt im Handelsverlauf weiter im Bann gehalten.
Enttäuschende Daten vom Immobilienmarkt und zum Auftragseingang für langlebige Güter schürten die Sorgen der Anleger, dass der US-Wirtschaft wieder ein Abschwung droht. Dank der Zukäufe legten vor allem Papiere von Unternehmen aus der Gesundheitsbranche zu, die als konjunkturunabhängiger gelten.
Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gewann 0,2 Prozent auf 10.060 Punkte. Im Handelsverlauf pendelte das Marktbarometer zwischen 9937 und 10.097 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500-Index legte 0,3 Prozent auf 1055 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq schloss 0,8 Prozent höher bei 2141 Stellen.
Im Handelsverlauf hatte der S&P-500-Index eine für Händler wichtige Schwelle unterschritten und Zukäufe ausgelöst. "Bei einem Zählerstand von etwa 1040 schauen die Leute genau hin, da ergibt sich ein Sprung", sagte Paul Hickey von Bespoke Investment.
Erneut enttäuschte der Immobilienmarkt die Händler. Die Zahl der verkauften Eigenheime gab im Juli zwölf Prozent nach - im Jahresvergleich gingen die Verkäufe sogar um fast ein Drittel zurück. Der Schätzung zufolge wurden aufs Jahr hochgerechnet 276.000 Neubauten verkauft. Von Reuters befragte Volkswirte hatten mit 330.000 Häusern gerechnet. Banken-Titel gaben wegen der Abhängigkeit mancher Geldhäuser von der Entwicklung am Immobilienmarkt nach. So schlossen etwa Aktien von Suntrust Banks 1,3 Prozent im Minus.
Auch das leichte Plus von 0,3 Prozent beim Auftragseingang für langlebige Güter im Juli wertete der Markt als Rückschlag. Ohne den Bereich Transport und Verkehr war hier sogar der größte Rückgang seit eineinhalb Jahren zu verzeichnen. Trotz der Zugewinne zum Handelsschluss seien die Händler insgesamt weiter sehr vorsichtig, sagte Quincy Krosby von Prudential Financial. "Bis wir ein Paket von entschieden positiven Daten sehen, bleibt der Markt verwundbar."
Im Poker um den Datenspeicher-Spezialisten 3PAR wurden Aktien des Computergiganten Hewlett-Packard 0,4 Prozent im Minus gehandelt. Dem Unternehmen werden derzeit die besten Chancen zugeschrieben. Doch will Konkurrent Dell Kreisen zufolge ein besseres Angebot auf den Tisch legen. Dell-Papiere legten 1,7 Prozent zu.
Die Herunterstufung der Kreditwürdigkeit Irlands durch die Ratingagentur Standard & Poor's belastete in den USA gelistete Aktien von Banken des Landes. Papiere der Allied Irish Bank gaben 4,3 Prozent nach.
Zu den Gewinnern am Markt zählte der Baukonzern Toll Brothers, der im abgelaufenen Quartal wieder einen Gewinn ausweisen konnte und für das nächste Vierteljahr mit einem besseren Ergebnis rechnet. Die Aktie des auf luxuriöse Eigenheime spezialisierten Unternehmens gewann fast sechs Prozent.
rts
Hintergründe zur Nachricht
Kursinformationen
Marktberichte
-
Alarmglocken schrillen
Verluste in Asien auf breiter Front
-
Brent in Richtung 100 Dollar
Ölpreise bleiben auf Talfahrt
-
Von wegen Wonnemonat Mai
Dax-Talfahrt geht weiter
-
"Dinge beginnen, hässlich zu werden"
Spanien-Sorgen belasten Euro
-
Stimmungstöter Europa
Kursverluste an der Wall Street
-
Hiobsbotschaften und "Todeskreuz"
Dax kennt kein Halten
-
Spanien-Angst wächst
Euro stürzt unter 1,24 Dollar
-
Im Sog des schwachen Euro
Rohstoffpreise fallen
-
Schuldenkrise belastet
Asien-Börsen kommen zurück
-
Kurse fallen
Euro-Krise schnappt nach Dax
-
Facebook erneut auf Talfahrt
New York schließt freundlich
-
Spanien-Sorgen drücken
Euro klar unter 1,25 Dollar
