Irland-Delle vergessenEuro arbeitet sich vor
Eine Abstufung Irlands durch die Ratingagentur Moody's belastet den Euro am Montag nur kurz. Schnell nimmt die Gemeinschaftswährung wieder Kurs auf die Marke von 1,30 US-Dollar.
Der Euro zieht am Montagmittag
wieder an. Im Mittagshandel steht die Gemeinschaftswährung bei 1,2967 US-Dollar und
damit nur noch knapp unter der Marke von 1,30 US-Dollar. Möglicherweise gehe der
Euro noch einmal über 1,30 US-Dollar, nachdem er eine Abstufung von Irland gut weggesteckt
habe, meint ein Händler. Am Morgen war der Euro noch mit 1,2907 US-Dollar gehandelt
worden und dann sogar auf 1,2870 US-Dollar zurückgefallen.
Vorübergehend belastet wurde
die Gemeinschaftswährung von der Abstufung Irlands durch Moody's. "Nun nehmen
wir einen zweiten Anlauf auf die Marke von 1,30 US-Dollar", so der Händler.
Sollte der Euro über 1,3050 US-Dollar steigen, wäre der Weg für weitere Gewinne
frei. So genannte sichere Häfen geben dagegen weiter nach. Sowohl der Yen als auch
der Schweizer Franken fallen zurück.
Schwach wird der Forint
gehandelt. Grund ist der Abbruch der Verhandlungen zwischen dem IWF und Ungarn.
Die Verhandlungsführer hatten sich nicht auf Einschnitte in den ungarischen Staatshaushalt
geeinigt. Der Forint wird mit 288 Euro umgesetzt nach etwa 282 Euro / Forint am
Freitag im späten Geschäft.
Trotz der Erholung des Euro
gegen Dollar und Yen bleiben einige Händler und Analysten misstrauisch: "Nach
der eindrucksvollen Rally zur 1,3005 droht uns nun eine deutliche Korrektur",
so die technischen Analysten der LBBW. Der Erholungstrend könnte auslaufen, heißt
es am Markt auch mit Blick auf die Veröffentlichung der Stresstest-Ergebnisse europäischer
Banken am Freitag. Neue Impulse könnten am Nachmittag vom NAHB-Indikator für den
US-Immobilienmarkt ausgehen.