Archiv

Irland-Delle vergessenEuro arbeitet sich vor

19.07.2010, 13:14 Uhr

Eine Abstufung Irlands durch die Ratingagentur Moody's belastet den Euro am Montag nur kurz. Schnell nimmt die Gemeinschaftswährung wieder Kurs auf die Marke von 1,30 US-Dollar.

ungarn
Bauarbeiten in Budapest: Der IWF sorgt für Trubel wegen Sparanstrengungen. (Foto: picture-alliance/ dpa)

Der Euro zieht am Montagmittag

wieder an. Im Mittagshandel steht die Gemeinschaftswährung bei 1,2967 US-Dollar und

damit nur noch knapp unter der Marke von 1,30 US-Dollar. Möglicherweise gehe der

Euro noch einmal über 1,30 US-Dollar, nachdem er eine Abstufung von Irland gut weggesteckt

habe, meint ein Händler. Am Morgen war der Euro noch mit 1,2907 US-Dollar gehandelt

worden und dann sogar auf 1,2870 US-Dollar zurückgefallen.

Vorübergehend belastet wurde

die Gemeinschaftswährung von der Abstufung Irlands durch Moody's. "Nun nehmen

wir einen zweiten Anlauf auf die Marke von 1,30 US-Dollar", so der Händler.

Sollte der Euro über 1,3050 US-Dollar steigen, wäre der Weg für weitere Gewinne

frei. So genannte sichere Häfen geben dagegen weiter nach. Sowohl der Yen als auch

der Schweizer Franken fallen zurück.

Schwach wird der Forint

gehandelt. Grund ist der Abbruch der Verhandlungen zwischen dem IWF und Ungarn.

Die Verhandlungsführer hatten sich nicht auf Einschnitte in den ungarischen Staatshaushalt

geeinigt. Der Forint wird mit 288 Euro umgesetzt nach etwa 282 Euro / Forint am

Freitag im späten Geschäft.

Trotz der Erholung des Euro

gegen Dollar und Yen bleiben einige Händler und Analysten misstrauisch: "Nach

der eindrucksvollen Rally zur 1,3005 droht uns nun eine deutliche Korrektur",

so die technischen Analysten der LBBW. Der Erholungstrend könnte auslaufen, heißt

es am Markt auch mit Blick auf die Veröffentlichung der Stresstest-Ergebnisse europäischer

Banken am Freitag. Neue Impulse könnten am Nachmittag vom NAHB-Indikator für den

US-Immobilienmarkt ausgehen.

Quelle: DJ