Nach US-KonjunkturzahlenEuro beruhigt sich
Der Euro hat sich nach der Veröffentlichung von US-Preisdaten etwas erholt. Zuvor hatte die unerwartete Zinserhöhung der US-Notenbank Fed für Wirbel auf dem Devisenmarkt gesorgt.
Der Euro stieg am Nachmittag auf bis zu 1,3544 Dollar, nachdem er zuvor auf ein Neun-Monatstief von 1,3444 Dollar gerutscht war. Der Index der US-Verbraucherpreise war im Januar mit 0,2 Prozent etwas weniger stark als erwartet gestiegen.
"Die zuletzt anziehenden Inflationserwartungen dürften durch die Zahlen gedämpft werden", kommentierte Helaba-Analyst Ralf Umlauf. "Unmittelbaren Druck auf die US-Notenbank, nach der Diskontsatzerhöhung auch Leitzinserhöhungen folgen zu lassen gibt es nicht."
Die Fed hatte am Donnerstag nach Börsenschluss an der Wall Street den Diskontsatz - den Zins für an Banken vergebene Kredite mit kurzer Laufzeit - auf 0,75 Prozent von 0,5 Prozent erhöht. Das löste prompt Spekulationen auf eine Anhebung des US-Leitzinses aus, der derzeit nahe Null liegt.
Zwar versuchte die Notenbank die Märkte zu beruhigen, indem sie darauf hindeutete, dass keine Anhebung des Schlüsselzinses zu erwarten sei. Diese Aussage perlte an den Finanzmärkten jedoch ab.