Freitag, 20. November 2009
Aktienmärkte als Vorbild: Euro fällt deutlich
Der Euro notiert wieder unter dem Niveau von 1,49 US-Dollar. Damit bleibt der Aktienmarkt, der sich von den Tageshochs deutlich zurück entwickelt hat, der Hauptimpulsgeber im Euro-Dollar-Währungspaar. Im Handel wird in den kommenden Tagen von einem anhaltend bewegungsreichen Geschäft zwischen den Polen 1,48 Dollar und 1,5000/5050 Dollar ausgegangen. Am Berichtstag seien zudem Sonderbewegungen infolge des kleinen Verfalls nicht auszuschließen.
Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,4815 (Donnerstag: 1,4863) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,6750 (0,6728) Euro. Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,89915 (0,89385) britische Pfund, 131,87 (132,05) japanische Yen und 1,5126 (1,5131) Schweizer Franken fest.
Der Markt schwanke generell weiter zwischen neuen Konjunktursorgen, die den Dollar stützten, und der Rückkehr der Risikobereitschaft, die positiv für die Einheitswährung sei, hieß es im Handel. Zu einer nachhaltigen Erholung des Dollar dürfte es erst kommen, wenn eindeutige Signale von der US-Notenbank in Richtung steigender Leitzinsen ausgehen. Die Zinswende selbst wird aber noch geraume Zeit auf sich warten lassen.
Die Entscheidung der Bank of Japan den Leitzins bei 0,1 Prozent zu belassen, hat derweil keine Akzente setzen können. Trotz erster Anzeichen für eine Erholung der Wirtschaft setzt die Notenbank damit ihre extrem expansive Geldpolitik fort, da nach jüngsten Daten ein Wiederaufleben der Deflation droht.
Technische Analysten sehen den Euro in einer großen Konsolidierungs-Formation zum Dollar. Sollte ein Ausbruch über 1,5040 Dollar erfolgen, dürfte sich eine massive Verschiebung der langfristigen Währungsrelation bis in den Bereich um 1,60 Dollar ergeben.
rts
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