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Gipfelergebnis erfreut Anleger Öl und Industriemetalle teurer

27.10.2011, 13:19 Uhr
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Öl und Gas aus Venezuela: Eine Bohr-Expertin erklärt das Vorgehen. (Foto: REUTERS)

Nach dem großen EU-Gipfel mit weitreichenden Beschlüssen zur Eindämmung der Schuldenkrise ziehen die Rohstoffpreise kräftig an: Die Konjunktursorgen flauen ab, der Ausblick auf ein stabiles Europa verspricht eine steigende Nachfrage.

Die Gipfel-Beschlüsse zur Bekämpfung der Euro-Krise haben

die Risikofreude der Anleger am Rohstoffmarkt befeuert. Gefragt waren am Donnerstag

vor allem Kupfer und Öl. Den sicheren Hafen Gold umschifften die Investoren dagegen.

"Der Optimismus ist wieder größer, das könnte bei zyklischen Anlageklassen

zumindest kurzfristig für eine Rallye sorgen", sagte Ong Yi Ling, Analyst bei

Phillip Futures.

Die Euro-Länder hatten sich auf ihrem Sondergipfel in

der Nacht auf ein umfassendes Maßnahmenpaket geeinigt, um die in der Euro-Zone grassierende

Schuldenkrise in den Griff zu bekommen. Für Griechenland schnürten sie ein neues

Rettungspaket, das einen Schuldenerlass der privaten Gläubiger von nominal 50 Prozent

der rund 200 Milliarden Euro ausstehenden Staatsanleihen vorsieht. Beschlossen wurde

zudem, die Feuerkraft des Rettungsschirms EFSF zu erhöhen sowie die Banken zu stärken.

Die Erleichterung über die Beschlüsse machte sich vor

allem am Markt für Industriemetalle bemerkbar. Der Kupferpreis legte in der Spitze

um drei Prozent auf 7910 Dollar je Tonne zu. Auch Nickel, Zink, Blei oder Zinn verteuerten sich deutlich. Die Preise für

das US-Öl WTI und das Nordsee-Öl Brent kletterten um bis zu 2,5

und knapp zwei Prozent auf 92,43 beziehungsweise 110,96 Dollar je Fass.

Experten bezweifelten allerdings, dass die Preise für

Öl und Kupfer nachhaltig nach oben gehen. "Ja, wir haben jetzt endlich einen

Lösungsweg, aber es dürfte noch dauern, bis die beschlossenen Maßnahmen auch umgesetzt

werden", sagte ein Händler. Bis dahin könnte sich schnell wieder Verunsicherung

breit machen, die die Risikofreude der Anleger erneut dämpfen dürfte. "Der

Profiteur sollte dann wieder Gold sein."

Am Donnerstag gab der Preis

für das Edelmetall jedoch erst einmal leicht nach. Gold verbilligte sich um 0,3 Prozent auf 1713 Dollar je Feinunze, nachdem

es im Sog der übrigen Rohstoffe unmittelbar nach der Gipfel-Einigung noch auf ein

Fünf-Wochen-Hoch von 1728,11 Dollar gestiegen war.

Quelle: rts