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Kupfer gefragtÖlpreis erholt sich

06.01.2012, 11:40 Uhr

Leichte Aufwärtsbewegung trotz Pattsituation: Die deutlich gestiegenen US-Rohöllagerbestände sowie die schwelende Euro-Schuldenkrise lasten auf dem Ölpreis. Gleichzeitig steht der Atomstreit zwischen dem Iran und den westlichen Industriestaaten einem Preisrückgang entgegen.

Nach den jüngsten Verlusten

haben sich Anleger am Freitag vereinzelt wieder an den Ölmarkt getraut. Im asiatischen

Handel waren die Ölpreise noch gefallen.

Das Nordsee-Öl Brent verteuerte

sich um 0,5 Prozent auf 113,40 US-Dollar je Fass. WTI kostete mit 102,29

US-Dollar ebenfalls 0,5 Prozent mehr. Am Donnerstag hatten die Preise in der Spitze

um 1,4 beziehungsweise 1,9 Prozent nachgegeben.

Laut den Analysten der Commerzbank

hatten der wieder festere US-Dollar und ein unerwarteter Aufbau der Öllagerbestände

in den USA zu Gewinnmitnahmen geführt. Einem weiteren Preisrückgang stehe aber die

Irankrise entgegen, schrieben die Experten in einem Kommentar. Der Iran steht im

Verdacht, heimlich an Nuklearwaffen zu arbeiten. Die Europäische Union will die

Regierung in Teheran mit einem Ölembargo unter Druck setzen.

Die Mitgliedstaaten hatten

sich am Mittwoch grundsätzlich auf ein Importverbot geeinigt. Der Iran hatte für

den Fall eines Embargos mehrfach mit einer Blockade der für den Öltransport wichtigen

Straße von Hormus gedroht.

Erholung am US-Jobmarkt stützt Kupfer

Die positiven Signale aus

der US-Wirtschaft ließen Anleger bei Kupfer zugreifen. Der Preis für das Industriemetall

kletterte um bis zu 1,2 Prozent auf 7627 US-Dollar je Tonne. Am Vortag hatten vor

allem die jüngsten Job-Daten aus den USA Hoffnung auf eine Wende zum Besseren geweckt:

Im Dezember schufen die

privaten Unternehmen so viele neue Stellen wie seit mindestens zehn Jahren nicht

mehr. Gleichzeitig wurden so wenige neue Anträge auf Arbeitslosenhilfe gestellt

wie zuletzt im Juni 2008. Noch wisse niemand, ob die Erholung der US-Wirtschaft

von Dauer sei, aber grundsätzlich stimme die jüngste Entwicklung erst einmal zuversichtlich,

sagte ein Händler. Am Nachmittag (14.30 Uhr) steht der offizielle US-Arbeitsmarktbericht

an.

Am Goldmarkt tat sich im Vorfeld der US-Daten am Freitag nicht viel: Der Preis für

das Edelmetall notierte mit 1623,19 US-Dollar je Feinunze nahezu unverändert. Trotz

der zuletzt guten Zahlen, bleibe die Frage, ob sich die USA von der Euro-Krise loslösen

könne, sagte Jeremy Friesen, Rohstoffstratege bei der Societe Generale.

Quelle: rts