Freitag, 20. November 2009
Dell drückt die Stimmung: US-Börsen geben nach
Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging mit einem Abschlag von 0,1 Prozent auf 10.318 Punkte ins Wochenende. Im Handelsverlauf pendelte der Leitindex zwischen 10.271 und 10.342 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor 0,3 Prozent auf 1091 Zähler. Der Technologie-Index Nasdaq gab 0,5 Prozent auf 2146 Punkte ab. Im Wochenverlauf legte der Dow 0,5 Prozent zu. Der S&P verlor 0,2 Prozent, die Nasdaq sogar ein Prozent.
Dell hatte einen massiven Gewinneinbruch im Quartal gemeldet. Auch der Umsatz blieb hinter den Erwartungen zurück. Der Aktienkurs brach daraufhin um knapp zehn Prozent ein.
Technologiewerte stehen derzeit an den US-Börsen unter scharfer Beobachtung, da die Branche zuletzt Hoffnungen auf ein baldiges Ende ihrer langjährigen Krise weckte. Der S&P-Branchenindex legte seit seinem Tiefpunkt im März mehr als 70 Prozent zu. Ein skeptischer Analystenkommentar zu den Aussichten von Halbleiterherstellern hatte allerdings schon am Donnerstag die Euphorie gedämpft. "Wir schreiben keine Traueranzeige für diesen Markt, aber er konsolidiert sich und wird vorsichtiger. Es ist klug, etwas Geld und einige Risiken aus der Branche herauszunehmen", sagte Analystin Quincy Krosby von Prudential Financial.
Verluste gab es erneut für General-Electric-Titel, die 1,1 Prozent einbüßten. Kreisen zufolge kamen sich der Mischkonzern und die Mediengruppe Vivendi bei den Verhandlungen über eine Kaufsumme für den 20-prozentigen Anteil von Vivendi an NBC Universal zwar näher. Die Gespräche drohten sich aber hinzuziehen.
Schwer gebeutelt wurde die Aktie des Baukonzerns D.R. Horton mit Verlusten von 15,4 Prozent. Sie zog auch Konkurrenten mit nach unten, nachdem das Unternehmen das Marktumfeld als "immer noch herausfordernd" bezeichnete.
Ebenfalls zu den Verlierern gehörten die Titel von Goldman Sachs, die um 1,6 Prozent nachgaben. Laut einem Medienbericht haben große Anteilseigner die Bank gebeten, mehr Gewinne an Investoren weiterzugeben und nicht in Form von Boni Mitarbeitern zukommen zu lassen.
Die Rio-Tinto-Tochter Cloud Peak Energy verlor bei ihrem Debüt an der New Yorker Börse 1,1 Prozent. Schon der Einstandspreis für Aktien des drittgrößten US-Kohleproduzenten war mit 14,50 Dollar mehr als drei Prozent unter dem IPO-Preis geblieben. Gefragt waren dagegen die Papiere eines weiteren NYSE-Neulings: Die chinesische Billig-Hotelkette 7 Days legte knapp 13,6 Prozent zu.
rts
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