Gewinnmitnahmen belastenWall Street schließt fester
Die US-Börsen verabschieden sich uneinheitlich ins Wochenende. Die Euphorie an der Wall Street über die Beschlüsse des Euro-Gipfels lässt nach.
Überzeugende Unternehmensbilanzen und ermutigende Konjunkturdaten haben die Aktienkurse an Wall Street gestützt. Positiv aufgenommen wurde ferner die Entscheidung von Hewlett-Packard, am PC-Geschäft festzuhalten. Nach der Rally vom Vortag, mit der die Beschlüsse des Brüsseler EU-Gipfels gefeiert wurden, kam es vereinzelt zu Gewinnmitnahmen.
Der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte stieg um 0,2 Prozent auf 12.231 Punkte. Der S&P-500 schloss kaum verändert bei 1285 Zählern. Der Nasdaq-Composite gab um 0,1 Prozent auf 2737 Punkte nach.
Nachdem am Donnerstag das Ergebnis des Brüsseler EU-Gipfels zur europäischen Staatsschulden- und Bankenkrise den Handel dominiert hatte, richtete sich das Interesse nun wieder auf Quartalsbilanzen und Konjunkturdaten aus den USA. Mit Erleichterung wurde aufgenommen, dass sich der für die US-Wirtschaft so wichtige private Konsum offenbar wieder belebt. So fiel der Index der Universität Michigan für die Verbraucherstimmung in den USA besser aus als erwartet. Die Daten zu den persönlichen Ausgaben und Einkommen zeigten wiederum, dass die US-Bürger wieder mehr konsumieren und weniger sparen.
Innerhalb des DJIA profitierten Merck & Co (+2,3 Prozent)) von den guten Quartalszahlen des Pharmaherstellers. Überraschend gute Geschäftszahlen hatte auch Advanced Micro Devices (AMD) vorgelegt, deren Aktien um 7,2 Prozent. Der Quartalsbericht von Goodyear (4,9 Prozent) überzeugte ebenfalls.
Besser als erwartet hatte auch der Lebensversicherer MetLife (+3,2 Prozent) im Quartal abgeschnitten. Whirlpool verbilligten sich um 14,3 Prozent, obwohl der Hersteller von Haushaltsgeräten sein Quartalsergebnis mehr als verdoppelt hatte. Das Unternehmen senkte allerdings seine Jahresziele und kündigte Kostensenkungen an, weil der Umsatz langsamer als erwartet wachse.
Hewlett-Packard (HP) stiegen um 3,5 Prozent und zeigten sich damit unbelastet von der Entscheidung der Ratingagentur Moody's, die Herabstufung der Bonitätsnote des Unternehmens zu prüfen. Am Donnerstag hatte HP nach Börsenschluss in den USA mitgeteilt, dass man nun doch am klassischen PC-Geschäft festhalte.