Archiv

Appell an Schattenwirtschaft500er Scheine sollen ans Licht

06.10.2008, 13:03 Uhr

Zur Abmilderung der Finanzkrise will die spanische Regierung einem Pressebericht zufolge auch an die Schattenwirtschaft appellieren. Besitzer von 500-Euro-Scheinen sollen diese in den legalen Geldkreislauf einbringen und damit die Liquidität erhöhen, berichtete die Zeitung "El Mundo".

Zur Abmilderung der Finanzkrise will die spanische Regierung einem Pressebericht zufolge auch an die Schattenwirtschaft appellieren. Besitzer von 500-Euro-Scheinen sollen diese in den legalen Geldkreislauf einbringen und damit die Liquidität erhöhen, berichtete die Zeitung "El Mundo".

In Spanien gibt es demnach die meisten 500-Euro-Scheine in der Eurozone - nach Angaben der Zentralbank 108 Mio. Stück im Wert von insgesamt 54 Mrd. Euro. Gesehen hat sie aber bislang kaum jemand, deshalb werden die Banknoten in Spanien auch "Bin Laden" genannt. Sie wandern vor allem bei illegalen Geschäften über den Tisch, etwa in der Immobilienbranche.

Laut "El Mundo" unterstützt Regierungschef Jos Luis Rodrguez Zapatero die Idee. Zentralbankchef Miguel Angel Ordez sei aber dagegen, weil er darin eine Steuerbefreiung sehe. Weder die Zentralbank noch das Wirtschaftsministerium wollten den Bericht bestätigen.