Dienstag, 27. März 2007
13,2 Millionen im Jahr: Ackermann bleibt Spitze
Mit einem Gehalt von 13,2 Mio. Euro war Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann im vergangenen Jahr erneut der Spitzenverdiener unter den Vorständen der 30 Dax-Konzerne. Angesichts des kräftigen Gewinnanstiegs bei Deutschlands größtem Geldhaus konnte der 59-Jährige seine Bezüge nochmals um knapp ein Zehntel steigern. Rund 1,2 Mio. Euro von Ackermanns Gehalt sind fix, der Rest hängt im Wesentlichen vom Erfolg der Bank ab.
Auch wenn noch nicht alle Börsenschwergewichte die Managergehälter für das laufende Jahr veröffentlicht haben, dürfte Ackermann besser abgeschnitten haben als jeder seiner Kollegen im Dax. Michael Diekmann von der Allianz kam auf 5,3 Mio. Euro, DaimlerChrysler-Chef Dieter Zetsche auf 5,1 Mio. Nur Porsche-Chef Wendelin Wiedeking könnte Experten zufolge noch mehr verdienen könnte als Ackermann. Der nicht im Leitindex notierte schwäbische Autobauer weist seine Vorstandsgehälter nicht individuell aus, zusammen verdienten die sechs Porsche-Vorstände im Geschäftsjahr 2005/06 mehr als 45 Mio. Euro.
Ackermanns Bezüge waren mehrfach Gegenstand harscher Kritik -nicht zuletzt, weil er 2005 trotz Rekordrenditen den Abbau von mehr als 6000 Stellen durchsetzte. Mit seinem Gehalt liegt der Schweizer im weltweiten Branchenvergleich aber auf den hinteren Plätzen. Goldman-Sachs-Chef Lloyd Blankfein verbuchte für 2006 allein einen Bonus von umgerechnet gut 40 Mio. Euro. Sein Merrill-Lynch-Kollege Stan O'Neal kam auf knapp 36 Mio. Euro.
Insgesamt verdiente der Deutsche-Bank-Vorstand im vergangenen Jahr 32,9 Mio. Euro, 15 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Den Vorsteuergewinn steigerte das Geldhaus deutlich stärker, nämlich um ein Drittel auf 8,1 Mrd. Euro. Die Aktionäre dürfen sich auf eine um 1,50 auf vier Euro aufgestockte Dividende freuen.
Risiko einer Korrektur hat sich erhöht
Ein Einbruch von Dividenden und Gehältern ist für die Bank nicht absehbar. Trotz der jüngsten Turbulenzen an den Aktienmärkten und der Krise am US-Immobilienmarkt gab sie sich im Geschäftsbericht zuversichtlich. "Wir sind optimistisch, dass wir unser ertragreiches Wachstum beibehalten können, sofern die weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen freundlich bleiben", hieß es. Gerade im Investmentbanking sei von einem langfristigen Wachstum auszugehen. Bei Emissionen sowie bei der Beratung von Übernahmen und Fusionen (M&A) blieben die Aussichten positiv. Allerdings berge das seit Jahren positive Kapitalmarktumfeld auch Risiken. "Damit erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass es zu Korrekturen und zu einem volatileren Umfeld kommen könnte", hieß es.
Ihre Prognosen bekräftigte die Deutsche Bank. Sie peilt dauerhaft eine Eigenkapitalrendite von 25 Prozent vor Steuern an. Für 2008 rechnet das Institut mit einem Vorsteuergewinn von 8,4 Mrd. Euro. Wachstum soll sowohl aus eigener Kraft als auch durch "ergänzende Akquisitionen" geschaffen werden. Einen Bericht des "Handelsblatts", wonach sich der Vorstand für den Aufbau eines eigenen Filialnetzes in China entschieden habe, kommentierte das Institut nicht. Am Montag hatte die Deutsche Bank die Zulassung als ausländisches Geldhaus vor Ort beantragt.
Bilderserien zur Nachricht
Meldungen
-
"Haben einen Plan"
Spanien wirbt um Vertrauen
-
Alles Super
Aral ohne Normalbenzin
-
Da ist nichts mit China
Athen dementiert
-
Nach ICE-Pannen
Bahn-Chef verteilt Verantwortung
-
Winterspiele und Fußball-WM
Adidas ist skeptisch
-
Durststrecke wohl beendet
UBS zurück in Gewinnzone
-
Neue Runde im Steuerstreit
Türkischer Medienmogul geht
-
Harter Schlag für Händler
Nordkorea verbietet Devisen
-
Liaison auf der Schiene
Bahn vor Partnerschaft mit SNCF
-
"Es wird eine Welle geben"
CVC rechnet mit IPO-Boom
-
"Agentur für Finanzstabilität"
US-Senator will neues Gremium
-
Gründer in Haft
K1-Fonds wird aufgelöst



