Prozesskostenhilfe für AnlegerBank-Opfer fordern Hilfe
Die Initiative geschädigter Lehman-Anleger fordert die Bundesregierung per Petition dazu auf, einen Prozesskosten- und Beweissicherungsfonds für Geschädigte der Finanzkrise einzurichten.
Die Initiative geschädigter Lehman-Anleger hat am Samstag in Frankfurt eine Petition vorgestellt und an Passanten in der Innenstadt verteilt. Darin wird die Bundesregierung aufgefordert, einen Prozesskosten- und Beweissicherungsfonds für Geschädigte der Finanzkrise, vor allem für Geschädigte des Bankhauses Lehman, einzurichten.
Es sei eine "ruhige Aktion" gewesen, in deren Verlauf rund 50 Helfer die Menschen auf der Straße informierten, berichtete Marek Brükner, Gründer der Frankfurter Arbeitsgruppe der Initiative.
Der Fonds solle dazu beitragen, Beweise für Fehlberatungen im In- und Ausland zu ermitteln und sicherzustellen sowie bei Verfahren gegen Banken alle Geschädigten zu ermitteln und durch eine Hotline zu betreuen.
Mit der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers im September wurden zahlreiche Inhaberschuldverschreibungen des Instituts wertlos. Nach Schätzungen haben über 30.000 Anleger in Deutschland diese Zertifikate gekauft.
Am Freitag hatte ein erster Kläger einen Zivilprozess um Schadensersatz gegen seine Sparkasse verloren. Diese habe keine Beratungsfehler begangen, befand das Landgericht Frankfurt.