Übernahmeangebot verlängertBayer gibt Schering-Eignern Zeit
Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer hat die Annahmefrist für das Schering-Übernahmegebot um zwei Wochen verlängert.
Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer hat seine Übernahmeofferte für Schering um zwei Wochen verlängert.
Die Annahmefrist für die Offerte ende nun am 14. Juni um Mitternacht (MESZ), teilt Bayer mit. Ursprünglich sollte diese am Mittwoch um Mitternacht enden. Die Annahmefrist verlängert sich, da das Unternehmen auf eine Klausel in den ursprünglichen Angebotsunterlagen verzichtet. Diese bezieht sich laut Bayer vor allem auf behördliche Anordnungen, die das Angebot hätten verhindern oder verzögern können. "Die Wahrscheinlichkeit einer solche Anordnung ist inzwischen so gering geworden, dass man auf diese Bedingung verzichtet hat", erläuterte ein Sprecher.
Die übrigen Bedingungen für das 16,5 Mrd. Euro schwere Angebot will Bayer nicht ändern. Damit die Übernahme zustande kommt, müssen bis zum 14. Juni weiterhin mindestens 75 Prozent der Schering-Aktionäre ihre Papiere anbieten. Wird diese Mindestannahmeschwelle erreicht, will Bayer den verbleibenden Schering-Aktionären eine weitere Frist geben, die nun vom 20. Juni bis 4. Juli läuft, um sich so auch die restlichen Anteile zu sichern. Der Kaufpreis bleibt 86 Euro je Aktie. Bis Montagabend waren Bayer 18,49 Prozent der Schering-Aktien angedient worden. Erst am vergangenen Mittwoch hatte die Europäische Kommission grünes Licht für die Übernahme gegeben.
Die Änderung habe keine negativen Auswirkungen auf Bayer, Schering und den Erfolg des Übernahmeangebotes insgesamt, betonte Bayer. "Die Verlängerung der Annahmefrist ermöglicht allen Schering-Aktionären, unser attraktives Angebot noch innerhalb der kommenden zwei Wochen anzunehmen", erklärte Bayer-Vorstandschef Werner Wenning. Mit Schering will Bayer zu den zehn führenden Unternehmen bei Spezial-Pharmazeutika aufrücken. Es wäre die die größte Übernahme in der Firmengeschichte.