Schwelende ÜberresteBear Stearns reißt Löcher
Die einst fünftgrößte US-Investmentbank Bear Stearns beschert dem amerikanischen Steuerzahler auch nach ihrem Notverkauf an JP Morgan noch Verluste in Milliardenhöhe.
Ein von der US-Regierung gestütztes Hypothekenpaket der Bank Bear Stearns hat im dritten Quartal einen Verlust von 2,7 Mrd. Dollar eingefahren, teilte die Notenbank Fed mit. Für rund zwei Milliarden Dollar werden voraussichtlich die US-Steuerzahler geradestehen müssen.
Ende September war das ursprünglich 30-Milliarden-Dollar schwere Depot noch 26,8 Mrd. Dollar wert gewesen. Die Risiken vom Engagement Bear Stearns am zusammengebrochenen Hypothekenmarkt wurden im Juni vornehmlich den Steuerzahlern überlassen, nachdem JPMorgan Chase die kurz vor dem Bankrott stehende Bank im März übernommen hatte.
JP Morgan hatte dem Kauf des Konkurrenten nur unter der Bedingung zugestimmt, dass die Regierung für einige fehlgeschlagene Anlagegeschäfte der Investmentbank geradesteht.