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Preisanstieg auf "breiter Front"Bier wird kräftig teurer

10.09.2007, 16:33 Uhr

Jetzt wird auch noch Bier teurer. Nach Einschätzung des Brauer-Bundes kommen auf die Biertrinker im nächsten Jahr Preiserhebungen "auf breiter Front" von bis zu zehn Prozent zu. Grund sind steigende Kosten für Energie, Glas und Rohstoffe. So habe sich der Hopfenpreis verdoppelt, klagen die Brauer. Im Juni hatten sie vorhergesagt, in den nächsten Jahren könnten die Bierpreise bis zu 40 Prozent zulegen.

Biertrinker in Deutschland müssen sich auf steigende Preise einstellen. Der Deutsche Brauer-Bund (DBB) rechnet mit einem Anstieg "auf breiter Front" zwischen fünf und zehn Prozent. Wegen der steigenden Kosten für Energie, Glas und Rohstoffe kämen die Brauer nicht um diesen Schritt herum, hieß es zur Begründung. So sei beispielsweise Strom in diesem Jahr 23 Prozent teurer geworden. Der Glaspreis sei um 30 Prozent gestiegen und der Hopfenpreis um 50 Prozent.

"Solche Steigerungen können nicht mehr durch Einsparungen in den Brauereien aufgefangen werden", sagte DBB-Hauptgeschäftsführer Peter Hahn. Würden die Erlöse der Brauer noch weiter sinken, wären Betriebe und Arbeitsplätze in Gefahr, zumal neue Lasten zu erwarten seien. Mehrere große Braukonzerne hatten eine Erhöhung der Bierpreise bereits angekündigt. Im Juni hatten die deutschen Brauer vorhergesagt, in den kommenden fünf Jahren könnte Bier um bis zu 40 Prozent teurer werden.

Damit setzt sich die Runde der Preiserhöhungen für Lebensmittel weiter fort. Den Anfang hatten im Sommer hohe Aufschläge bei Milchprodukten gemacht. Seither wurde auch Brot teurer, Discounter hatten die Preise von weiten Teilen des Sortiments angehoben.

Ob Biertrinker die angekündigten Preiserhöhungen bei jeder Marke zu spüren bekommen, sei noch nicht sicher, sagte ein Verbandssprecher. Immerhin gebe es rund 5000 Sorten. Die Erhöhung um durchschnittlich fünf bis zehn Prozent sei lediglich eine Schätzung. "Aber es wird in einigen Bereichen schon zu spüren sein", sagte der Sprecher.