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Freitag, 10. April 2009

Bad Banks nehmen Form an: Bund gibt Sicherheiten

Bundesfinanzminister Peer Steinbrück will die angeschlagenen Banken nach einem Bericht des "Spiegel" mit Milliarden an Steuergeldern weiter stabilisieren. Der Rettungsfonds SoFFin werde mit 200 Mrd. Euro für faule Wertpapiere der Banken bürgen, berichtete das Magazin. Dem Plan zufolge solle jede Bank ihre wertgeminderten Anlagen in eine eigene, sogenannte Bad Bank ausgliedern. Die verbleibenden Bank-Teile würden so gesunden und könnten sich wieder der Kreditvergabe widmen.

Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters aus regierungsnahen Kreisen arbeitet die Regierung mit Hochdruck an einem dezentralen Bad-Bank-System. Am 21. April solle dies bei einem Spitzentreffen von Regierung, Bundesbank und SoFFin diskutiert werden.

Ein Sprecher des Finanzministeriums wollte sich zu den Angaben nicht äußern. Ein Konzept zu den Banken werde nach Ostern vorgestellt, sagte er lediglich.

Dem Bericht des "Spiegel" zufolge sollen die ausgegliederten, faulen Wertpapiere durch die Bürgschaften abgesichert werden. Die Anlagen könnten zudem zum Buchwert und nicht zum aktuellen, niedrigen Marktwert bewertet werden. Damit entgingen die Banken Abschreibungen auf die Papiere. Die Bürgschaften des SoFFin werden danach erst am Ende der Laufzeit der Papiere fällig, wenn diese dann nicht den Buchwert einbringen.

Experten des Finanzministeriums rechneten damit, dass allenfalls drei oder vier private Banken auf diese Lösung zurückgreifen würden. Steinbrück habe das Konzept Kanzlerin Angela Merkel schon vorgelegt.

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