Schließung von CallcenternDemo gegen Telekom
Gegen die angekündigte Schließung von zahlreichen Callcentern der Telekom ist es zu großflächigen Protesten durch Verdi gekommen. In Bochum haben rund 2000 Angestellte des Konzerns gegen die Schließung protestiert. Verdi-Chef Bsirske warf der Telekom vor Arbeitsplätze abbauen zu wollen. Die Telekom sieht hingegen keine Alternative.
Mehrere tausend Beschäftigte der Deutschen Telekom haben am Donnerstag gegen die geplante Schließung von Callcentern demonstriert. Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi protestierten in Bochum rund 2000 Beschäftigte gegen das mögliche Aus für neun der 14 Callcenter in Nordrhein-Westfalen. In Leipzig versammelten sich 1200 Beschäftigte. Nach Einschätzung der Gewerkschaft Verdi könnten in Halle, Gera und Dresden die Arbeitsplätze von rund 670 Beschäftigten betroffen sein. Der Verdi-Bundesvorsitzende Frank Bsirske sagte, das Management der Telekom spekuliere darauf, Arbeitsplätze abzubauen. Ein Unternehmens-Sprecher wies darauf hin, dass die Mitarbeiter Angebote in anderen Callcentern bekämen.
In Bochum seien den 2000 Beschäftigten noch einmal die Schließungspläne erläutert worden, sagte Verdi-Landessprecher Günter Isemeyer. Zu der Schließung der Standorte gebe es keine Alternativen, habe die Geschäftsleitung erklärt. Betroffen sind in Nordrhein- Westfalen 2300 der 5000 Arbeitsplätze. Nach Angaben der Gewerkschaft könnten Mitarbeiter an die verbleibenden Standorte wechseln.