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Wackelt der Zeitplan?Dresdner Bank sucht Hilfe

05.01.2009, 21:17 Uhr

Die Lage bei der Dresdner Bank ist möglicherweise heikler als bislang bekannt. Einem Zeitungsbericht zufolge verhandeln Commerzbank und Allianz mit dem Rettungsfonds über staatliche Unterstützung.

Die vor der Übernahme durch die Commerzbank stehende Dresdner Bank erwägt einem Zeitungsbericht zufolge, den staatlichen Rettungsfonds anzuzapfen. Die bisherige Dresdner-Mutter Allianz und die Commerzbank verhandelten mit dem Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) über staatliche Hilfen, berichtet das "Handelsblatt" vorab unter Berufung auf Finanzkreise.

Dazu habe am Montag ein Gespräch stattgefunden. Die Verhandlungen sollten in der kommenden Woche abgeschlossen sein. Dabei gehe es unter anderem um die Absicherung von Wertpapieren der von der Finanzkrise stark gebeutelten Dresdner Bank. Durch die Verhandlungen könnte sich unter Umständen auch der Fahrplan für den Verkauf der Dresdner Bank verschieben: Solange die Verhandlungen nicht abgeschlossen sind, ist dem Bericht zufolge nicht mit dem offiziellen Abschluss des Dresdner-Verkaufs an die Commerzbank zu rechnen.

Ein Commerzbank-Sprecher sagte, die Übernahme der Dresdner Bank werde weiter wie geplant im Januar abgeschlossen. Zu dem Bericht über Vorgespräche mit der Soffin wollte er sich ebenso wenige äußern wie ein Allianz-Sprecher. Beim SoFFin war zunächst niemand für eine Stellungnahme erreichbar.

Parallel versucht die Commerzbank dem Bericht zufolge auch bei der Allianz Garantien für Wertpapiere der Dresdner Bank zu erhalten. Dies könnte auch Teil einer Gesamtlösung sein in Anbetracht der Sorge, dass Staatshilfen die Wettbewerbsbehörde der EU auf den Plan rufen könnten.

Die Commerzbank hatte sich mit der Allianz auf einen schnelleren Abschluss der Transaktion geeinigt. Hintergrund war die angespannte Lage an den Finanzmärkten. Zugleich bekommt die Allianz dadurch auch einen geringeren Anteil an der Commerzbank als zunächst vorgesehen. Außerdem muss die Commerzbank mit fünf Milliarden Euro deutlich weniger für die Dresdner Bank zahlen.