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Samstag, 11. November 2006

Einstieg bei EADS: Dubai ist interessiert

Die staatliche Investorengruppe Dubai International Capital will nach eigenen Aussagen mit dem kriselnden Airbus-Mutterkonzern EADS über einen möglichen Einstieg eines arabischen Fonds sprechen.

DIC-Chef Sameer Al-Ansari sagte, er werde mit EADS-Finanzvorstand Hans Peter Ring sowie mit den Finanzchefs von bis zu sieben deutschen Firmen zusammenkommen. Darunter seien Siemens, Lufthansa und MAN. Hintergrund ist der Plan von Investoren aus Dubai und anderen arabischen Emiraten, einen Fonds im Wert von bis zu 15 Mrd. Dollar aufzubauen.

Dieser Fonds soll Anteile an den weltweit größten Firmen übernehmen. Mit Blick auf den europäischen Luft- und Raumfahrtkonzern EADS und die genannten deutschen Unternehmen sagte Al-Ansari weiter, all diese Firmen seien eingeladen worden, um sie besser kennen zu lernen. "Und wenn wir immer noch der Meinung sind, dass es eine gute Gelegenheit zur Investition in irgendwelche dieser Unternehmen gibt, dann werden wir sie um weitere Diskussionen bitten und eine Unternehmensprüfung (Due Dilligence) durchführen." Die weiteren Gespräche könnten Monate dauern.

Im Vorfeld der ersten deutsch-arabischen Investorenkonferenz am Wochenende in Dubai hatte Al-Ansari gesagt, Gespräche über mögliche Beteiligungen seien mit Siemens, Lufthansa und MAN, aber auch mit dem Chemieriesen BASF und führenden Vertretern weiterer Unternehmen geplant. Teilnehmer der Tagung sind laut DIC außerdem DaimlerChrysler, E.ON, SAP und RWE. Die Unternehmen präsentieren sich vor arabischen Investoren.

Verkauf von Daimler-Aktien

Die DIC teilte weiter mit, über einen Verkauf einiger ihrer Anteile an dem Autohersteller DaimlerChrysler nachzudenken. Jetzt, da der Preis für die Aktien bei 45 bis 50 Euro liege, sei eine Möglichkeit für einen Teilausstieg aus der Beteiligung gegeben, sagte Al-Ansari vor Reportern in Abu Dhabi. Die Gruppe hält an dem Konzern seit Anfang 2005 zwei Prozent. Dafür hatte sie damals eine Milliarde Dollar gezahlt.

Schon am Donnerstag hatte Ansari betont, die DIC könne ihre Beteiligung an DaimlerChrysler unter bestimmten Umständen Gewinn bringend reduzieren. Ein Verkauf sei eine Frage des geeigneten Zeitpunkts und des richtigen Preises.

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