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Arbeitszeiten-Streit beigelegtEinigung bei Daimler

04.10.2008, 11:59 Uhr

Der Konflikt um Arbeitszeiten beim Daimler-Konzern ist beigelegt. Das Unternehmen einigte sich mit der Gewerkschaft auf flexiblere Regelungen und den Bau des neuen Doppelkupplungsgetriebes im Werk Stuttgart-Untertürkheim. Beide Seiten zeigten sich zufrieden mit der Einigung.

Der Streit über die künftigen Arbeitszeiten im Daimler-Stammwerk Stuttgart-Untertürkheim ist beigelegt. Man habe sich auf flexiblere Arbeitszeiten und den Bau des neuen Doppelkupplungsgetriebes geeinigt, sagte eine Daimler-Sprecherin. Grundlage für die Vereinbarung sei eine Erweiterung der Gesamtflexibilität der Arbeitszeiten am Standort Untertürkheim. Um auf Bedarfsschwankungen reagieren zu können, seien in der Produktion künftig pro Mitarbeiter bis zu drei und pro Jahr insgesamt bis zu neun Zusatz- und Absageschichten möglich.

In An- und Auslaufphasen stünden ebenfalls flexible Arbeitszeitmodelle zur Verfügung, um die in solchen Zeiträumen erhöhten Flexibilitätsanforderungen in der Produktion sicherzustellen. Werkleiter Volker Stauch sagte nach der Einigung: "Die weitere Flexibilisierung der Arbeitszeit ist ein entscheidendes Kriterium, um auf Bedarfsschwankungen reagieren und damit im globalen Wettbewerb bestehen zu können." Nach Angaben des Betriebsratsvorsitzenden Helmut Lense vereinbare die Lösung die Interessen beider Seiten, da sie ausreichende Ankündigungsfristen enthalte und Arbeitsplätze sichere.

Die Daimler-Sprecherin wollte sich nicht über die Zahl möglicher Arbeitsplätze, die gesichert werden, äußern. Der Betriebsrat hatte zuvor von rund 300 Arbeitsplätzen gesprochen. Vor einigen Tagen hatten rund 4000 Daimler-Beschäftigte für die Vergabe der Produktion nach Untertürkheim demonstriert. Im Werk Untertürkheim arbeiten rund 20.000 Beschäftigte.