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Optimistische Solar-BrancheErsol und Solon legen zu

26.02.2008, 14:10 Uhr

Mit Ersol und Solon haben zwei im TecDax gelistete Solarunternehmen ihre Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr vorgestellt. Der Solarzellen-Hersteller Ersol blickt dabei ebenso zuversichtlich ins laufende Jahr wie der Anlagenbauer Solon.

Die Solarunternehmen Ersol und Solon sind nach Gewinnzuwächsen im vergangenen Jahr für die weitere Entwicklung zuversichtlich. Die beiden im TecDAX notierten Gesellschaften kündigten für das laufende und das kommende Jahr Wachstumsraten im zweistelligen Prozentbereich an. "Jetzt kann ersol die Früchte bisheriger Arbeit ernten", sagte der Chef des Solarzellen-Herstellers, Claus Beneking, in Erfurt.

Beneking bekräftigte die Prognose für 2008. Der Umsatz soll auf 300 bis 320 Mio. Euro steigen, der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) auf 70 bis 80 Mio. Euro. Für das kommende Jahr stellte der Vorstandschef einen Umsatz zwischen 420 bis 440 Mio. in Aussicht. Beim operativen Gewinn peilt das Unternehmen die Marke von 100 Mio. Euro an. Dabei soll auch ein Vertrag mit dem Modul-Produzenten Solon beitragen. Die Produktion sei bereits jetzt bis 2012 zu rund 60 bis 70 Prozent ausgebucht, sagte Beneking.

Wie viele Wettbewerber in der Solarbranche verfolgt auch Ersol ambitionierte Ausbaupläne. So soll die Kapazität bis zum Jahr 2012 auf 550 Megawattpeak (MWp) verdoppelt werden. Dazu sind Investitionen in Höhe von einer halben Milliarden Euro vorgesehen.

Vom Solarboom profitierte auch die Berliner Solon AG, deren Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) im vergangenen Jahr um 41 Prozent auf 35 Mio. Euro kletterte. Der Zuwachs geht vor allem auf den Ausbau des Auslandsgeschäfts zurück. So verfügt Solon mittlerweile über Produktionsstandorte in Deutschland, Österreich, Italien und den USA. Im Jahresverlauf soll die Kapazität der Modul-Fertigung von 210 auf insgesamt 500 MWp mehr als verdoppelt werden.

Der Umsatz wuchs im vergangenen Jahr um 45 Prozent auf 503 Mio. Euro und der bereinigte Überschuss von 14,4 Mio. auf 21 Mio. Euro. Mit den Einmaleffekten belief sich der Überschuss auf 37 Mio. Euro. Diese resultieren aus der Veräußerung und Neubewertung von Beteiligungen sowie der Rückzahlung der Wandelanleihe, hieß es.

Für das laufende Geschäftsjahr stellte das Berliner Unternehmen einen Umsatz zwischen 850 und 900 Mio. Euro bei einer entsprechenden Steigerung des Konzerngewinns in Aussicht. Im kommenden Jahr sollen Umsatz und Ergebnis um rund 50 Prozent zulegen.

An der Börse stießen die Jahresberichte auf eine gemischtes Resonanz. So legte die Aktie von Ersol bis zum Mittag um ein Prozent zu, während der Titel der Solon AG um mehr als vier Prozent nachgab.