Nach der PleiteFBI bei IndyMac
Die US-Bundespolizei FBI hat nach dem Zusammenbruch der US-Bausparbank IndyMac Ermittlungen aufgenommen. Der Behörde zufolge prüfen die Fahnder, ob die Bank bei der Kreditvergabe an Kunden mit zweifelhafter Bonität betrügerisch vorgegangen ist. Die Untersuchung richte sich nicht gegen einzelne Personen, heißt es aus Ermittlerkreisen.
Nach der staatlichen Übernahme der gescheiterten US-Hypothekenbank Indymac ermittelt das FBI offenbar gegen das Unternehmen. Die Ermittler gingen dem Verdacht nach, dass es bei der Vergabe von Darlehen zu Betrug gekommen sein könnte, sagte ein FBI-Mitarbeiter der Nachrichtenagentur Reuters.
Wann genau die Ermittlungen gegen die Hypothekenbank aufgenommen wurden, blieb zunächst unklar. Ein Sprecher des FBI erklärte lediglich, dass die Gesamtzahl der im Rahmen des Kreditkrise unter Verdacht stehenden Firmen von 19 auf 21 gestiegen sei. Konkrete Namen nannte er aber nicht.
Mit der Pleite von Indymac hatte die Kreditkrise in den USA am Wochenende einen neuen Tiefpunkt erreicht. Der größte unabhängige börsennotierte US-Baufinanzierer wurde vom Staat übernommen, nachdem das Geldhaus in massive Kapitalnöte geraten war.
Es ist die drittgrößte Bankenpleite in der US-Geschichte überhaupt und bereits der fünfte Zusammenbruch eines Geldhauses in diesem Jahr. Indymac steht nun unter der Kontrolle des staatlichen Einlagensicherungsfonds der US-Banken (FDIC), der nach einem Käufer für das Institut Ausschau hält.