Markteingriff in LondonFSA verschärft die Regeln
Angesichts der Turbulenzen auf den internationalen Märkten schränkt die britische Finanzaufsicht (FSA) Spekulationen auf fallende Kurse im Optionsgeschäft ("short positions") ein.
Angesichts der Turbulenzen auf den internationalen Märkten schränkt die britische Finanzaufsicht (FSA) Spekulationen auf fallende Kurse im Optionsgeschäft ("short positions") ein. "Wir betrachten Optionsgeschäfte weiterhin als legitime Investitionstechnik unter normalen Marktbedingungen", erklärte FSA-Chef Hector Sands in London.
Doch die gegenwärtige "extreme Lage" führe zu chaotischen Zuständen auf den Märkten. Daher sei die Entscheidung zum Verbot der Optionsgeschäfte getroffen worden, "um uns gegen weitere Instabilität auf dem Finanzsektor zu verwahren".
Bei Optionsgeschäften erwirbt der Käufer das Recht, eine bestimmte Anzahl von Aktien zu einem bestimmten Preis innerhalb einer gesetzten Frist zu kaufen oder zu verkaufen. Da Anleger mit solchen Geschäften auf Kursbewegungen setzen, besteht die Versuchung, diese durch massive An- oder Verkäufe selbst hervorzurufen.
Baisse-Spekulation, das sogenannte "short selling", kann für erhebliche Unruhe an der Börse sorgen und Unternehmen in Schwierigkeiten bringen. Finanzminister Alistair Darling begrüßte die Entscheidung der britischen Finanzaufsicht: "Ich glaube, dass das bei den gegenwärtigen Marktbedingungen richtig und im Interesse der finanziellen Stabilität ist."
Die britische Finanzaufsicht folgt damit ähnlichen Maßnahmen der amerikanischen Aufsichtbehörde SEC vom Vortag.