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Regierungen pumpen GeldFinanzspritze für Dexia

30.09.2008, 09:27 Uhr

Der angeschlagene belgisch-französische Finanzkonzern erhält eine Finanzspritze in Höhe von 6,4 Mrd. Euro. Das Geld kommt von Belgien, Frankreich, Luxemburg und den Aktionären. Dexia ist als größter weltweiter Finanzierer von Immobilienkrediten für Kommunen Hauptrivale der Depfa, die mit Fehlspekulationen am US-Hypothekenmarkt ihren Mutterkonzern Hypo Real Estate an den Rand des Abgrunds brachte.

Die belgische Regierung und die drei Regionen des Landes haben sich auf eine gemeinsame Kapitalaufstockung für die in Turbulenzen geratene Dexia-Bank verständigt.

Bei einem Treffen der Zentralregierung sowie der Regierungen der drei Regionen Wallonie, Flandern und Brüssel sei am Nachmittag eine Grundsatzeinigung erzielt worden, gemeinsam das Eigenkapital der Dexia-Bank aufzustocken, erklärte der belgische Ministerpräsident Yves Leterme am Montagabend in Brüssel. Nähere Angaben zu der Finanzhilfe wurden nicht gemacht. Bei einem weiteren Treffen noch am Montagabend sollten Detailfragen zu dem Hilfspaket geklärt werden.

Die belgische Wirtschaftszeitung "L'Echo" berichtete auf ihrer Website, die Finanzhilfen könnten einen Umfang von sieben Mrd. Euro erreichen. Belgien, die Niederlande und Luxemburg hatten erst am Sonntag das in Bedrängnis geratene Finanzhaus Fortis teilweise verstaatlichen müssen. Auch die französische Regierung hatte sich bereit erklärt, die in Turbulenzen geratene Dexia-Bank notfalls zu unterstützen.