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Keine Tarifeinheit bei der BahnGDBA greift GDL an

05.03.2008, 10:15 Uhr

Der Bundesvorsitzende Hommel hat der GDL vorgeworfen, sich aus der Verantwortung zu ziehen. Vielen Lokführern sei der Inhalt des ausgehandelten Tarifvertrags noch gar nicht bekannt. Der GDL-Vize Weselsky erklärte, die GDL sei entgegen den Vorwürfen bereit, mit den anderen Gewerkschaften Tarifpolitik zu machen. Die Bahn hätte überraschend Zusatzforderungen gestellt.

Die Bahngewerkschaft GDBA zeigt sich von der neuen Eskalation im Bahn-Tarifstreit nicht überrascht. Der GDBA-Bundesvorsitzende Klaus-Dieter Hommel sagte am Mittwoch im Deutschlandfunk, er habe nicht mit einer Einigung gerechnet. Die Lokführergewerkschaft GDL sei nicht zu einer Tarifeinheit bereit.

Sie versuche sich aus der Verantwortung zu ziehen und nun den Bahnvorstand unter Druck zu setzen. Vielen Lokomotivführern sei der Inhalt des ausgehandelten Tarifvertrags noch gar nicht bekannt, kritisierte Hommel. Dabei gehe es unter anderem um den Wegfall des Urlaubsgeldes und des halben Weihnachtsgeldes.

Der stellvertretende GDL-Vorsitzende Claus Weselsky erklärte im Deutschlandradio Kultur, die Lokführergewerkschaft sei entgegen den Vorwürfen bereit, "gemeinsam mit den anderen Gewerkschaften abgestimmte Tarifpolitik zu machen". Die Bahn hätte überraschend Zusatzforderungen gestellt. Das sei der Grund für die Streikwarnung.

Millionen. Reisende müssen sich von Montag an auf unbefristete Streiks gefasst machen. Die Lokführergewerkschaft GDL kündigte einen erneuten Arbeitskampf an, um die Unterschrift des Konzerns unter den ausgehandelten Tarifvertrag mit elf Prozent Einkommensplus zu erzwingen.