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500 Mio. von CommerzbankGenerali will Kompensation

15.10.2008, 09:51 Uhr

Die Fusion zwischen der Dresdner Bank und der Commerzbank bringt den Vertrieb der Generali durcheinander. Diese hatte bisher über die Commerzbank ihre Produkte vertreiben lassen. Künftig sollen allerdings nur noch Allianz-Produkte angepriesen werden. Dafür will der Versicherungskonzern eine Entschädigung.

Der Versicherungskonzern Generali will nach der beschlossenen Fusion von Dresdner und Commerzbank einen Ausgleich für künftig wegfallende Prämieneinnahmen. "Wir möchten einen Ausgleich, der 500 Millionen Euro in Prämien entspricht", zitierte das "Handelsblatt" Konzernpräsident Antoine Bernheim. Generali verliert die Commerzbank als wichtigen Vertriebspartner, da die Bank in Zukunft nur die Produkte der bisherigen Dresdner-Mutter Allianz vertreiben wird.

"Wir müssen über die Formen des Ausgleichs verhandeln", sagte Bernheim. Die Zahl entspricht den Prämien eines Jahres, die Generali bisher in Deutschland der Zusammenarbeit mit der Commerzbank zu verdanken hat. Eine Generali-Sprecherin sagte der Zeitung, dass es sich nicht um einen Schadenersatz handele, sondern um eine "geeignete Kompensation, über die seit einiger Zeit verhandelt wird". Bisher hatte Generali jedoch noch keine Höhe hierfür genannt.

Italienische Medien hatten berichtet, Bernheim habe als möglichen Ausgleich die Übernahme eines kleinen Finanzdienstleisters in der Schweiz und einiger Geschäftsbereiche auf Martinique und Guadeloupe genannt. Die Commerzbank erklärte lediglich, der Vertrag über die Zusammenarbeit mit Generali laufe bis 2010.