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Freitag, 19. Oktober 2007

Poker um "Süddeutsche Zeitung": Holtzbrinck bietet mit

Im Verkaufspoker um den Verlag der "Süddeutschen Zeitung" hat der "Handelsblatt"-Verleger Georg von Holtzbrinck ein Gebot abgegeben. "Wir haben eine Kaufofferte eingereicht", sagte Holtzbrinck-Geschäftsführer Jochen Gutbrod der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Holtzbrinck biete ohne einen Partner für das Münchner Unternehmen, dessen Wert dem Bericht zufolge auf rund 1,2 Mrd. Euro geschätzt werde. "Die Finanzierung ist nicht der kritische Punkt", sagte Gutbrod.

Holtzbrinck verlegt neben dem "Handelsblatt" und dem Magazin "Wirtschaftswoche" auch den Berliner "Tagesspiegel" und die Wochenzeitung "Die Zeit".Um die "Süddeutsche Zeitung", Deutschlands auflagenstärkste seriöse Tageszeitung, hatte sich der Verlag schon früher bemüht. Der "FAZ" zufolge hat auch die Essener WAZ-Gruppe ("Westdeutsche Allgemeine Zeitung") ein Gebot abgegeben. Interesse haben zudem der Verlag DuMont Schauberg und der britische Medienkonzern Mecom bekundet.

Unter den Eignern des Süddeutschen Verlags gibt es Streit über das Verkaufsverfahren. Die Südwestdeutsche Medienholding ("Stuttgarter Zeitung, "Stuttgarter Nachrichten"), die 18,75 Prozent hält, pocht auf ein Vorkaufsrecht.

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