Notverkauf von Bear StearnsJP Morgan kommt voran
Die US-Investmentbank JP Morgan Chase kommt bei der Übernahme des angeschlagenen Konkurrenten voran. Mittlerweile kontrolliert JP Morgan bereits fast 40 Prozent der Aktien, heißt es bei Bear Stearns.
Die US-Investmentbank JP Morgan Chase hat den ersten Schritt zur Übernahme des Konkurrenten Bear Stearns erfolgreich abgeschlossen. Die Investmentbank kontrolliere mittlerweile einen Anteil von 39,5 Prozent, teilte Bear Stearns mit. Der Kauf sei über einen Aktientausch realisiert worden. Als neuer Großaktionär sind die Chancen von JP Morgan gestiegen, die Zustimmung der Anteilseigner für die 1,7 Mrd. US-Dollar schwere Übernahme zu erhalten.
Die Traditionsbank Bear Stearns hatte sich mit Ramschhypotheken verspekuliert und war daraufhin im Zuge der internationalen Kreditkrise ins Wanken geraten, als Gerüchte über Geldprobleme des Instituts aufkamen.
Für den Notverkauf an JP Morgan sicherte die US-Notenbank Fed ihre Unterstützung zu. Die Übernahme wird indes von zwei Pensions-Fonds aus Michigan angefochten, die zu deren Stopp eine einstweilige Verfügung durchsetzen wollen. Nach Angaben des zuständigen Gerichts ist dazu bislang noch keine Entscheidung gefallen.