Folge der Subprime-KriseJobabbau bei US-Banken
In der US-Handelsbankenbranche droht nach Einschätzung des Finanzforschungsunternehmens Celent LLC in den kommenden zwölf bis 18 Monaten ein drastischer Personalabbau. Etwa 200.000 der bislang zwei Mio. Arbeitsplätze könnten dabei verloren gehen, teilte das Unternehmen mit.
In der US-Handelsbankenbranche droht nach Einschätzung des Finanzforschungsunternehmens Celent LLC in den kommenden zwölf bis 18 Monaten ein drastischer Personalabbau. Etwa 200.000 der bislang zwei Mio. Arbeitsplätze könnten dabei verloren gehen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit.
2007 hatte der Finanzdienstleistungssektor, zu dem überwiegend Handelsbanken gehören, insgesamt 153.000 Stellenstreichungen bekanntgegeben, wie die Stellenvermittlungsberatung Challenger, Gray & Christmas erklärte. Mehr als die Hälfte davon entfiel auf Unternehmen im Hypothekengeschäft. Celent erklärte, weitere Kündigungen seien unausweichlich, da die Subprime-Krise allmählich auch andere Teile der Bankenbranche treffe.
Wann ist der Gipfel erreicht?
EU-Finanzkommissar Joaqun Almunia sieht den Höhepunkt der weltweiten Finanzkrise noch nicht erreicht. "Wir haben noch immer keinen Überblick über das gesamte Ausmaß der Verluste und es fehlt immer noch an Vertrauen in die Banken", sagte der EU-Kommissar für Wirtschaft und Finanzen der "Frankfurter Rundschau".
Klagen über den starken Euro weist Almunia zurück: Er helfe vielmehr, die gestiegenen Preise von Importgütern zu dämpfen. Der Kommissar räumt ein, dass einzelne exportorientierte Unternehmen durch den hohen Kurs der Gemeinschaftswährung große Probleme haben. "Aber die Mehrzahl der Branchen hat diese Schwierigkeiten nicht", sagte Almunia der Zeitung.