Warten auf die Abwrack-RallyKeine Wende am Automarkt
Die Absatzkrise auf dem deutschen Automarkt hat sich zum Jahresbeginn wieder verschärft. Mit 189.400 Autos wurden 14 Prozent weniger Wagen neu zugelassen als ein Jahr zuvor. Damit ging der Pkw-Absatz den sechsten Monat in Folge spürbar zurück. Dem Autoimporteursverband VDIK zufolge hat Branche allerdings Grund zur Hoffnung. Die Zulassungszahlen hätten Ende Januar bereits zugenommen.
Die Autoverkäufe in Deutschland sind zum Jahresbeginn trotz Einführung der Abwrackprämie erneut deutlich eingebrochen. Insgesamt seien im Januar rund 189.400 Autos verkauft worden und damit 14 Prozent weniger als im Vorjahresmonat, wie der Autoimporteursverband VDIK am Dienstag in Bad Homburg mitteilte. Arbeitstagbereinigt habe der Rückgang acht Prozent betragen. Damit ging der Pkw-Absatz in Deutschland den sechsten Monat in Folge spürbar zurück.
"Dass der Januar im Pkw-Markt nicht die Wende bringen würde, war vorauszusehen", erklärte VDIK-Präsident Volker Lange. Allerdings habe die Branche allen Grund zur Hoffnung, weil die Zulassungszahlen Ende Januar nach dem Beschluss des Bundeskabinetts zur Umweltprämie bereits zugenommen hätten. Auch die Auftragseingänge seien deutlich höher als im Vorjahr.
Das Bundeskabinett hatte die Abwrackprämie am 14. Januar beschlossen und am 27. Januar gebilligt. Den Bonus von 2500 Euro erhalten alle Autokäufer, die ab dem 14. Januar ein neues Auto oder einen Jahreswagen gekauft oder einen Leasing-Vertrag über einen Neuwagen abgeschlossen haben. Im Gegenzug müssen sie ihr mindestens neun Jahre altes Auto verschrotten. Die Prämie kann seit dem 27. Januar bis Ende des Jahres beantragt werden. Beim zuständigen Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gingen bislang rund 2000 Anträge ein.