Mittwoch, 20. Februar 2008
Gewinnziel gerade erreicht: Knappes Finish für MLP
Der Versicherungsmakler und Finanzdienstleister MLP hat mit einem Schlussspurt zum Jahresende sein Gewinnziel gerade noch erreicht. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) sei im vergangenen Jahr um 16 Prozent auf 110,3 Millionen Euro gestiegen. Das von Vorstandschef Uwe Schroeder-Wildberg in Aussicht gestellte Ziel wurde hauchdünn um 0,3 Millionen Euro übertroffen. Analysten hatten im Schnitt nur mit 108 Millionen gerechnet.
Im Markt sei eine Zurückhaltung der Kunden vor allem bei langfristigen Vorsorgeprodukten zu spüren, räumte der MLP-Chef ein. Unter dem Strich verharrte der Überschuss im abgelaufenen Jahr mit 76 Millionen Euro auf dem Niveau von 2006. Eine Prognose für das laufende Jahr wollte das Unternehmen noch nicht wagen.
Unsicherheiten belasten Geschäft
Im dominierenden Maklergeschäft trat MLP 2007 trotz des anziehenden Geschäfts im vierten Quartal auf der Stelle. Die Erträge aus der Vermittlung von Lebensversicherungen und Fonds stagnierten bei 476,3 Millionen Euro. Auch die Vermittlung von privaten Krankenversicherungen verlief wegen der Unsicherheit über die Gesundheitspolitik schleppend. Zulegen konnten dagegen die noch kleinen Sparten Bank und Vermögensmanagement. Von ihnen verspricht sich MLP kräftig steigende Erträge.
Die Kundenbasis konnte MLP 2007 um fünf Prozent auf 721.000 ausbauen. Mit 6,9 vermittelten Verträgen pro Kunde habe MLP einen Spitzenwert in der Branche erreicht. Die Zahl der Berater wuchs 2007 leicht um zwei Prozent auf 2613, verfehlte damit aber den Zielwert von 2750. Um die als freie Handelsvertreter tätigen Berater buhlen derzeit viele Finanzdienstleister, unter anderem auch der Marktneuling Formaxx, der von ehemaligen Managern von MLP und AWD gegründet wurde.
